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Reaktivierung alter Bahnstrecken

Ministerium sagt: Keine Chance für Leo und die Altstadtbahn Wasserburg

Mal wieder ist eine Hoffnung auf Reaktivierung der Altstadtbahn Wasserburg geplatzt.
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Mal wieder ist eine Hoffnung auf Reaktivierung der Altstadtbahn Wasserburg geplatzt.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Die Deutsche Bahn will bundesweit 20 stillgelegte Eisenbahnstrecken reaktivieren. Die Grünen im Landtag schlagen unter anderem auch Leo, die Lokalbahn zwischen Bad Endorf und Obing, und die Altstadtbahn Wasserburg vor. Das sieht das Bayerische Verkehrsministerium jedoch anders.

Wasserburg/Bad Endorf/Obing – Ein Sprecher teilt auf Anfrage der OVB Heimatzeitungen mit, für den Leo, der gegenwärtig als Museumsbahn betrieben werde, gebe es keine Planungen für eine Wiederinbetriebnahme. Für die Strecke Wasserburg Bahnhof-Wasserburg Stadt erklärt das Ministerium, der Schienenweg sei nicht mehr passierbar und teils abgebaut. Es könne daher kein Bahnverkehr stattfinden. „Beide Strecken gehören mithin nicht zu den Projekten, die derzeit für eine Reaktivierung in Frage kommen.“

Ministerpräsident Markus Söder selbst hatte noch kürzlich in den sozialen Medien angekündigt, dass in Bayern stillgelegte Bahnstrecken reaktiviert werden sollen.

Dennoch gab‘s die Absage aus dem Verkehrsministerium. Diese Mitteilung fügt sich ein in eine lange Reihe von Absagen aus den zuständigen Behörden. Die Reaktivierung der Wasserburger Altstadtbahn war sogar höchstinstanzlich gescheitert – vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Auch die Hoffnung des Konsortiums aus Pro Bahn und Bürgern auf eine Reaktivierung im Rahmen des S-Bahn-Ausbaus hatte sich vor wenigen Wochen zerstört. Die Bahn wird also weiter in Reitmehring enden, von dort geht es nur mit dem Bus bis in die Stadtmitte.

Notwendig: mehr als 1000 Reisende pro Werktag

Ob eine stillgelegte Bahnlinie für den regelmäßig stattfindenden Schienenpersonennahverkehr reaktiviert werden kann, setzt nach Angaben des Verkehrsministeriums Gremienbeschlüsse vor Ort voraus (seitens der beteiligten Landkreise und kreisfreien Städte). Voraussetzung sei unter anderem eine Prognose, die vom Freistaat Bayern anerkannt werde und die ergebe, „dass eine Nachfrage von mehr als 1000 Reisenden pro Werktag zu erwarten ist“ (1000 Reisenden-Kilometer pro Kilometer betriebener Strecke).

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Weitere Bedingung sei, dass die Infrastruktur ohne Zuschuss des Freistaats in einen Zustand versetzt werde, der den vorgesehenen Zugverkehr ermögliche. Ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen müsse bereit sein, die Strecke und die Stationen dauerhaft zu betreiben und berechne hierfür Infrastrukturkosten, die das Niveau vergleichbarer Infrastruktur der Deutschen Bahn nicht übersteigen dürften. Die Aufgabenträger des allgemeinen öffentlichen Personennahverkehrs müssten sich vertraglich verpflichten, ein mit dem Freistaat Bayern abgestimmtes Buskonzept im Bereich der Reaktivierungsstrecke umzusetzen.

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