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Abschied von Lorenz Wagenspöck, dem „Wirt z`Reischam“

Lorenz Wagenspöck
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Lorenz Wagenspöck

Nach einem arbeitsreichen und zufriedenen Leben verstarb mit dem ehemaligen Gastwirt und Postboten Lorenz Wagenspöck eine weitum bekannte, geschätzte und angesehene Persönlichkeit.

Reichertsheim – Geboren am Heilig-Drei-Königtag 1932 wuchs er mit vier Geschwistern in Saueröd auf. Nach dem Schulbesuch in Reichertsheim wurde seine Arbeitskraft auf dem elterlichen Hof gebraucht, da sein Vater erkrankte und früh verstarb. Ab 1958 bis zu seinem Ruhestand 1996 arbeitete er mit Leidenschaft und Charme bei der Deutschen Bundespost als Zusteller. Bis 1974 bewältigte er seine Dienstgänge in dem äußerst hügeligen Gelände von Reichertsheim und auf dem Kronberg mit dem Fahrrad.

1957 heiratete er die Reichertsheimer Wirtstochter Hildegard Klinger und wurde damit Gastwirt. Aus der Ehe gingen drei Töchter und zwei Söhne hervor. Auf seine Kinder, Enkel und Urenkel war er sehr stolz. Schwere Schicksalsschläge waren für ihn, dass seine geliebte Ehefrau nach langer Krankheit im Jahr 1985 und sein Sohn Lorenz viel zu jung im Jahr 2015 verstarb. Umso mehr freute es ihn, als er im Jahr 2006 die Gastwirtschaft an seinen Sohn Matthias übergeben und dieser und seine Ehefrau Monika den traditionsreichen „Wirt z’Reischam“ weiterhin betreiben. Nach einem Sturz und Schlaganfall im Jahr 2013 fand er Aufnahme im Seniorenheim „St. Kunigund“ in Haag, in dem er gerne war.

Seine Gaben der Besonnenheit, der Sinn für Gerechtigkeit, die Ruhe auch in schwierigen Situationen, die Offenheit gegenüber jungen Menschen, der Humor und dass er für jeden Menschen ein gutes Wort finden konnte, kamen ihm besonders als Wirt zugute.

+++ Todesanzeigen finden Sie auf unserem Trauerportal. Weitere Nachrufe aus der Region finden Sie hier. +++

Freude bereitete ihm die Musik. Er war leidenschaftlicher Quetschenspieler und spielte in jungen Jahren auch Schlagzeug in einer Kapelle. Er liebte seinen Garten, fuhr gerne Fahrrad und schwamm gerne. Nachdem er 1991 seine Resi kennengelernt hatte, verbrachte er mit ihr einige Urlaube und Ausflüge.

Lorenz Wagenspöck hatte auch ein großes Herz für die Vereine, deren Mitgliedern er in seinem Hause er immer freundschaftlich und aufgeschlossen aufwartete. Er war Gründungs- und Ehrenmitglied der Lorenzischützen, die ihm, wie Schützenmeister Roman Kropf in seinem Nachruf ausführte, viel verdanken.

In seiner Grabansprache würdigte Peter Huber für den Sportverein den Herbergsvater der Sportler. 72 Jahre war Lorenz Wagenspöck Mitglied des Trachtenvereins, in jungen Jahren auch aktiv als Plattler und Theaterspieler und sah die Trachtler immer gerne in seinem Haus, was Vorstand Gust Grundner in seinen Worten am Grab heraushob. Über die mehr als siebzigjährige Mitgliedschaft als Sodale und seine persönlich guten Erfahrungen mit dem Verstorbenen als Wirt sprach der ehemalige Obmann der Marianischen Männerkongregation Sepp Reindl am Grab.

Den Seelengottesdienst, der im Familienkreis in der Pfarrkirche gefeiert wurde, zelebrierte Pfarrer Pawel Idkowiak. Erstmals konnte im Friedhof, selbstverständlich unter Beachtung der Corona-Regeln, wieder eine umfangreiche Trauergemeinde Abschied nehmen. Das fand ihren Ausdruck darin, dass neben der Familie auch Freunde, Nachbarn, Bekannte und die Fahnenabordnungen der Lorenzischützen, der Freiwilligen Feuerwehr, der Krieger- und Soldatenkameradschaft, des Trachtenvereins und der Männerkongregation, sowie eine Bläsergruppe der Trachtenblaskapelle Ramsau dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen.

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