Ablagerungen machen Probleme

Mit hohem Aufwand wird der Schlamm aus dem Becken entfernt.
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Mit hohem Aufwand wird der Schlamm aus dem Becken entfernt.

Amerang – Um zu vermeiden, dass Sand ins Getriebe der Ameranger Kläranlage kommt, beschloss der Gemeinderat einstimmig die Anschaffung eines Sandwäschers für 38 000 Euro.

Die vorhandenen Einrichtungen sind laut Verwaltung erneuerungsbedürftig. Konstruktionsbedingt gelangt derzeit ein Teil der einge tragenen Sandfracht mit dem Schmutzwasser in den biologischen Anlagenteil und setzt sich vor allem im Belebungsbecken ab. Der Schlamm kann nur mit hohem Aufwand entnommen und gesondert entsorgt werden. Hierfür muss das Belebungsbecken während des Betriebs geleert werden.

Knackpunkt ist der sogenannte Belebtschlamm, der in einem aufwendigen Verfahren zwischengelagert wird. Dieser ist mit Bakterienmasse angereichert und mit anderen Mikroorganismen für die Reinigung des Abwassers erforderlich. Der im Wasser transportierte Sand führt zu abriebbedingten Schäden an den Aggregaten der Anlage. Im Rahmen der erforderlichen Erneuerung des Sandfangs kann laut Verwaltung eine Verbesserung durch den Einbau eines „Sandwäschers“ erreicht werden.

Das im Sandfang erfasste Schmutzwasser-Sandgemisch wird getrennt und die organischen Bestandteile ausgewaschen. Der gereinigte Sand wird separat in Transportbehälter eingelagert. Nach Herstellerangaben ist er so rein, dass er beispielsweise im Tiefbau wieder verwendet werden kann. Vergleichbare Kläranlagen neuerer Bauart sind bereits von Haus aus mit ähnlichen Anlagen ausgestattet. ca

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