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„Albaching-Ost“ nimmt nächste Hürde

Auf dieser Wiese soll das neue Albachinger Baugebiet „Albaching-Ost“ entstehen.
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Auf dieser Wiese soll das neue Albachinger Baugebiet „Albaching-Ost“ entstehen.
  • VonIrmi Günster
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Die Änderung des Flächennutzungsplans für das neue Baugebiet „Albaching-Ost“ befindet sich im Verfahren, bei dem 38 Behörden und sogenannte „sonstige Träger öffentlicher Belange“ beteiligt wurden, um ihre Stellungnahmen abzugeben.

Albaching –Mit manchen hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung keine große Arbeit, weil in deren Schreiben nur auf frühere Stellungnahmen verwiesen wurde, so etwa die Handwerkskammer für München und Oberbayern. Diese hatte zwar „grundsätzlich keine Einwände“, aber Bedenken bezüglich Lärm vom angrenzenden Sportplatz und dem Handwerksbetrieb. Wie bereits in seinem früheren Beschluss blieb hier der Gemeinderat einstimmig dabei, dass bereits eine schalltechnische Untersuchung stattgefunden habe, deren Ergebnis in den Bebauungsplan eingearbeitet werde.

Auch die „Untere Naturschutzbehörde“ des Landratsamts verwies auf ihre frühere Stellungnahme im Herbst vergangenen Jahres: Der Umweltbericht sei „unzureichend“, lautete nach wie vor deren Einwand. Hierzu folgte der Gemeinderat dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, wonach „die Planungsfläche ökologisch nicht von großer Bedeutung und sehr gut an die bestehende Bebauung angebunden“ sei und daher keine Notwendigkeit bestehe, auf „alle Schutzgüter im Umweltbericht umfangreich und detailliert einzugehen“. Einzelne Ergänzungen sollen aber noch gemacht werden.

Die Anfertigung eines umfangreicheren Umweltberichts stellte der ebenfalls einstimmige Beschluss für das noch laufende Bebauungsplanverfahren in Aussicht. Die „Höhere Landesplanungsbehörde“ der Regierung von Oberbayern hatte einen Einwand vorzubringen: Es liege kein „hinreichend begründeter Wohnraum-Bedarfsnachweis“ vor, der nachzureichen sei. Der Wohnraumbedarf werde in der Begründung zum Bebauungsplan noch ausführlicher dargelegt, erwiderte der Rat in seiner Beschlussfassung. Die im Schreiben der Behörde zitierten Wachstumsprognosen für den Landkreis Rosenheim seien „aufgrund der unmittelbaren Nähe der Gemeinde Albaching zum Landkreis Ebersberg nur bedingt anwendbar“. Durch die verkehrsgünstige Lage an der B304 und die Nähe zur Stadt Ebersberg mit nur 13 Kilometern Entfernung gegenüber Rosenheim mit rund 30 Kilometern sei ein „erheblicher Wohnungsdruck zu verspüren“.

Im Zuge der öffentlichen Auslegung war ein Schreiben des Hauptvorstands des Sportvereins (SV) Albaching bei der Gemeinde eingegangen. Darin wurde insbesondere auf die verschiedenen Gebietsarten und daraus möglicherweise resultierende immissionsschutzrechtliche Konflikte eingegangen. Weitere Themen waren eine mögliche Parkplatznutzung, aber auch eventuelle Überschneidungen im Hinblick auf die Parkplätze, sowie die Erfassung von Fußwegverbindungen.

Der Gemeinderat kam in seinem Beschluss darin überein, dass über die einzelnen Themen und aufgeworfenen Fragen im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens eingegangen werden sollte. Darin könnten auch die detaillierten Planungen aufgezeigt und „mögliche Konflikte durch Festsetzungen ausgeräumt werden“. Der zusammenhängende Parkplatz und der Fußweg würden darin ergänzt. Gemeinderätin Rita Neumann (GWA) fragte, ob hierzu schon Gespräche mit dem Sportverein geführt worden seien, was Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) verneinte.

Martin Niedermeier von der Verwaltung griff den Wunsch nach Fußwegverbindungen aus den Reihen des Gemeinderats während der Planungsphase erneut auf: Auch in dem mit „WA (Allgemeines Wohngebiet)“ gekennzeichneten Bereich sollten Fußwege eingeplant und dargestellt werden. Da der Bürgermeister mittlerweile eine entsprechende Zusage für Fußwege durch das „WA-Gebiet“ erlangen konnte, könnten diese nun auch in den Flächennutzungsplan übernommen werden; mit anschließender Erwähnung auch im Bebauungsplan.

Fußwege ein Thema

Die Gemeinderäte sahen dies genauso und stimmten dem Beschluss zu, die Fußwege im „WA-Bereich“der Flächennutzungsplanänderung darzustellen, allerdings nur „nachrichtlich“. Zu dieser bereits 17. Änderung des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan und den vorher formulierten Änderungen fiel abschließend der Feststellungsbeschluss mit den Stimmen aller Räte.

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