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Dem Müll den Kampf angesagt

Adventskalender aus Tetra Pak: Garser Grund- und Mittelschule lebt Nachhaltigkeit

Zum dritten Mal in Folge ist die Garser Grund- und Mittelschule als Umweltschule ausgezeichnet worden.
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Zum dritten Mal in Folge ist die Garser Grund- und Mittelschule als Umweltschule ausgezeichnet worden.
  • Kirsten Seitz
    VonKirsten Seitz
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Zum dritten Mal in Folge ist die Garser Grund- und Mittelschule als Umweltschule ausgezeichnet worden. Wie Nachhaltigkeit den Schulalltag prägt.

Gars – Ein afrikanisches Sprichwort sagt „Wenn an vielen kleinen Orten viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun, wird sich das Angesicht unserer Erde verändern“. Jeder einzelne für sich kann aktiv dazu beitragen, unseren Planeten zu einem besseren Ort zu machen. In der Grund- und Mittelschule Gars ist man sich dessen schon lange bewusst. Deshalb folgen hier auf Worte Taten. Themen wie Umwelt, Natur, Klima, Tierschutz und Soziales ist in der Bildungsstätte eine Herzenssache. Die Schüler und ihre Lehrer verfolgen nachhaltige Entwicklungsziele und engagieren sich aktiv für die gute Sache. Sie machten unter anderem bei der Earth Hour mit, sagen dem Müllproblem den Kampf an und haben ihre eigene Ackerschule, bei der sie Gemüse anpflanzen. Hier lernen die Kids nicht nur Mathe, Deutsch und Englisch, auch Umweltbewusstsein steht auf dem Programm.

Fleißig für den Umweltschutz unterwegs (vorne von links): Anna Stiller und Ben Bartels (2. Klasse) mit den Schülersprechern Ena Mujezin (hinten links, 10. Klasse) und Robert Weinl (hinten rechts, 9. Klasse).

Wegen des vorbildlichen Engagements wurde die Grund- und Mittelschule nun bereits zum dritten Mal in Folge zur „Umweltschule Europa“ ausgezeichnet. In die Hand genommen haben das vor allem die Mittelschullehrerinnen Sybille Pletz und Franziska Haider sowie die beiden Lehrerinnen Sabine Schmalzgruber und Kathrin Hohenwarter von der Grundschule. Ein Gemeinschaftsprojekt, bei der ab der ersten Klasse bis zur zehnten alle Schülerinnen und Schüler aktiv mitmachen.

„Wir haben uns über den Landesbund für Vogelschutz (LBV) für das Projekt beworben. Hier hat die Schule verschiedene Handlungsfelder zur Auswahl“, erzählt Petz. Die Schule hätte sich für die Themen „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und „Biologische Vielfalt in der Schulumgebung“ entschieden. Beim Projektthema „Maßnahmen zum Klimaschutz“ würden klimafreundliche Ideen umgesetzt - unter anderem durch den Verzicht auf Heftumschläge und Plastikeinbände. In der Weihnachtszeit würden die Schüler Adventskalender aus Tetra Paks basteln und Weihnachtsgeschenke nachhaltig verpacken. Außerdem helfe die Schule sozialen Einrichtungen, in dem sie Briefmarken, Brillen und leere Druckerpatronen sammeln und spenden. Auch das Thema Mülltrennung werde großgeschrieben und beim Rama Dama würden die Kids mit Greifer und Eimer losziehen und für eine saubere Umwelt sorgen, so die Mittelschullehrerin.

In der Aula gibt es Tauschregal mit Büchern, in einem Schaukasten wird das Thema „Spielzeug früher und heute“ verdeutlicht und wie sich die Langlebigkeit und das Plastikaufkommen im Laufe der Jahre verändert hat. „Wir führen unsere Projekte natürlich fort. Es muss immer eine Entwicklung erkennbar sein. Wenn man ausgezeichnet wird, gibt es eigentlich immer eine feierliche Übergabe. Aufgrund von Corona gab es dieses Jahr einen Life-Stream“, setzt Petz fort. Heuer hätten 624 Schulen in ganz Bayern die Auszeichnung erhalten. Im Landkreis Mühldorf durften sich die Grund- und Mittelschule Gars, sowie das Ruperti Gymnasium in Mühldorf darüber freuen.

Die Schüler würden bei diesem Projekt für viele Themen sensibilisiert: begrenzte Ressourcen, eigenes Konsumverhalten und Auswirkungen des eigenen Handels. Auch Tier und Natur stehen im Vordergrund: Die Schüler füttern Vögel im Winter, pflegen Nistkästen und bauen im Werkunterricht Futterhäuschen. Eine große Hilfe sei auch Hausmeister Robert Holzhammer, „die gute Seele unserer Schule“, sagt Pletz. „Auf ihn kann man immer zählen. Jeder, der unsere Projekte unterstützt ist ein echter Segen für uns“, sagt sie. Auch Rektorin Sabine Wichmann ist mächtig stolz auf ihr Schul-Teamstellen. „Die Lehrer bilden sich stetig fort, investieren enorm viel Freizeit dafür. Wir wollen, dass die Kinder bei uns fürs Leben lernen und das auch mitnehmen“, sagt Wichmann. „Wir überlegen uns jetzt schon wieder, was wir kommendes Schuljahr machen“.

Die Lehrer und Schüler hätten eine Menge toller Ideen, die nur noch umgesetzt werden müssen. Wer die Grund- und Mittelschule Gars bei ihren Projekten unterstützen möchte, kann sich gerne mit der Schulleitung in Verbindung setzen.

Das steckt hinter dem Projekt „Umweltschule Europa“

Das Projekt wurde 1994 in Hamburg ins Leben gerufen. Zu den Anfängen nahmen gerade mal acht Schulen daran teil. Heute zählt es zu dem größten Umweltprogramm an deutschen Schulen. Um die Auszeichnung „Umweltschule Europa“ zu erhalten müssen die teilnehmenden Schulen ein selbstentwickeltes Konzept zur Verbesserung ihrer Umweltverträglichkeit erfolgreich umsetzen. Eine Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie der Landesbund für Vogelschutz als Koordinator dieser Auszeichnung legen die Gewinner fest. Teilnehmen können alle Schulen europaweit. Inzwischen zählen rund 56.000 Schulen in 70 Ländern zu dem weltweiten Eco School Netzwerk, in das die Gewinner aufgenommen werden.

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