Albachinger rufen auf zu Corona-Spendenlauf für Kinderzentrum in Kenia

Einfach auch mal Kind sein dürfen, spielen, lernen und unbeschwert leben. Das wird den Kindern in der Einrichtung „Maisha Mazuri“ in Kenia ermöglicht. i. Günster
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Einfach auch mal Kind sein dürfen, spielen, lernen und unbeschwert leben. Das wird den Kindern in der Einrichtung „Maisha Mazuri“ in Kenia ermöglicht. i. Günster

Sich fit halten und gleichzeitig etwas für einen guten Zweck tun? Das geht. Wie, das zeigt der Verein „Hand in Hand für Kenia“, in dem sich auch die Albachingerin Simone Posselt und Miriam Echcharif aus Pfaffing engagieren.

Von Irmi Günster

Albaching – Bekannt dürfte dieser vielen durch das „Bayrisch-kenianische Sommerfest“ in Edling sein. Diese beiden jungen Damen wurden zu regelrechten „Ideensammlerinnen“ für das Kinderzentrum „Maisha Mazuri“, das 2015 eröffnet werden konnte und mittlerweile ein zu Hause für 30 Kinder, sowie ein Ort zum Lernen und Leben für weitere 88 Schul- und Kindergartenkinder geworden ist.

Corona trifft Afrika sehr hart

Simone Posselt und Miriam Echcharif waren beide als Praktikantinnen in Kenia vor Ort und möchten nun dazu beitragen, dass diese Einrichtung die Corona-Krise überleben kann; denn diese, so Simone Posselt, treffe das Projekt „in einer unvorstellbaren Dimension“. Während die Industriestaaten vergleichsweise gut mit der Krise zurecht kom-men, drohen sich in Afrika die bereits großen Probleme wie Armut, Hungersnot, Arbeitslosigkeit und Krankheiten durch die Covid-19-Maßnahmen und ihre Auswirkungen gravierend zu verschlimmern. Viele Familien können durch die Ausgangsbeschränkungen nicht mehr als Tagelöhner arbeiten und haben nichts mehr zu essen, Schulgebühren können nicht mehr gezahlt werden, darüber hinaus ist das Gesundheitssystem auf solche Katastrophen nicht vorbereitet.

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Durch Spendenläufe an Schulen wurden bisher pro Jahr rund 25 000 Euro für das Kinderzentrum in Kenia gesammelt, womit ein Großteil der laufenden Kosten gedeckt werden konnte. Aber auch in Deutschland können aufgrund der Corona-Krise viele Spendenaktionen nicht wie gewohnt stattfinden. Ganz nach dem Motto „Not macht erfinderisch“ kamen Simone Posselt und Miriam Echcharif gemeinsam mit anderen ehemaligen Praktikanten auf die Idee, auf „eine alternative Art und Weise Spendengelder zu gewinnen und gleichzeitig zum Sporteln anzuregen“.

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Wie funktioniert das nun? Ganz einfach: Zusammengefasst unter dem Titel „Kilometer für Kenia“ können alle Interessierten, also Schüler, Hobbysportler, Walker, aber auch Spaziergänger und Radfahrer, zwei Wochen lang ab 25. Mai bis 7. Juni möglichst viele Kilometer sammeln.

Um dabei die erwünschte finanzielle Unterstützung für das Kinder-Projekt in Kenia zu erhalten, sollte sich jeder Teilnehmer im Vorfeld einen oder mehrere Sponsoren suchen, welche dann pro Kilometer einen bestimmten Betrag spenden. Sponsoren können Nachbarn, Freunde, Familienangehörige oder auch einfach man selbst sein. Am Ende der Zeit wird der Betrag dann gespendet, und die Teilnehmer haben sogar die Chance auf einen kleinen Gewinn!

Mann kann auch spenden ohne Sport

Mehr Infos zu diesem Projekt und zu Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Internetseite des Vereins unter: https://www.4kenya.info/corona-spendenaufruf/ . Fragen können an die Mailadresse gemeinsamaktiv@4kenya.info gerichtet werden.

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