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Baupläne in Albaching

Albachinger Gemeinderat schafft Voraussetzungen für Millionenprojekt der RSA-Bank

In absehbarer Zeit soll an dieser Stelle ein neues Baugebiet entstehen: „Albaching Ost“.
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In absehbarer Zeit soll an dieser Stelle ein neues Baugebiet entstehen: „Albaching Ost“.
  • VonIrmi Günster
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Das RSA Bankhaus will in Albaching Ost einen neuen Komplex bauen. Neben neuen Bankräumen soll dort auch Platz für Arztpraxen, möglicherweise einen Italiener und eventuell einen Physiotherapeuten entstehen. Der Gemeinderat Albaching schaffte jetzt die Voraussetzungen für dieses Vorhaben.

Albaching – Geraume Zeit verbrachte der Albachinger Gemeinderat in seiner jüngsten, ohnehin sehr umfangreichen Sitzung mit der Beratung über mehrere mögliche Änderungen im Bebauungsplanverfahren zum neuen Baugebiet „Albaching Ost“, das zwischen Kreuzwirt und Sportplatz entstehen soll.

Die RSA-Bank, die sich dort ansiedeln will, hatte über ihren Planer Anfang Dezember einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplans bei der Gemeinde eingereicht. Martin Niedermeier von der Verwaltung stellte klar, dass es sinnvoll sei, diese Änderungswünsche vor der Auslegung des Plans im Gemeinderat zu diskutieren.

Viele Details in der Abstimmung

Im Einzelnen handelte es sich um mehrere Anliegen: Eine Änderung bei der Bemessung der Fußbodenkante, um einen barrierefreien Zugang schaffen zu können; das Messen der sogenannten „Traufhöhe“ ab Oberkante Gelände und nicht ab Oberkante der Rohbodenplatte, sowie die Anhebung der Traufhöhe von sieben auf 7,80 Meter und zudem eine Erhöhung der überbaubaren Grundfläche.

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Die Verwaltung war hingegen der Ansicht, dass der Fußboden grundsätzlich immer über dem Erdboden und damit höher als das anliegende Gelände sein sollte, vor allem im Hinblick auf Überschwemmungen und Starkregen. Bezüglich der Traufhöhe vertrat man die Meinung, dass diese Messpunkte „nur eine Definition“ und laut Martin Niedermeier „ein reines Zahlenspiel“ darstellen würden. An der Höhenlage ändere sich dadurch nichts. Auch sei es seit Jahren üblich, in Bebauungsplänen die Wandhöhe von den sogenannten „Höhenfestpunkten“ ausgehend zu ermitteln, und dies „sollte so belassen werden“.

Positiv fiel die Einschätzung im Hinblick auf die Anhebung der Traufhöhe aus: Dies sei grundsätzlich möglich. Der Gemeinderat müsse entscheiden, welche Höhenentwicklung gewollt sei. Sinnvoll wäre diese Änderung gemäß der Einschätzung der Verwaltung auch in einem weiteren Teilbereich des neuen Baugebiets, dem Mischgebiet, da auch hier mit der Ansiedlung von Gewerbe- und Praxisräumen zu rechnen sei, die ein Plus an Raumhöhe benötigen könnten.

Gemischt fiel die Beurteilung zu Wunsch Nummer vier aus: Festgelegt werde im Bebauungsplan grundsätzlich für jedes Grundstück die maximale Quadratmeterzahl, erklärte Martin Niedermeier. Im Falle der RSA-Bank wären dies 789 Quadratmeter. Mit Nebenanlagen käme das Geldinstitut aber laut Planer zusammen mit den Nebenanlagen auf eine Überschreitung von 120 Prozent. In jedem Fall liege man mit dem Ansinnen, auf eine maximal bebaubare Grundfläche von über 1700 Quadratmetern zu gehen, „über dem gesetzlich zulässigen Versiegelungsgrad“, gab Niedermeier zu bedenken. Gesetzlich sei grundsätzlich eine Abweichung von der Regelung „in geringem Umfang“ möglich.

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Verfahrenstechnisch klärte Niedermeier den Gemeinderat darüber auf, dass gegebenenfalls der Billigungsbeschluss vom Oktober dieses Jahres aufgehoben werden müsste, da eine Änderung desselben nicht zulässig sei. Anschließend sei separat über die Anträge abzustimmen.

In der Diskussion vertrat August Seidinger (GWA) die Meinung, die Gebäude sollten über dem „natürlichen Geländeboden“ sein – wegen der Überschwemmungsgefahr. Sebastian Friesinger (GWA) fand es wichtig, nach dem Gesetz der Gleichbehandlung aller zu verfahren und wunderte sich, warum diese Punkte jetzt erst, nach dem Billigungsbeschluss, Thema geworden seien.

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Eine „klare Differenzierung zwischen Wohn- und Gewerbebauten“ favorisierte indes Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA). Andreas Heinz machte den Vorschlag, sich das Konzept „nochmal in Gänze zeigen zu lassen“, da es ja doch um einige wesentliche Änderungen gehe. Er wollte das „jetzt nicht übers Knie brechen“. Dem widersprach der Bürgermeister: „Wir müssen grundlegende Festsetzungen treffen“. Marlene Langmeier (GWA) erinnerte daran, dass die Gemeinde sich auch im Falle von Starkregen rechtlich absichern müsse. Sie sprach sich auch gegen eine Anhebung der überbaubaren Grundfläche aus, mit der Begründung: „Wir schaffen uns Bezugnahmen“. Brigitte Voglsammer (GWA) war „der große Klotz am Ortseingang zu ausgeprägt“.

Ein Komplex mit Ärzten und Italiener

Auf Wunsch des Ratsgremiums kam der Vertreter der RSA-Bank Direktor Thomas Rinberger, zu Wort: „Wenn wir etwas machen, wollen wir es richtig machen“, stellte er fest, und „und unsere Investition soll sich auch für Albaching rechnen“, schließlich gehe es hier um mehrere Millionen Euro. Man plane auch Ärzte und eventuell einen Physiotherapeuten in dem neuen Komplex unterzubringen, berichtete Rinberger im Gespräch mit unserer Zeitung, – und eventuell einen Italiener. Eine zusätzliche Million würde der Bau einer Tiefgarage bedeuten, weshalb man diese Idee wieder verworfen habe. Seiner Erfahrung nach „parken die meisten sowieso lieber im Freien, als sich in eine enge Tiefgarage zu quetschen“. Er schlug vor, mit dem Sportverein zu reden, ob man die Parkplätze tagsüber für die Bank nutzen dürfe; „wir würden uns auch darum kümmern“, versicherte er.

Die Beschlüsse: Wandhöhe soll 7,50 Meter nicht überschreiten

Die Aufhebung des vorherigen Billigungsbeschlusses beschloss der Gemeinderat Pfaffing mit elf zu zwei Stimmen.

Die Einzelbeschlüsse:

- Die „Tieferlegung“ der Fußbodenhöhe lehnte das Gremium einstimmig ab.

- Die Messung der Traufhöhe von der Oberkante des „natürlichen Geländes“wurde ebenfalls einstimmig abgelehnt. Als Ersatz wurde festgelegt: Die Wandhöhe soll künftig von der Kante des „Fertigbodens“ aus gemessen werden.

- Die Anhebung der Wandhöhe auf 7,80 Meter wurde mit fünf gegen acht Stimmen abgelehnt. Als Ersatz: Der Anhebung auf 7,50 Meter wurde einstimmig zugestimmt. Diese soll dann gleichermaßen sowohl für den Gewerbebereich, als auch für das Mischgebiet gelten.

- Der Erhöhung der überbaubaren Grundstücksfläche mit Nebenanlagen mit 120-prozentiger Überschreitung: Mit drei Gegenstimmen wurde der Beschlussvorlage, im Bereich der Gewerbeflächen die Überschreitung der Grundfläche mit Nebenanlagen bis zu einer Gesamtversiegelung des Grundstückes mit einem Faktor von 0,8 zuzulassen.

- Einstimmig fiel am Ende der Billigungsbeschluss.

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