Ameranger Rat beschließt: Parkmanagementsystem muss warten

Mit einem Parkmanagementsystemhat sich der Gemeinderat in Amerang in jüngster Sitzung beschäftigt.

Mit einem Parkmanagementsystem hat sich der Gemeinderat in Amerang in jüngster Sitzung beschäftigt. Denn: Die Parksituation in Amerang ist aus Sicht des Gemeinderats und auch vieler Bürger häufig unzufriedenstellend.

Amerang – Mit einem Parkmanagementsystem hat sich der Gemeinderat in Amerang in jüngster Sitzung beschäftigt. Denn: Die Parksituation in Amerang ist aus Sicht des Gemeinderats und auch vieler Bürger häufig unzufriedenstellend.

Obwohl 270 Parkplätze im Ort vorhanden sind, kommt es immer wieder zu Problemen. Ziel ist es daher, mit Beschilderung auf Parkmöglichkeiten hinzuwiesen und die Belegung durch Parkbeschränkungen zu optimieren. Dazu wurde die Angelegenheit mit einem Planungsbüro erörtert. Auf der Grundlage der durch die Verwaltung erhobenen Grundlagendaten wurde ein Leistungsangebot als Rahmenangebot mit folgenden Vorgaben vorgelegt: Der Untersuchungsbereich umfasst die Ortsmitte von Amerang mit Erfassung der öffentlich zugänglichen privaten und öffentlich gewidmeten Stellplatzflächen. Die Gemeinde stellte dazu dem Büro eine Plandarstellung zur Verfügung mit grafischer Darstellung der einzubeziehenden Flächen einschließlich der Angabe der Anzahl der Stellplätze und möglicher verkehrsrechtlicher Beschränkungen (Halte-/Parkverbote, Zeitbegrenzung oder Parkdauer).

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Das Büro schlug vor, im Rahmen der Untersuchung eine Einzelerfassung der Belegung an einem Werktag tagsüber von 7 bis 17 Uhr (Intervall von 30 Minuten) durchzuführen. Auf Wunsch der Gemeinde könnte die Erfassungsdauer auch auf die Abendstunden (zum Beispiel bis 20 beziehungsweise 22 Uhr) ausgedehnt werden. Das Angebot schloss mit einer vorläufigen Honorarsumme von gerundet 15 000 Euro für die dargestellten Leistungen. Zur Finanzierung des Honorars könnten die

Kosten: Rund 15 000 Euro

Überschüsse aus der kommunalen Verkehrsüberwachung verwendet werden. Für das heurige Jahr beträgt dieser nach drei Quartalen rund 17 000 Euro.

Bürgermeister Gust Voit (CSU) gab zu bedenken, dass sich der Rat seit Jahren bemühe, um eine Lösung des Parkproblems bemühe, aber bisher keine Lösung gefunden habe. „Wir haben viele Parkplätze, nur werden nicht alle gefunden“.

Schon aus dienstlichen Gründen wisse er als Polizeibeamter wie in Amerang geparkt werde, sagte Werner Fröwis (CSU). Die Fahrzeuge würden häufig nicht nur auf dem Gehweg, sondern auch an verkehrsungünstigen Straßenabschnitten abgestellt. Grundsätzlich sei ein Parkplatzmanagementsystem wichtig für die Verkehrssicherheit im Ort, „aber billig ist das nicht“.

„Expertise ist wichtig, aber was soll dabei rauskommen?“

Matthias Schmid (SPD) stellte die Frage nach dem Ergebnis. „Expertise ist wichtig, aber was soll dabei rauskommen?“ Dazu sei interessant, wie freie Parkplätze angezeigt werden könnten.

Rupert Rußwurm (CSU) betonte, dass man mit allen Nebenkosten insgesamt wohl von einem Betrag von etwa 25 000 Euro rede. Deshalb solle trotz der anerkannten Kompetenz des Anbieters ein weiteres Angebot eingeholt werden. Zudem sollten die Museen und Sportflächen in das Konzept miteinbezogen werden.

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Thomas Kasparetti (SPD) plädierte ebenfalls für eine ganzheitliche Datenerhebung, zumal sich mit der Realisierung der Sportflächen und der Ameranger Spange noch weitere Parkflächen ergeben könnten.

Der Gemeinderat beschloss, die Entscheidung über ein Parkmanagementsystems zurückzustellen und ein weiteres Angebot einzuholen.

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