Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


So entschied der Gemeinderat

„Unfair“? Abwassergebühren in Rott werden neu kalkuliert - heftige Kritik an geplanter Regelung

Die Gebühren und Beiträge zur Entwässerung- und Abgabesatzung in der Gemeinde Rott sollen neu kalkuliert werden.
+
Die Gebühren und Beiträge zur Entwässerung- und Abgabesatzung in der Gemeinde Rott sollen neu kalkuliert werden.
  • VonRichard Helm
    schließen

Für die neue Kläranlage in Rott müssen die Gebühren neu kalkuliert werden. Die Verwaltung schlägt eine Zwei-Drittel-Rechnung für Hauseigentümer vor. So sieht das der Gemeinderat.

Rott – Für die neue Kläranlage hat die Gemeinde eine externe Firma beauftragt, die Geschoßflächen der Haushalte neu zu ermitteln. Die Gebühren und Beiträge zur Entwässerung- und Abgabesatzung sollen neu kalkuliert werden.

Als Beitragsmaßstab werden die Geschossflächen nach den Außenmaßen der Gebäude herangezogen. Keller fließen mit der vollen Fläche ein. Dachgeschosse werden nur angerechnet, wenn sie ausgebaut sind. Das hat zur Folge, dass das Dachgeschoss ausgemessen werden muss.

Vereinfachung der Berechnung

Dazu schlug die Verwaltung eine Vereinfachung vor: Die Hauseigentümer müssten nur angeben, ob sie ein ausgebautes Dachgeschoss hätten. Dann sollen die Flächen unter dem Dach mit zwei Drittel der Fläche des darunterliegenden Geschosses nach dem Außenmaß des Gebäudes herangezogen werden. Das habe den Vorteil, dass die Erfasser das Haus nicht besichtigen müssten und für den Eigentümer werde es günstiger, da nur zwei Drittel gerechnet werden.

Allerdings sahen dass die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung nicht so. Hans Kirschbaum (RF) hielt das für unfair. Manche hätten nur einen Kniestock. Die beauftragte Firma solle das Dachgeschoss exakt vermessen. Er warf dem Unternehmen Faulheit vor. Hans Gilg (BfR) gab ihm recht. Sebastian Mühlhuber (CSU) hielt diese Regelung bei nur einem Teilausbau ebenfalls für unfair.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Seine Fraktionskollegin Marie-Luise Saller gab zu bedenken, dass bei großen Bauernhöfen oft nur ein Teil unter dem Dach ausgebaut werde und die Betroffenen dann zwei Drittel der ganzen Wohnfläche darunter bezahlen müssten.

Matthias Ganslmaier (BfR) meinte, bei seinem Neubau sei schon alles vermessen worden. Das bestärkte Gilg und führte an, dass normalerweise Baupläne der Häuser vorhanden wären, wo alle Maße eingezeichnet wären.

Beschluss fast einstimmig

Josef Kirchlechner (BfR) fand auch, dass das Vorhaben viele Ungerechtigkeiten beinhalte und schlug vor, es bei der alten Maßstaberhebung zu belassen. Der Vorsitzende der Sitzung, zweiter Bürgermeister Alfred Zimpel (BfR) wandte ein, dass die Zwei-Drittel-Anrechnung des Dachgeschosses vielen Hauseigentümern entgegenkomme. Sebastian Mühlhuber (CSU) war dafür, die Erhebung einmalig durchzuführen und bei der bisherigen Berechnung des Maßstabs zu bleiben.

Der Beschluss fiel klar aus. Der Gemeinderat erklärte sich mit einer Gegenstimme gegen die Neufassung der Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung. Zur Wasserabgabesatzung wiederholte sich dieser Beschluss.