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Alfred Gassner aus Blümöd im Alter von 72 Jahren verstorben

Gassner
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Alfred Gassner ist verstorben. Coronabedigt fand seine Beerdigung nur mit 25 Personen am Rechtmehringer Gemeindefriedhof statt.
  • vonFranz Manzinger
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Alfred Gassner aus Blümöd ist am 5. Januar verstorben. Er wurde 1948 geboren und wuchs mit seinen beiden Geschwistern Ingrid und Walter in Blümöd auf. Nach seiner Schulzeit in Rechtmehring absolvierte Alfred Gassner eine Ausbildung zum technischen Zeichner.

Rechtmehring – Dabei kam ihm sein feinmotorisches Geschick und sein versierter Blick gelegen. Im Beruf konnte er seinen Neigungen nachgehen: detailliertes Arbeiten und Zeichnen. Als Jugendlicher verlor er seinen Bruder wegen einer schweren Krankheit.

Mit 32 Jahren heiratete Alfred Gassner seine Margit, beide bauten ihr Eigenheim im Blümöd. Der Sohn kam 1973 zur Welt. Als junger Familienvater erlitt Gassner einen Verkehrsunfall, bei dem er schwer verletzt wurde. Trotz vieler Operationen und langer Krankenhausaufenthalte kam es zu keiner vollständigen Heilung mehr.

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Seither war ein schmerzender Körper sein ständiger Begleiter. Auch dank seiner Familie und Freunde meisterte er sein neues Leben.

Zudem half ihm seine Leidenschaft, das Schießen, sich wieder aufzurappeln. Die Brandstätter Hubertusschützen bereicherten sein Leben. 30 Jahre lang war der Gassner Fred Schützenmeister. In seine Zeit fielen die Fahnenweihe 1988, der Bau des Schießstandes und das 75-jährige Gründungsfest. Es machte ihn stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt prägten diese Zeit. Gassner hatte an allem großen Anteil. Das zeigte sich, als ihn der Verein zum Ehrenschützenmeister machte. Viel Zeit mit der Familie, Ausflüge ins Zillertal, Kegeln und eine gute Nachbarschaft machten ihm Freude. Mit zunehmendem Alter wurde sein Bedürfnis nach Ruhe und Erholung größer. Das Malen und Zeichnen, immer schon ein Bestandteil seines Lebens, behielt er bei.

Er probierte sich in unterschiedlichen Arten, es war für ihn ein innerer Ausgleich. Handwerkliche kleinere Erfindungen machten ihm Freude, so etwa ein tragbarer Bierkühler oder eine fernverschließbare Katzenklappe. Bunter wurde das Leben, als vor einigen Jahren Enkelsohn Veit in sein Leben kam.

Trotz alledem machte sich seine Krankheit immer stärker bemerkbar. Seine Familie, vor allen Dingen seine Frau Margit halfen ihm, wo es ging, jedoch die Krankenhausaufenthalte nahmen zu. Nun schloss er seine Augen für immer. Die Trauerfeier, die Wortgottesdienstleiterin Inge Bauer gestaltete, fand coronabedigt nur mit 25 Personen am Rechtmehringer Gemeindefriedhof statt.

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