Abschied von einem engagierten Maitenbether: Trauer um Alfred Stoiber

Alfred Stoiber.

Alfred Stoiber war eine bekannte Maitenbether Persönlichkeit. Nicht nur beruflich, sondern auch im Dorf- sowie im Vereinsleben war er sehr engagiert. Nun ist er im Alter von 75 Jahren verstorben.

Von Lorenz Richterstetter

Maitenbeth – Pfarrer Marek Kalinka zelebrierte auf auf dem Maitenbether Kirchenfriedhof die Trauerfeier, Mitglieder der Blaskapelle Albaching und Susanne Buchholz umrahmten sie musikalisch. Eine Beerdigungsmesse wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, den Termin geben die Angehörigen rechtzeitig bekannt.

Alfred Stoiber wurde am 17. Februar 1945 bei seiner Tante in Winden geboren, weil es dort gegen Ende des zweiten Krieges ruhiger war als zu Hause bei seinen Eltern, dem Viktualienhändler-Ehepaar Rosalia und Martin Stoiber. Alfred Stoiber wuchs mit drei Schwestern und zwei Brüdern auf dem elterlichen Betrieb in Maitenbeth auf.

In Winden geboren

Nach der Schule lernte er bei der Firma Eicher in Forstern Maschinenschlosser und war dort später Lehrlingsausbilder für Dreher und Fräser. Zwischenzeitlich leistete er seinen Wehrdienst in Kempten ab. Nach dem Verkauf des Eicher-Werkes im Jahre 1973 an Krauss Maffei stieg er zum Leiter der Lehrwerkstatt auf und übte diese Funktion bis 1978 aus. Danach wechselte er innerhalb der Firma Krauss Maffei von Forstern nach München und war dort zunächst auch als Ausbildungsmeister tätig. 1991 wurde er Sicherheitsmeister in der Abteilung Arbeits- und Gesundheitsschutz und übte diese Tätigkeit bis zum Eintritt in den Vorruhestand im Jahr 2004 aus.

Zwei Söhne, eine Tochter und Sieben Enkelkinde

1974 heiratete Alfred Stoiber in der Maitenbether Pfarrkirche Marianne Kirchmaier. Die Hochzeitsfeier fand im Gasthaus Stangl in Marsmaier statt. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor, sieben Enkelkinder folgten.

Zur Trauer-Anzeige von Alfred Stoiber

Alfred Stoiber hat sich in der Gemeinde Maitenbeth immer in hohem Maße aktiv am Vereinsleben beteiligt und sich stets auch ehrenamtlich engagiert. Seit 1979 war er erster Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft und ist Gründungsmitglied der Reservistenarbeitsgemeinschaft. Von 1982 bis 2012 war er im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth, von 1992 bis 2009 als Vorsitzender. Während seiner 30-jährigen Amtszeit wirkte er bei der Fusion der Raiffeisenbank Maitenbeth mit der Raiffeisenbank Haag im Jahr 1988 sowie bei der Fusion mit der Raiffeisenbank Gars im Jahr 1997 vorausschauend mit.

Das Wetterläuten eingeführt

Alfred Stoiber war 28 Jahre lange Mitglied des Pfarrgemeinderates, davon vier Jahre als erster Vorsitzender und weitere vier Jahre als stellvertretender Vorsitzender. Er war Wortgottesdienstleiter, Lektor und Kommunionshelfer.

Seit 1993 hat er seine Frau Marianne aufopferungsvoll bei der Durchführung der Maitenbether Mesner-Tätigkeiten unterstützt und dabei auch das Wetterläuten in Maitenbeth eingeführt. Viele Gemeindebürger haben immer sehnsüchtig darauf gewartet, wenn Gewitterwolken aufgezogen sind, weil sich diese beim Läuten meist schnell wieder verzogen haben.

Bei der Feuerwehr Maitenbethstand Alfred Stoiber bei Festlichkeiten viele Jahre lang hinterm Grill und beteiligte sich auch bei der jährlichen Sammlung für die Kriegsgräber immer aktiv.

Fußballer beim FC Maitenbeth

In jungen Jahren war Alfred Stoiber Ministrant, hat für den FC Maitenbeth lange Zeit Fußball gespielt und auch mit Begeisterung auf der Theaterbühne gestanden. Der sonntägliche Frühschoppen beim Boschner war genauso eine feste Einrichtung für ihn wie regelmäßige Schafkopfrunden. Er war bis zuletzt leidenschaftlicher Anhänger des FC Bayern München.

Lesen Sie auch: Der Corona-Ticker – Aktuelle Entwicklungen zu Covid-19 in der Region, Bayern und der Welt

Mit Beginn des laufenden Jahres ging es gesundheitlich mit ihm aber kontinuierlich bergab. Zunächst musste er sich im Februar einer Nierenoperation unterziehen, im März erlitt er einen Schlaganfall und musste notoperiert werden, anschließend war er wegen Corona sieben Wochen fast völlig abgeschottet auf Reha in Bischofswiesen.

Wieder zu Hause verschlechterte sich sein Gesundheitszustand bald wieder so sehr, dass er erneut ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, wo er am 1. Juli friedlich einschlief.

Kommentare