Nachruf

64 Jahre lang keine Chorprobe verpasst: Alois Fruth aus Maitenbeth mit 81 Jahren verstorben

Alois Fruth †
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Alois Fruth †
  • vonLorenz Richterstetter
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Mit einem Trauergottesdienst und anschließender Beerdigung im engsten Familienkreis wurde Alois Fruth, der im Alter von 81 Jahren verstorben ist, in Mittbach würdig verabschiedet.

Maitenbeth – Alois Fruth wurde am 10. Mai 1939 in Giesering auf dem Grabe-Anwesen geboren und ist dort zusammen mit einem Bruder und zwei Schwestern auch aufgewachsen. Angesichts der Wirren des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit war sein Leben schon in jungen Jahren geprägt von viel Arbeit und Entbehrungen. Mit 16 Jahren hat er eine Lehre als Holzmacher begonnen und die Berufsschule in der Laubau bei Rupolding besucht.

Schon 1956 trat er dem Kirchenchor bei und hat dort 64 Jahre lang mit Begeisterung gesungen und kaum eine Chorprobe ausgelassen.

40 Jahre beim Forstamt Wasserburg

1965 lernte er seine erste Frau Martina kennen und hat sie im selben Jahr geheiratet. Ein Sohn kam zur Welt. Bald nach der Geburt ist seine Frau Martina verstorben. 1971 lernte er dann seine zweite Frau Anna kennen und heiratete sie. Aus der Ehe gingen ein Sohn und Tochter hervor. Am Grabe trauerten vier Enkelkinder.

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Bis zum Renteneintritt arbeitete er insgesamt 40 Jahre beim Forstamt Wasserburg. Die schwere Arbeit ist nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Zwei neue Hüften, ein kaputtes Knie und kaputte Bandscheiben waren die Folge.

Neben der Arbeit im Forst hatte er auch noch seinen kleinen Bauernhof zu bewirtschaften. Aber diese Arbeit hat gerne gemacht, denn Tiere und die Natur haben ihm immer viel bedeutet. So hat er sich auch stets Zeit genommen, seinen Obstgarten zu pflegen.

Er liebte die Bienen

Viele Jahre war er Mitglied beim Obst- und Gartenbauverein Maitenbeth und hat dort stets aktiv am Vereinsleben teilgenommen.

Erst 1997 mit dem Eintritt in die Rente und der Übergabe des Hofes konnte er nach all den arbeitsreichen Jahren das Leben richtig genießen und unternahm mit seiner Frau viele Busausflüge in europäische Länder und in die Berge.

Eine seiner großen Leidenschaften waren immer die Bienen, von denen er teilweise bis zu einer Million betreute. Seinen ganzen Lebensrhythmus hat er mit dem Renteneintritt oftmals nach seinen Bienen ausgerichtet. Er war viele Jahre Vorstand vom Bienenzuchtverein Isen und hat in dieser Zeit viele Fortbildungen und Märkte besucht.

Sein Honig ist heute noch über die Grenzen von Giesering hinaus bekannt. Die Bienen haben ihm auch immer wieder den Antrieb gegeben, trotz Krankheit nicht aufzugeben.

Alois Fruth war Fahnenträger bei der Freiwilligen Feuerwehr Mittbach, ein Künstler am Schweißapparat, ein Bastler und Tüftler. Er war ein gutmütiger, sanfter, ruhiger und zuverlässiger Mensch, der immer geholfen hat und für andere da war.

Ein schweres Herzleiden hat ihn zuletzt wieder eingeholt. Daran ist er im Krankenhaus Ebersberg verstorben.

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