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SORGE UM MÖGLICHE ALTLASTEN

Alte Mülldeponie in Schnaitsee: „Wir wollen endlich Planungssicherheit“

Im südlichen Bereich des Sportplatzes in Schnaitsee bestand eine Hausmülldeponie. Hier muss eine Detailuntersuchung durchgeführt werden, fordert das Landratsamt Traunstein.
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Im südlichen Bereich des Sportplatzes in Schnaitsee bestand eine Hausmülldeponie. Hier muss eine Detailuntersuchung durchgeführt werden, fordert das Landratsamt Traunstein.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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  • Josef Unterforsthuber
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Wir möchten endlich Planungssicherheit für das Gelände beim Sportplatz“, sagt der Bürgermeister von Schnaitsee, Thomas Schmidinger (CSU). Denn hier befand sich früher eine kommunale Hausmülldeponie. Nach wie vor ist nicht abschließend bekannt, ob es Altlasten gibt.

Schnaitsee – Noch immer seien die Untersuchungen zu den alten gemeindlichen Mülldeponien nicht gänzlich abgeschlossen. „Inzwischen möchten wir aber bei der Turnhalle auch einen Allwetterplatz errichten und der Musikverein möchte ein Vereinshaus bauen“, kündigt Schmidinger an.

Allein für diese Projekte wäre er froh, endlich zu wissen, ob der Boden saniert werden muss .„Es ist nicht so, dass wir große Überraschungen erwarten bei weiteren Untersuchungen der alten Deponien, aber wir wollen einfach mit gutem Gefühl vorwärtsgehen“, teilt Schmidinger mit.

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Zur Vorgeschichte: Die alten öffentlichen Mülldeponien, die in den 50er, 60er und 70er-Jahren überall in den Gemeinden zur Entsorgung genutzt wurden, sind noch immer nicht alle abschließend untersucht. Auch in Schnaitsee fehlen Informationen. Bereits im Jahr 2017 hatte das Landratsamt Traunstein die Gemeinde aufgefordert, eine Detailuntersuchung für die Altablagerung bei der früheren Mülldeponie südlich des Sportplatzes durchzuführen. Damals schrillten in der Gemeinde die Alarmglocken: Was wäre, wenn hier großräumig saniert werden müsste?

Fördermittel beantrag

Um sicher zu gehen, entschloss sich der Gemeinderat, Fördermittel bei der Gesellschaft zur Altlastsanierung beantragen. In den Fonds für die Altlastsanierung zahlen die bayerischen Gemeinden jährlich ein. „Das hat jetzt den Vorteil, dass sich die Gemeinde Schnaitsee im schlimmsten Fall mit 50 000 Euro an einer Sanierung beteiligen müsste“, so der Bürgermeister.

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Bisher sind die Untersuchungen bei den damals öffentlichen und seit Jahren stillgelegten Hausmülldeponien nur teilweise angelaufen. Detailanalysen fehlen noch. Für den Bereich am Schnaitseer Sportplatz hat das Büro Sakosta in München das notwendige Untersuchungskonzept und die Vergabeunterlagen erstellt. Derzeit wird dieses Konzept mit der Gesellschaft für Altlastensanierung, dem Wasserwirtschaftsamt und dem Gesundheitsamt Traunstein abgestimmt, sodass noch im Jahr 2021 mit der Umsetzung der Detailuntersuchung (siehe Infokasten) zu rechnen ist. Eigentlich wollte man diese Untersuchungen bereits heuer im März abgeschlossen haben.

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„Doch wegen der umfangreichen Abstimmung mit den Behörden wurde dieser Termin auf den 31. März 2022 verschoben“, sagt Bürgermeister Schmidinger. Er hofft jedoch, „dass wir heuer noch die Ergebnisse bekommen und dann mit den Bauarbeiten beginnen können.“

Altlasten im Gebiet von Gattenham?

Auch bei der Altablagerung im Gebiet von Gattenham beabsichtigt das Landratsamt den Erlass einer Anordnung zur Detailuntersuchung für den Pfad „Boden-Bodenluft-Mensch“. Die Altablagerung war vom Wasserwirtschaftsamt im Jahr 2019 orientierend untersucht worden. Dabei kam der Gutachter zu dem Ergebnis, dass sich der Altlastenverdacht hinsichtlich der Wirkungspfade „Boden-Grundwasser“ und „Boden-Nutzpflanzen“ ausräumen ließ.

Das sind „Orientierende Untersuchungen“

Die „Orientierende Untersuchung“ (OU) hat zum Ziel, den Altlastverdacht auf dem Standort hinreichend zu bestätigen oder auszuschließen. Die Bearbeitung erfolgt aufgrund der zu betrachtenden Schutzgüter beziehungsweise Wirkungspfade gemeinsam vom jeweils zuständigen Wasserwirtschaftsamt (Boden-Grundwasser), sowie der Gesundheitsverwaltung (Boden-Mensch) und den jeweils zuständigen Ämtern für Landwirtschaft (Boden-Pflanze). Prüfwerte sind Werte, bei deren Überschreitung unter Berücksichtigung der Bodennutzung eine einzelfallbezogene Prüfung durchzuführen und festzustellen ist, ob eine schädliche Bodenveränderung oder Altlast vorliegt. Prüfwerte werden für die verschiedenen Schutzgüter (menschliche Gesundheit, Gewässer, Nutzpflanzen) festgelegt. Bei den Prüfwerten für den Wirkungspfad Boden-Mensch wird darüber hinaus noch nach den Nutzungen (Kinderspielflächen, Wohngebiete, Park- /Freizeitanlagen, Industrie-/ Gewerbeflächen) unterschieden.Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt

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