Albaching findet: Fahrzeug ist wichtig für die Wasserrettung

Die Wasserwacht ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche mit ihren ehrenamtlichen Mitgliedern bereit, um bei Notfällen am und im Wasser professionell zu helfen – freiwillig und ehrenamtlich.dpa
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Die Wasserwacht ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche mit ihren ehrenamtlichen Mitgliedern bereit, um bei Notfällen am und im Wasser professionell zu helfen – freiwillig und ehrenamtlich.dpa

Albaching – „Die Feuerwehr kommt auch nicht mit dem privaten Fahrzeug zum Einsatzort“ – Sebastian Friesinger (GWA) fand bei der letzten Gemeinderatssitzung in Albaching vor den Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie deutliche Worte.

„Eine hervorragende Arbeit“ attestierte er der Wasserrettung. Die Gemeinde sollte dies bezuschussen, auch um ein Zeichen zu setzen, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit sei. Und tatsächlich: Nach intensiver Beratung und der Einholung zusätzlicher Informationen beschloss der Albachinger Gemeinderat in seiner Märzsitzung einstimmig, dem Kreisverband Rosenheim des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) einmalig 500 Euro für die Neuanschaffung eines Fahrzeugs für die Einsatzleitung zur Wasserrettung zu gewähren.

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Aufgrund eines Antrags des BRK-Kreisverbands Rosenheim vom Herbst letzten Jahres war dieses Thema in einer Sitzung Ende Januar schon besprochen, aber noch kein Beschluss gefasst worden. Der Vorsitzende des Bayerischen Gemeindetages hatte beim BRK noch um eine Stellungnahme zu verschiedenen Fragen, sowie um einen Finanzierungsplan gebeten. Beides liegt mittlerweile vor. In der Kreisverbandsversammlung des Bayerischen Gemeindetages war auch nochmals zu diesem Thema beraten worden. Dabei wurde mitgeteilt, dass der Landkreis Rosenheim keinen Zuschuss geben werde. Die Gemeinden müssten daher selbst entscheiden, ob sie einen solchen Beitrag leisten wollen.

Rein rechnerisch stelle sich die Situation so dar, erläuterte Bürgermeister Franz Sanftl (GWA): Die Gemeinden, die um einen Kommunalzuschuss ersucht worden seien, hätten zusammengenommen 49 048 Einwohner. Bei einer ungedeckten Finanzierungssumme von 15 884 Euro würde dies pro Einwohner etwa 32 Cent bedeuten, wobei sich für Albaching somit 568 Euro ergäben. Im Haushalt 2020 wäre ein entsprechender Betrag vorgesehen, so Sanftl weiter.

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Einen Blick warf der Gemeinderat auch auf die gewährten Zuschüsse umliegender Gemeinden: Dabei lag die Spanne zwischen 500 Euro, etwa von Ramerberg und Edling, bis zu 4000 Euro von der Stadt Wasserburg. Zudem hätte die Firma Meggle zwischenzeitlich diese Anschaffung der Wasserwacht mit einem Betrag von 10 000 Euro bezuschusst (wir berichteten).

Das Fahrzeug sei zwar bereits „in trockenen Tüchern“, konstatierte Bürgermeister Sanftl, aber „Albaching sollte sich auch nicht entziehen.“

7000 bis 8000 Euro sind noch offen bei der Finanzierung

Da Freddy Eisner, stellvertretender Vorsitzender des BRK-Kreisverbands Rosenheimin der Sitzung anwesend war, wurde ihm das Rederecht erteilt. Er erläuterte nochmals die Details zur Finanzierung des neuen Fahrzeugs; derzeit seien noch rund 7000 bis 8000 Euro „offen“. Hierbei sei die Firmenspende bereits berücksichtigt. Das Fahrzeug sei bereits beschafft, das Altfahrzeug aber noch nicht verkauft worden. Eine „Überfinanzierung“ werde es daher nicht geben, „da kann ich beruhigen“, fasste er zusammen.

Wäre theoretisch ein Einsatz mit Privatfahrzeugen zu Einsätzen möglich, wozu man dann eine Art Nutzungsentgelt erhalten könnte? Das sei früher so gemacht worden, habe sich aber als zu gefährlich herausgestellt und „ohne Blaulicht kommt man nicht durch“, vor allem, was den Stadtverkehr betreffe. Durch die von vielen Seiten signalisierte Unterstützung, auch finanzieller Art, „macht die Aufgabe auch wieder Spaß“, bedankte sich Eisner im Namen der Wasserwachtler.

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