LESERFORUM

Alles unternehmen, um Deponie zu verhindern

Zur Berichterstattung über die geplante Deponie in Babensham

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Die neuerlichen Berichte in den OVB-Heimatzeitungen zu der geplanten DK-1-Deponie beziehen sich hauptsächlich auf die beantragte Verlegung des Parkplatzes an der B 304 mit damit verbundener neuer Zufahrt. Die geplante Deponie befindet sich im Planfeststellungsverfahren mit ungewissem Ausgang, weshalb eine Rodung der beantragten Waldfläche völlig verfrüht wäre – beziehungsweise nicht notwendig ist für den Fall, dass die Deponie nicht genehmigt wird.

Was mich jedoch nahezu sprachlos macht, ist die Tatsache, dass der Firma Zoss eder als möglicher zukünftiger Betreiber der beantragten Deponie vom Staatlichen Bauamt Rosenheim eine Sondernutzungserlaubnis erteilt wurde, den Parkplatz an der B 304 vor der Innbrücke, und damit verbunden die Zufahrt zu der beantragten Deponie, zu verlegen.

Kann nun künftig jede Firma oder auch jeder Privatmann seine eigene Zu- und Ausfahrt an einer Bundesstraße bauen lassen?

Es ist ein legitimer Wunsch der Firma Zosseder, eine Deponie errichten und betreiben zu wollen. Allerdings ist nach meiner Ansicht der gewählte Standort aus den verschiedensten, bereits vielfach diskutierten Gründen völlig ungeeignet. Ich finde es vom Staatlichen Bauamt Rosenheim nicht legitim, ohne Beteiligung der üblichen Behörden eine solche Erlaubnis zu erteilen. Das hat mit Demokratie nicht im Entferntesten etwas zu tun. Ich erwarte von Bürgermeister Josef Huber und dem Gemeinderat Babensham, dass sie sich an den Auftrag ihrer Bürger mit dem Bürgerentscheid erinnern und alles – wirklich alles – unternehmen, um diese nicht benötigte Deponie zu verhindern. Ich appelliere auch an Bürgermeister Michael Kölbl und den Stadtrat von Wasserburg, im Interesse der Stadt ebenfalls alle Möglichkeiten gegen die geplante Deponie auszuschöpfen.

Peter Huber

Babensham

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