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In alten Bänden geblättert

40 Millionen Mark kostete der Umbau der B15, berichtete die Wasserburger Zeitung vor 25 Jahren

Sorgt heute noch für Protest: Das Thema B15.
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Sorgt heute noch für Protest: Das Thema B15.

40 Millionen Mark kostet der Umbau der B15, als nächstes steht eine neue Bahnunterführung an. Fahrvergnügen ist laut den Wasserburger Tankstellen auch mit bleifreiem Sprit möglich – immer unverzichtbarer werden für ihre Existenzsicherung die angegliederten Kleinläden. Dies und mehr stand vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung.

Von Laura Hofner

Wasserburg und die Welt – Schon seit Herbst wird kräftig gearbeitet – jetzt geht es an das Kernstück des weiteren Ausbaus der Bundesstraße 15 zwischen Rosenheim und Haag: Die Bagger haben mit den Vorarbeiten für die Bahnuntertunnelung nördlich von Hochstätt begonnen. Rund 40 Millionen Mark investiert der deutsche Steuerzahler in die Verbesserung der Bundesstraße, die im Sommer 1998 abgeschlossen sein soll.

Dann ist nur noch ein kurzes Stück bei Rott-Lengdorf im alten Zustand. Mindestens 7,50 Meter Straßenbreite, fast durchgehend Begleitwege für Landwirtschaft und Radler und eine Entschärfung der Kurven und Steigungen sind wichtige Verbesserungen. Kernstück ist die Umgehung von Schechen und Hochstätt, wo auf rund vier Kilometern eine völlig neue Trasse entsteht. Allein hierfür sind acht Brücken erforderlich, um Graben zu überqueren und Wirtschaftswege kreuzungsfrei zu halten.

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Das schwierigste Problem aber bringt die Bahnlinie. Zuerst wird eine Brücke für die Bahngleise gebaut, danach in die Tiefe gegraben. Weil das Grundwasser hier sehr hoch ist, benötigt man eine 82 Meter lange wasserdichte Wanne für die Autos. Aus ihr muss später das Regenwasser nach oben gepumpt werden, sonst würde das dichte Bauwerk „absaufen“.

Nur noch bleifrei

Jetzt gibt es auch bei der Aral-Tankstelle in der nördlichen Burgau nur noch bleifreien Sprit. Shell hat das Blei schon vor einem halben Jahr aus den Zapfsäulen verbannt, die umliegenden Tankstellen ziehen nach. Schon länger zeichnet sich aber auch ein anderer Trend ab: Immer wichtiger werden die an die Tankstelle angegliederten Läden.

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Bei Shell macht der Laden laut Tankwart Johann Huber trotz der geringen Größe einiges vom Umsatz aus. Seiner Meinung nach könne heutzutage eine Tankstelle ohne Geschäft nicht mehr überleben. Auch Katharina Fellner von der Aral-Tankstelle glaubt, dass ohne Nebenverkauf keine Existenz möglich sei. Die Mineralölkonzerne würden den Inhabern der Tankstelle sogar nahelegen, sich zusätzliche Einkommensquellen, wie Waschanlagen, zu sichern.

Weitere Meldungen

Weitere Meldungen in der Woche vom 12. bis zum 18. April 1996:

Köln – Die Inhaber vieler mittelständischer Betriebe haben nach Einschätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Probleme, geeigneten Führungsnachwuchs zu finden. In 300 000 Klein- und Mittelbetrieben werde der Chef in den kommenden fünf Jahren ausscheiden. Nur in vier von zehn Fällen seien die Kinder des Inhabers aber interessiert, den Betrieb zu übernehmen. Düsseldorf – Mindestens 18 Tote und 30 Verletzte sind die vorläufige Bilanz eines Brandes auf dem Düsseldorfer Flughafen, der aus bisher ungeklärten Gründen in einem Blumenladen ausbrach. Die Polizei erklärte, die Todesursache seit vermutlich das Einatmen giftiger Gase. Vor dem Flughafen wurde zur Versorgung der Verletzten ein Feldlazarett aufgebaut.

„Du Preiß“ ist keine Beleidigung

Verona – In der geplanten Einheitswährung „Euro“ soll die kleinste Münzeinheit „Cent“ heißen. Darauf einigten sich die Finanzminister der Europäischen Union in Verona. Weiterhin wurde beschlossen, dass die Münze auf einer Seite einheitlich gestaltet, auf der anderen Seite mit nationalen Symbolen versehen werden soll. Herausragende Persönlichkeiten der Geschichte sollen dabei gewürdigt werden.

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Peking – Eine chinesische Expedition will den Mount Everest vom Müll säubern. Das 50-köpfige „Ramadama“-Team, bestehend aus Bergsteigern, Wissenschaftlern und Journalisten, will am internationalen Tag der Umwelt das Basislager des höchsten Berges der Welt erreichen. Dort wolle die Gruppe vier Tage aufräumen und zur Erinnerung an ihre Bemühungen anschließend ein Monument errichten.

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München – Die Anrede „Du Preiß“ ist keine Beleidung. Ein als „Preuße“ angesprochener Mitbürger könne das als feindselig empfinden, seine Ehre werde dadurch aber nicht berührt, urteilte ein Münchner Amtsrichter. Der Angeklagte ist dennoch wegen Beleidigung zu 2000 Mark Strafe verurteilt worden – er hatte einen Polizisten nicht nur als „Preiß“ tituliert, sondern hinzugefügt: „Du gehörst zum Psychiater, du Arschloch.“

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