Albaching sucht Heizalternativen

Albaching – Wie hoch ist der Heizölverbrauch im Albachinger Gemeindezentrum?

Mit dieser Frage und der Antwort darauf beschäftigte sich der Gemeinderat. Anlass war eine Anfrage von Gemeinderat August Seidinger junior (GWA) in einer früheren Sitzung.

Christian Thomas von der Verwaltung gab nun die Zahlen bekannt: Der Durchschnittsverbrauch der vergangenen neun Jahre betrug insgesamt rund 10 700 Liter pro Jahr, was wiederum Kosten in Höhe von etwa 7500 Euro im Jahr ausgemacht habe. Betrachte man nur die letzten drei Jahre, liege der jährliche Heizölbedarf bei rund 10 000 Litern mit durchschnittlich 6600 Euro. Deutlich gezeigt habe sich bei der Analyse der Zahlen, dass der durchschnittliche Heizölverbrauch seit der Sanierung des Schulhauses deutlich gesenkt werden konnte, also „diese energetischen Maßnahmen Wirkung gezeigt“ hätten.

Würde die Gemeinde auf eine Biomasseheizung umstellen, könnte sie dafür eine Förderung von bis zu 65 Prozent in Anspruch nehmen, so Thomas weiter.

Kosten für Öl:7500 Euro im Jahr

Gemeinderat August Seidinger junior (GWA) stellte fest, dass sich die energetische Sanierung des Schulhauses stark auf den Heizölverbrauch ausgewirkt habe. Er richtete einen Appell an seine Ratskollegen: Der Gemeinderat sollte sich weiter mit dem Thema befassen, denn das Heizen mit Öl „wird nicht ewig so weitergehen.“ Aufgrund der hohen Fördersummen wäre jetzt die Gelegenheit für eine Umrüstung günstig. Dies sei „ein hoch attraktives Programm“, „das sollten wir nicht hinten lassen“, befand Seidinger. Dem schloss sich Ratskollege Sebastian Friesinger (GWA) ebenfalls an. Die Anlage sei ja auch „in die Jahre gekommen“ und Außenflächen für beispielsweise ein Hackschnitzellager wären vorhanden. Jakob Sewald (GWA) war auch der Meinung: „Das wäre wirklich die Gelegenheit.“ Man müsse ja sowieso etwas machen, bevor die jetzige Heizung kaputt gehe. Eine Hackschnitzelheizung sei seiner Meinung nach vorzuziehen, da man in diesem Fall das Heizmaterial von regionalen Waldbauern beziehen könnte, denn Pellets würden oft über weitere Strecken herumgefahren und seien daher auch nicht optimal.

Bürgermeister Franz Sanftl (GWA) will das Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung wieder auf den Tisch bringen. Er verwies auch auf den „Arbeitskreis Energie“. Irmi Günster

Kommentare