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Ortschef Rudolf Schreyer klärt auf

Innovatives Großprojekt zur Wärmeversorgung: Albaching reagiert auf die Energiekrise - doch die Zeit drängt

Heizanlage Nummer 1 zwischen Schule und Alpichahalle noch vor der Fertigstellung.
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Heizanlage Nummer 1 zwischen Schule und Alpichahalle noch vor der Fertigstellung.
  • VonIrmi Günster
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Bürgermeister Rudolf Schreyer spricht sich für ein Fernwärmenetz in Albaching aus. Doch es eilt - aus einem ganz konkreten Grund.

Albaching – Für die Gemeinde Albaching ist die Umsetzung der Wärmeversorgung ein Großprojekt, aber wie Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) auf Anfrage erklärte, ein zukunftsträchtiges Unterfangen, bei dem es nicht darum gehe, etwas günstig zu schaffen, sondern etwas, das sich vor allem angesichts der derzeit enorm steigenden Energiepreise für die Gemeinde und ihre Bürger in der Zukunft auszahle.

Verlegung der Leitungen eilt

Die Wärme soll dabei von zwei Heizanlagen kommen, wobei Nummer 1 bereits bei der Alpichahalle steht und Nummer 2 in einer Art Vorplanung ist, und im Bereich des Sportplatzes gebaut werden soll. Beide Anlagen werden mit Hackschnitzeln betrieben. Über ein großflächiges Leitungsnetz soll die Wärme dann zu den Anschließern transportiert werden.

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In der Gemeinderatssitzung stellte Schreyer das Leitungskonzept vor, das noch eine Besonderheit beinhaltet: Um auch im Notfall eine Wärmeversorgung zu haben, soll über die Leitungen die Anlage an der Schule mit der beim Sportplatz zusammengeschlossen werden. Die Krux an der ganzen Sache: Die Verlegung der Leitungen eilt. Momentan sei die ehemalige Kreisstraße aufgrund der Umbauarbeiten schon geöffnet und man könne die Leitungen nun relativ leicht verlegen. Zu einem späteren Zeitpunkt müsste die Straße erneute aufgerissen werden. Rund 20 Bewerber habe man schon für den Anschluss an das Netz. Derzeit rechne die Gemeinde mit Kosten von rund 200.000 Euro für die Verlegung der Leitungen, die für die neue Heizanlage beim Sportplatz seien derzeit noch schwer abzusehen. Schreyer könnte sich aber Kosten in Höhe von eineinhalb Millionen Euro vorstellen. Spätestens in der nächsten Sitzung habe die Vergabe zu erfolgen, machte der Bürgermeister klar.

Im nichtöffentlichen Teil der letzten Gemeinderatssitzung hatte das Gremium aber bereits beschlossen, den Bau der Fernwärmeleitung für Anlage Nummer 2 von einem Fachunternehmen durchführen zu lassen. Hierfür wurde Schreyer mit der Ausschreibung beauftragt.

„Größenmäßig noch nicht dimensioniert“ sei Anlage Nummer 2. Im Herbst soll die Planung hierfür starten, erklärte Schreyer auf Nachfrage. Weiter in Richtung Innenbereich würden fast alle Anlieger der Frühlingstraße anschließen, für die Abzweigung zum Floriansweg lägen ihm auch schon zwei bis drei Anfragen vor, berichtete der Bürgermeister.

Aufgrund der Leitungslänge sinke die Wirtschaftlichkeit des Leitungsbaus in Richtung Ortsmitte stark. Der Gemeinderat habe dies aber so beschlossen, und „wenn wir das als Gemeinde nicht forcieren, passiert nichts“, machte der Bürgermeister auf Nachfrage klar. Für Betreiberfirmen wäre Albaching, auch aufgrund seiner Weitläufigkeit, nicht wirtschaftlich genug. An die Heizungsanlage 1 an der Alpichahalle würden vier Einheiten angeschlossen, darunter die Kirche und drei private Haushalte.

Anlage ist ausbaufähig

Ob es einen Nachteil gebe, wenn manche Bürger vielleicht erst in zwei Jahren anschließen, wollte Gemeinderat Andreas Heinz (GWA) wissen. Der Bürgermeister antwortete, dass man die Anlage idealerweise so gestalte, dass sie erweiterbar sei, beispielsweise mit der Installation eines zweiten Heizkessels. Genaueres müsse aber der Rat noch entscheiden. Zuerst sei die Situation eine andere und der Bedarf „nicht so da gewesen“, mittlerweile kämen beinahe täglich neue Anfragen hinzu. Möglicherweise habe der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen stark steigenden Energiepreise die Gedanken mancher Leute verändert, mutmaßte Schreyer. Es fielen keine Beschlüsse im Gemeinderat.

„Über eine Energiegenossenschaft nachdenken“

Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) sprach in der Gemeinderatssitzung auch noch ein anderes Thema an, das derzeit aber noch nicht im Vordergrund steht: In nächster Zeit müsse sich zeigen, ob als Betreiber für die Heizungsanlage Nummer 2 eine Firma gegründet werden könnte, die in jedem Fall von der Gemeinde unabhängig sein sollte. „Über eine Energiegenossenschaft nachdenken“ wollte in diesem Zusammenhang Ratskollege August Seidinger (GWA). Eine solche Genossenschaft sei nur eine von vielen Möglichkeiten, man sollte genau prüfen, welche für Albaching die passende sei, regte Rätin Brigitte Voglsammer (GWA) an.

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