Ärger über streikende Parkscheinautomaten in Wasserburg: Das ist zu tun

Bernhard Schuster aus Albaching stieß schon drei Mal in Wasserburg auf einen defekten Parkscheinautomaten und bekam letztlich einen Strafzettel. Doch wie handelt man richtig in so einem Fall?
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Bernhard Schuster aus Albaching stieß schon drei Mal in Wasserburg auf einen defekten Parkscheinautomaten und bekam letztlich einen Strafzettel. Doch wie handelt man richtig in so einem Fall?
  • Winfried Weithofer
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Parkscheinautomat kaputt: Und dann? Bernhard Schuster aus Albaching ärgert sich darüber, dass er mit einem Bußgeld bestraft wurde, obwohl er kein Ticket ziehen konnte.

Wasserburg –Bernhard Schuster aus Albaching hatte in jüngster Zeit drei Mal das Pech, in Wasserburg an defekte Parkscheinautomaten zu geraten. „Am Marienplatz habe ich eine Parklücke gefunden, bin zum Automaten marschiert, um einen Zettel rauszulassen, aber das hat nicht funktioniert“, berichtete der 66-Jährige unserer Zeitung. So habe er sein Auto ohne Ticket stehen lassen – und prompt einen Strafzettel kassiert. Dass er eine Parkscheibe hätte benützen können, um die Verwarnung zu vermeiden, habe er nicht gewusst. Der Fall landete vor dem Amtsgericht Rosenheim, das auf der Zahlungspflicht beharrte. Schuster sieht die Stadt in der Verantwortung, für die Funktionsfähigkeit der Automaten zu sorgen. „Wenn sie es nicht kann, sollte sie grundsätzlich das Parken mit Parkscheibe erlauben“, sagt er.

Parkautomaten sind 365 Tage im Jahr Witterung ausgesetzt

Dass bei den Parkscheinautomaten immer mal wieder Defekte auftreten können, räumt die Leiterin des Wasserburger Ordnungsamts, Claudia Schaber, durchaus ein: „Die Automaten stehen 365 Tage im Jahr bei jeder Witterung draußen. Da kann es zu technischen Pannen kommen“, sagt Schaber. Manchmal wolle der Apparat die Münzen nicht annehmen, manchmal liege der Fehler aber auch beim Benützer. „Wenn wir davon hören, dass etwas nicht funktioniert, schicken wir unseren Techniker sofort hin, damit er das Problem löst“, so Schaber weiter. Aber es sei zumutbar, zu einem anderen Automaten zu gehen, wenn sich der „in kurzer Distanz“ befinde.

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Zudem fänden bei der regelmäßigen Münzentleerung Routinekontrollen statt, auch das Überwachungspersonal schaue auf die Funktionsfähigkeit der Automaten. Und sie fügt hinzu, dass jeder Führerscheinbesitzer wissen müsse, dass man im Fall der Fälle eine Parkscheibe braucht.

Auf die Frage, wie man sich gegen eine Verwarnung wehren kann, die auf einen defekten Automaten zurückgeht, meinte Leiterin des Ordnungsamtes Wasserburg, man könne bei der Anhörung darauf hinweisen. „Dann wird der Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland uns kontaktieren und fragen, ob die Angabe richtig ist.“ Wenn die Bestätigung vom Techniker komme, könne das Verwarnungsgeld erlassen werden.

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