Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


GEWERBESTEUEREINBRUCH:

Albaching hat finanziell zu kämpfen

Idyllisches Albaching: Die Natur erblüht farbenfroh, die Finanzlage entwickelt sich weniger rosig.
+
Idyllisches Albaching: Die Natur erblüht farbenfroh, die Finanzlage entwickelt sich weniger rosig.
  • VonIrmi Günster
    schließen

Wie es schon zu Beginn dieses Jahres zu erwarten war, gestaltet sich der Albachinger Haushalt 2021 nicht gerade rosig. Die Entwicklung ist aber gemäß den Ausführungen von Kämmerer Bernhard Koblechner auch nicht als dramatisch einzustufen.

Albaching – Die wichtigsten Zahlen präsentierte Koblechner dem Gemeinderat in einem Zwischenbericht. Ein Beschluss musste nicht gefasst werden. Der Kämmerer zeigte auf, dass sich bereits bei der Aufstellung des Gemeindehaushalts für dieses Jahr im Verwaltungshaushalt ein Fehlbetrag ergeben habe, also die geplanten Ausgaben höher lägen als die Einnahmen und sich bis dato an dieser Situation wenig geändert habe. Dies liege darin begründet, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer den geplanten Ansätzen noch hinterher hinken würden.

Legen die Einnahmen noch zu?

Koblechner ging in seinem Vortrag auch auf die Gewerbesteuereinnahmen der vergangenen Jahre ein, um einen Vergleich zu haben. „Relativ hoch“ seien diese gewesen, erst im vergangenen Jahr sei es dann zum Einbruch von knapp 1,1 Millionen Euro auf gerade einmal 590.066 Euro gekommen. Für dieses Jahr habe er mit 700.000 Euro einen „reduzierten Ansatz“ kalkuliert. Das bisherige Soll betrage allerdings erst 597.732 Euro und liege damit „noch deutlich unter dem Ansatz“, so Koblechner. Allerdings könne derzeit noch nicht beurteilt werden, ob bis zum Jahresende der ursprünglich geplante Ansatz über 700.000 Euro noch erreicht werde.

Bis dato kein Überschuss

Die hohen Gewerbesteuereinnahmen bis Ende 2019 seien auch die Ursache dafür, dass die Steuer- und Umlagekraft der Gemeinde für dieses Jahr relativ hoch angesetzt sei, was zu niedrigeren Schlüsselzuweisungen und höheren Umlagezahlungen führe. Unter der Voraussetzung, dass der Staat seine Verteilungsmasse für die Schlüsselzuweisungen an die Gemeinden nicht ändere, würden sich für nächstes Jahr aufgrund niedrigerer Steuer- und Umlagekraft wieder höhere Schlüsselzuweisungen und niedrigere Umlagezahlungen ergeben. Allerdings gelte Letzteres nur, wenn auch die Umlagesätze unverändert bleiben würden, was aber zu bezweifeln sei.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Eine weitere wichtige Zahl, die als Indikator für den Zustand eines kommunalen Haushaltes herangezogen wird, ist die Summe, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden kann und auch unter der Bezeichnung „Einnahmenüberschuss“ verwendet wird. Leider sei in diesem Jahr bis dato kein Überschuss im Verwaltungshaushalt vorhanden, sodass dieser vielmehr nur durch eine Zuführung vom Vermögenshaushalt ausgeglichen werden könne. Ob es bis zum Jahresende noch zu einem positiven Ergebnis, also zu einem Überschuss, komme, zweifelte der Kämmerer indes an.

Das könnte Sie auch interessieren: Albaching kämpft mit den Unwetterfolgen - Wird in der Region genug für Bürgerschutz getan?

Einen weiteren Blick warf Koblechner noch auf die Rücklagenentnahmen. Nach dem Haushaltsplan sei zur Finanzierung der geplanten Investitionen eine Rücklagenentnahme in Höhe von knapp 2,9 Millionen Euro veranschlagt worden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt seien gut 2,1 Millionen Euro daraus entnommen worden, was dem Haushaltsüberschuss zum Ende des vergangenen Jahres entspreche. Auf ausgebuchte Rücklagenmittel sei bisher noch nicht zurückgegriffen worden. Ob dies noch notwendig sein werde, hänge vom Verlauf der im Haushalt eingeplanten Investitionen ab.

Im Fokus der Diskussion zum Bericht des Kämmerers stand die Gewerbesteuerentwicklung. Insbesondere stellte sich die Frage, ob es auch heuer vom Freistaat Bayern einen Ausgleich zu den Gewerbesteuer-Mindereinnahmen geben werde. Soweit bisher bekannt, könne damit aber nicht gerechnet werden, antwortete Koblechner.

Mehr zum Thema

Kommentare