Albaching sagt Förderung für ökumenische Notfallseelsorge zu

Albaching – Als „gute Sache“ bezeichnete Gemeinderätin Jessica Vital-Robarge (GWA) in der jüngsten Sitzung des Albachinger Gemeinderats die ökumenische Notfallseelsorge in Stadt und Landkreis Rosenheim.

Sie hatte einen Antrag auf einen Kommunalzuschuss über das Evangelisch-Lutherische Dekanat aus Rosenheim vorgelegt. Damit sprach sie offenbar auch für ihre Ratskollegen, die diesen einstimmig befürworteten. 200 Euro bekommt diese Einrichtung nun von der Gemeinde Albaching.

Bürgermeister Franz Sanftl (GWA) erläuterte vorab, dass sich auch die Kreisverbandsversammlung des Bayerischen Gemeindetages Ende Februar mit diesem Thema befasst habe. Aufgrund der Aussage des Landratsamtes, dass die Notfallseelsorge eine Angelegenheit der Notfall-Rettung sei, sah der Bayerische Gemeindetag keine Zuständigkeit der Landkreisgemeinden. Der Landkreis werde keine Zuschüsse bezahlen, weil auf Kreisebene durch die Notfall-Rettung eine Lösung installiert sei, gab Sanftl die Antwort des Kreises wieder. Die Gemeinden müssten daher selbst entscheiden, ob sie einen Zuschuss leisten wollten.

Laut Antrag sei eine Förderung in Höhe von zehn Cent je Einwohner angedacht. Bei 1757 Bürgern würde sich für Albaching ein Betrag in Höhe von etwa 175 Euro ergeben. „Im Haushalt wäre noch etwas da“, stellte der Bürgermeister fest.

Jessica Vital-Robarge (GWA) hätte sich noch, wie es auch bei anderen Zuschussanträgen gemacht wird, mehr Informationen und Zahlen gewünscht, beispielsweise eine Jahresbilanz. Für Ratskollege Helmut Maier (GWA), der laut eigenem Bekunden „sonst für Details“ sei, war „klar“, dass diese Sache unterstützungswürdig sei. Sebastian Friesinger (GWA) betonte, dass die in der Notfallseelsorge tätigen Personen „eine hervorragende Arbeit“ machten, und noch dazu alles in ihrer Freizeit.

Verwaltungsleiter Christian Thomas, auch Feuerwehrkommandant in Pfaffing, konnte von seinen Erfahrungen berichten: Oft blieben die Angehörigen nach Feuerwehreinsätzen wie Unfällen „hilflos zurück“. Da sei eine Begleitung, die sich über ein paar Stunden nach dem Vorfall oder auch über einen längeren Zeitraum erstrecken könne, sehr wichtig. Positiv befand er auch, dass diese Seelsorge nicht an eine Konfession gebunden sei. Werde Hilfe gebraucht, bekomme man sie. id

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