Abschluss an der Förderschule Wasserburg: Corona-Jahrgang schenkt ein Kunstwerk

Die jungen Künstler (Bild von links) Sebastian, Maurice, Armando, Quirin, Mathias, Hasan, Aalhiya, Sabrina, Carmela, Korbinian, Florian sowie (nicht auf dem Bild) Elias und Timo präsentierten stolz ihr Werk im Pausenhof – gemeinsam mit den beteiligten Lehrkräften Jürgen Scheller und Andrea Rieger (ganz links).
+
Die jungen Künstler (Bild von links) Sebastian, Maurice, Armando, Quirin, Mathias, Hasan, Aalhiya, Sabrina, Carmela, Korbinian, Florian sowie (nicht auf dem Bild) Elias und Timo präsentierten stolz ihr Werk im Pausenhof – gemeinsam mit den beteiligten Lehrkräften Jürgen Scheller und Andrea Rieger (ganz links).

Nachhaltig in Erinnerung bleiben wir der Jahrgang 2020 an dm sonderpädagogischen Förderzentrum Wasserburg. Er schenkte der Schulfamilie ein Kunstwerk.

Wasserburg – Leider nur im kleinen Rahmen konnten dieses Jahr die drei Schülerinnen und zehn Schüler der 9. Klasse an der ‚Schule im Englischen Institut SFZ Wasserburg“ verabschiedet werden. Im historischen Theatersaal erhielten sie ihre Abschlusszeugnisse.

Neun Jugendliche freuten sich über die bestandene Prüfung beim theorieentlasteten Mittelschulabschluss, vier haben die Abschlussprüfung im Bildungsgang „Förderschwerpunkt Lernen“ geschafft. Vor allem aber mit ihrem Kunstprojekt werden sie wohl noch länger an der Schule in Erinnerung bleiben.

Unter dem Motto „Wer glücklich sein will, braucht Mut! Mut zur Veränderung, neue Brücken zu bauen, alte Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen!“ stand die Abschlussrede von Schulleiter Johannes Kaspar. Um seine Botschaft plastisch werden zu lassen, überreichte er den Schülerinnen und Schülern des sonderpädagogischen Förderzentrums Wasserburg symbolisch eine CD aus Schokolade.

Man könne, verglichen mit dem Leben, nicht sofort erkennen, was komme, erst das Abspielen zeige das zunächst Verborgene auf, so Kaspar. Das Präsent sollte auch alle daran erinnern, dass, wie auf einer früher üblichen Schallplatte, das Leben Rillen und Spuren hinterlasse, denen man sich nicht verschließen könne.

Appell: den Mut haben, individuelle Wege zu gehen

Klassenleiterin Andrea Rieger forderte ihre Schülerinnen und Schüler auf, den Mut zu haben, auch individuelle Wege zu gehen – Wege, die zu einem glücklichen und zufriedenen Leben führen sollten. Diese müssten auch nicht immer den Erwartungen anderer entsprechen, sondern für den Einzelnen passend sein, betonte sie.

Vom Elternbeirat bekamen alle schließlich mit ihren Zeugnissen traditionsgemäß auch eine Dokumentenmappe zur Aufbewahrung ihrer künftigen, wichtigen Unterlagen geschenkt.

Da im Vorfeld der Feier wegen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie die geplante Italienfahrt ausfallen musste, hatten die Abschlussklasse die zusätzliche Zeit an der Schule genutzt und mit ihrem Werklehrer Jürgen Scheller ein persönliches Kunstwerk geschaffen, das künftig den Pausenhof des Förderzentrums zieren wird.

Aus Schwemmholz, jeweils einer Metallstange und den Resten des zerteilten Maibaumes hieß es dabei, aus etwas Altem Neues aufzubauen. Dabei legten die jungen Künstler Sebastian, Maurice, Armando, Quirin, Mathias, Hasan, Aalhiya, Sabrina, Carmela, Korbinian, Florian sowie Elias und Timo viel Symbolik betreffs ihres künftigen Lebensweges in die entstandenen Werke. Sie wurden in der letzten Schulwoche vor den großen Sommerferien gemeinsam mit den beteiligten Lehrkräften Jürgen Scheller und Andrea Rieger stolz präsentiert. Karlheinz Rieger

Kommentare