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WICHTIGER GRUNDSTÜCKSERWERB

Amerang sichert die weitere Ortsentwicklung

Mit dem Erwerb des 10.000 Quadratmeter großen, südlich an die Sportflächen angrenzenden Areals „Vodermaier-Gartens“ sichert sich die Gemeinde Amerang einen wichtigen Baustein für die Ortsentwicklung.
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Mit dem Erwerb des 10.000 Quadratmeter großen, südlich an die Sportflächen angrenzenden Areals „Vodermaier-Gartens“ sichert sich die Gemeinde Amerang einen wichtigen Baustein für die Ortsentwicklung.
  • VonChristl Auer
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In puncto Ortsentwicklung läuft es für die Gemeinde Amerang rund: Der Erwerb des „Vodermaier Gartens“ eröffnet nach dem Kauf der Sportflächen und der Grundstücke für die direkte Anbindung des Gewerbegebiets „Am Kroit“ an die Fraberthamer Straße weitreichende ortsplanerische Möglichkeiten.

Von Christa Auer

Amerang –In einem ersten Schritt ebnet das rund 10.000 Quadratmeter große Areal den Weg für den Neubau der Kindertagesstätte in zentraler Lage. Aber auch eine weitere Wohnbebauung, ein Funktionsgebäude für Sport und Vereine und eine große Freifläche sind auf dem verkehrsgünstig gelegenen Gelände an der Fraberthamer Straße angedacht.

Vertrag über 75 Jahre mit Option

Erstmals seit langer Zeit hat sich die Gemeinde hier für die bauliche Nutzung durch die Einräumung von Erbbaurechten als Alternative zum Grundstückserwerb entschieden. Der Erbpachtvertrag zwischen der Gemeinde und der Besitzerfamilie über 75 Jahre plus einer Verlängerungsoption um 50 Jahre wurde kürzlich besiegelt, gab Bürgermeister Konrad Linner (GLA) im Gemeinderat als Ergebnis der nichtöffentlichen Verhandlungen bekannt. „Es ist ein sehr fairer Vertrag, der es uns ermöglicht, ein Zentrum für Kinder direkt im Ort zu errichten und Wohnbebauung zu ermöglichen“, freut sich der Bürgermeister.

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Nach einer intensiven Beratung in einer Klausursitzung des Gemeinderats seien sich die Mitglieder schnell einig gewesen, dass das Areal am östlichen Ortseingang zukunftsorientierte Entwicklungsmöglichkeiten biete. Alle wichtigen Aufgaben, die die Gemeinde in den kommenden Jahren vor der Brust habe, könnten hier unter einen Hut gebracht werden. „Angrenzend an die bestehende Wohnbebauung ist das ein idealer Platz für unsere Kindertagesstätte“, findet der Bürgermeister. Das vorgesehene Grundstück sei zentral und über sichere Fußwege gut zu erreichen. Die Zufahrt und die Stellplatzsituation seien weitaus entspannter als am bisherigen Standort im Kindergartenweg.

Auf Teilflächen sollen zusätzlich auch Wohnbauvorhaben entwickelt werden – eventuell mit Geschosswohnungsbau und vielleicht auch mit einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung.

Neue Wohnmodelle geplant

„Eine Herzensangelegenheit ist für mich auch, neue Wohnmodelle für Menschen mit Handicap in Amerang zu realisieren. Das könnte in Zusammenhang mit der Bebauung des Areals beim Haus für Kinder möglich werden“, hofft Linner.

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Der restliche Platz soll als großzügige Freifläche genutzt werden und möglicherweise könnte an der Stelle auch der lang gehegte Wunsch der Ameranger nach einem Vereinshaus realisiert werden. Priorität hat aber erst einmal der Neubau einer Kindertagesstätte, der die Gemeinde in den kommenden Jahren mit Baukostenvon geschätzt fünf Millionen Euro finanziell fordern wird.

Im nächsten Schritt wird die Gemeinde die städtebaulichen Vorgaben für die dargestellten Projekte entwickeln. Der Neubau der Kindertagesstätte wird notwendig, weil das Haus für Kinder St. Rupert mit drei Kindergarten- und einer Hortgruppe ohnehin schon aus allen Nähten platzt. Zusätzlicher Handlungsbedarf hat sich aus der großen Nachfrage nach weiteren Krippenplätzen in der Gemeinde ergeben. Der Bedarf ist unstrittig.

Kinderhaus räumlich am Limit

Kopfzerbrechen bereitete nur die Realisierung, denn das Haus für Kinder St. Rupert in Amerang, dessen Träger die katholische Kirchenstiftung ist, ist bereits räumlich am Limit. Deshalb wurde schon seit Längerem über eine Erweiterung des Kinderhauses nachgedacht.

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Auf dem aktuellen Standort ist dies laut einer aussagekräftigen Machbarkeitsstudie nicht sinnvoll. Zu teuer und schwierige Grundstücksverhältnisse sprachen in einer ersten Analyse gegen eine Gebäudesanierung – und Erweiterung. Ein Kindergartenneubau steht deshalb ganz oben auf der Agenda der Gemeinde. Die Trägerschaft wird weiterhin von der Katholischen Kirchenstiftung übernommen.

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