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HAUSHALT BESCHLOSSEN

Albaching greift auf Rücklagen zurück

Auch die E-Ladesäule am Albachinger Dorfplatz ist Bestandteil des diesjährigen Kommunalhaushalts: 10000 Euro sind für die Umrüstung von Gleich- auf Wechselstrom eingestellt.
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Auch die E-Ladesäule am Albachinger Dorfplatz ist Bestandteil des diesjährigen Kommunalhaushalts: 10000 Euro sind für die Umrüstung von Gleich- auf Wechselstrom eingestellt.
  • VonIrmi Günster
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„Wir greifen in die Rücklage zur Finanzierung des laufenden Betriebs“. Mit dieser Einleitung präsentierte Kämmerer Bernhard Koblechner dem Albachinger Gemeinderat in der vergangenen Sitzung den Haushalt für das laufende Jahr.

Albaching – Der Verwaltungshaushalt müsse heuer durch den gemeindlichen Vermögenshaushalt mitfinanziert werden, wobei der betreffende Betrag in Höhe von 60 700 Euro zwar „nicht so hoch“ sei, aber diese Maßnahme sollte „nicht zur Dauereinrichtung werden“, warnte er. Wenn sich das Jahr aber weiterhin gut entwickle, werde sich bis zu dessen Ende hoffentlich noch ein Überschuss ergeben, versuchte sich der Kämmerer in vorsichtigem Optimismus. Positiv sei zudem, dass die Gemeinde weiterhin schuldenfrei ist.

Ausgaben heuer höher als Einnahmen

Normalerweise sei der Kommunalhaushalt daraufhin ausgelegt, dem Vermögenshaushalt eine bestimmte Summe aus dem Verwaltungshaushalt zuzuführen, um damit die anstehenden Investitionen tätigen zu können. Da die laufenden Ausgaben aber die Einnahmen übersteigen, sei dieses Mittel zur Eigenfinanzierung in diesem Jahr nicht möglich.

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Gemäß dem Haushaltsplan belaufen sich die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes auf je gut 3,1 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 22 450 Euro bedeutet. Um gut 3,5 Prozent gestiegen sind die Gesamtausgaben des Verwaltungshaushalts, wobei sich die Gewerbesteuerumlage, die die Gemeinde an Bund und Land abführen muss, um gut elf Prozent erhöht hat. Hierfür liegen laut dem Kämmerer mehrere Gründe vor: Obwohl der Ansatz für die Gewerbesteuer in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr um 100 000 Euro niedriger angesetzt worden sei, müsse die Gemeinde eine „hohe Nachzahlung“ an Gewerbesteuerumlagen für das Jahr 2020 in Höhe von 16 770 Euro leisten. Zudem steige auch die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) in diesem Jahr um gut 11,8 Prozent an. Auch hierfür gibt es Gründe: Zum einen eine höhere Einwohnerzahl gegenüber dem Vorjahr und zum anderen erhöhte Personalkosten im VG-Haushalt in diesem und im nächsten Jahr, bedingt durch Mitarbeiter, die in Rente gehen und wegen der Einarbeitung der Nachfolger für eine begrenzte Zeit diese Stellen doppelt besetzt seien. Die Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushaltes betragen je gut vier Millionen Euro. Im Gegensatz zum Vorjahr ist hier ein signifikanter Rückgang um rund 1,1 Millionen Euro zu verzeichnen. Zur Finanzierung aller geplanten Investitionen ist nach Angaben von Koblechner ein Griff in die Rücklagen mit knapp 2,9 Millionen Euro notwendig. Bewusst habe man hierfür eine Kreditaufnahme nicht in Erwägung gezogen, da diese den Verwaltungshaushalt mit Zinszahlungen noch weiter belasten würde.

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Verpflichtungsermächtigungen seien in diesem Jahr mit 40 000 Euro vorgesehen und sollen für den Glasfaseranschluss der Verwaltungsräume eingesetzt werden. Diese Verpflichtungsermächtigung belaste dann bereits den Haushalt des kommenden Jahres, aber ohne diese Ermächtigung dürfe auch kein Bauantrag erteilt werden.

Gremium fällt einhelligen Beschluss

Insgesamt stark zurückgegangen sind die gemeindlichen Rücklagen ohne die Sonderrücklage „Kanalgebühren“: von rund 4,2 Millionen Euro zu Beginn des vergangenen Jahres auf voraussichtlich etwa 1,3 Millionen Euro zum Ende dieses Jahres. Der Haushalt für das laufende Jahr mit allen Ansätzen und Zahlen wurde einstimmig vom Gremium beschlossen. Der Beschluss für den Finanzplan und das Investitionsprogramm für die Jahre 2020 bis 2024 erfolgte ebenfalls einstimmig.

Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) lobte die Arbeit des Kämmerers und stellte fest, dass die Gemeinde sich weiterhin verstärkt um Wirtschaftlichkeit bemühen müsse, wo immer dies möglich sei. Momentan sei man „noch in der glücklichen Lage“, finanziell voll handlungsfähig zu sein, aber er befürchte, im Hinblick auf die Corona-Krise, dass „die Zahlen noch weiter einbrechen werden“.

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