Albaching auch im vergangenen Jahr schuldenfrei

Die Jahresrechnung 2019 präsentierte Kämmerer Bernhard Koblechner den Albachinger Gemeinderäten. dpa

Albaching – Zur Information wurde dem Albachinger Gemeinderat in seiner Aprilsitzung die Jahresrechnung 2019 vorgelegt, ein Beschluss war nicht zu fassen.

Eine der wichtigsten Zahlen des Kommunalhaushalts, die allgemeine Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt, belief sich auf 463 970 Euro. Dies seien um 354 878 Euro weniger als im Vorjahr 2018, erklärte Kämmerer Bernhard Koblechner. Im Ansatz sei eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 219 450 Euro vorgesehen gewesen, der damit um 244 520 Euro überschritten werden konnte. Insgesamt seien 2019 rund 1,2 Millionen Euro investiert worden, davon lediglich etwa 39 Prozent eigenfinanziert.

1,2 Millionen Euro imJahr 2019 investiert

In der allgemeinen Rücklage seien gegen Ende des vergangenen Jahres knapp vier Millionen Euro enthalten gewesen, allerdings ohne die Rücklage für die Feuerwehrfahrzeuge, so Kob- lechner weiter. Letztere habe sich Ende 2019 auf 234 599 Euro belaufen.

Für die Kanalgebühren konnten indes 42 054 Euro zurückgelegt werden. Die Rücklage für Investitionen in der Abwasserbeseitigung habe 36 842 Euro betragen.

Der Zuführungsbetrag an die allgemeine Rücklage habe gegen Ende 2019 rund 1,4 Millionen Euro gegenüber etwa 1,7 Millionen Euro im Vorjahr betragen. Falls in diesem Jahr alle geplanten Maßnahmen komplett umgesetzt würden, müssten aus der allgemeinen Rücklage über 2,1 Millionen Euro entnommen werden, stellte der Kämmerer in Aussicht. Immer noch Null Euro habe der Schuldenstand der Gemeinde betragen.

Düsterer fielen die Prognosen des Kämmerers bezüglich des Haushalts für das laufende Jahr aus: Demnach beliefen sich die derzeitigen Gewerbesteuereinnahmen im ersten Quartal lediglich auf rund 20 000 Euro. Grund sei eine hohe Gewerbesteuerrückzahlung.

Die Kreisumlageeventuell aussetzen

Wie sich die Corona-Krise auswirke, „muss man auch berücksichtigen“, so der Kämmerer weiter. Seiner Ansicht nach brächten Stundungen bei der Gewerbesteuer „gar nicht so viel“. Denn: „Was bringt es, wenn ich statt im Mai im August zahle?“, fragte er. Eine mögliche Aussetzung der Kreisumlage brachte Bürgermeister Franz Sanftl (GWA) ins Gespräch. Dies sei auch schon in anderen Kommunen diskutiert worden. Eventuell müsste man diesbezüglich „mit dem Landkreis reden“, so Sanftl. „Ich bin schon der Meinung: Es stockt momentan und sieht nicht so toll aus. Es wird aber weitergehen. Es ging immer irgendwie weiter“, sprach er sich und dem Gemeinderat Mut zu. Irmi Günster

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