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ABSCHIED GEFEIERT

39 Mittelschüler aus Gars sind nun „auf dem Weg ins Leben“

Szenisches Spiel: „Ein ganz normaler Homeschooling-Tag in der 9a - dargestellt von Lehrern. Am Rednerpult befindet sich die Klassenleiterin der 9a Kathrin Oßner.
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Szenisches Spiel: „Ein ganz normaler Homeschooling-Tag in der 9a - dargestellt von Lehrern. Am Rednerpult befindet sich die Klassenleiterin der 9a Kathrin Oßner.
  • VonBruno Münch
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Ein Sommertag mit „Kaiserwetter“ war es, an dem Rektorin Sabine Wichmann 39 Absolventinnen und Absolventen der Mittelschule Gars in einer mit Musik und Kleinkunst umrahmten Feierstunde „auf den Weg ins Leben“ entließ.

Gars – Zu Beginn hatten sich Eltern, Verwandte, Lehrer und die Abschlussschülerinnen und -schüler in festlicher Garderobe zum Gottesdienst in der Pfarrkirche eingefunden, wo sie Dekan P. Ulrich Bednara begrüßte und ihnen aus der alttestamentlichen Josephsgeschichte Zuspruch für ihr Leben mitgab.

Zaubertricks und Festreden

In der geschmückten Turnhalle der Mittelschule traf man sich anschließend zur Feierstunde, die ein buntes Programm bot: Zaubertricks, Festreden, ein amüsantes Schüler-Panoptikum, ein szenisches Sprechstück sowie Gesang und Instrumentalstücke mit Klavier, Trompete, Geige und Gitarre, dargeboten von Lehrerinnen und Schülern, wetteiferten um den Applaus des Publikums.

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Zu Beginn widmete der Vorsitzende des Schulverbands, Bürgermeister Christian Seidl (FWG Unterreit) den Geehrten seine Grußworte und lobte die gute Zusammenarbeit aller Mitglieder der Schulfamilie.

Dem Lehrbetrieb der vergangenen Jahre und der Leistung von Lehrern und Schülern zollte er Respekt in den trotz guter Schulausstattung „schwierigen“ beiden vergangenen Schuljahren. Nach herzlicher Verabschiedung der Reinigungskraft Christa Eib, die etwa 35 Jahren als „Urgestein“ zur Schule gehört habe, rief er den Abschlussschülerinnen und – schülern zu: „Ihr seid’s mit Abstand die Besten!“

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Auch Schulleiterin Wichmann würdigte den angesichts der coronabedingten Vorschriften und Verbote der Vergangenheit besonderen Einsatz der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und Lehrer. Ausdrücklich dankte sie Kathrin Oßner und André Schumann, die die Klassen 9a und 10aM zum Abschluss geführt hatten.

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Ihre Schülerinnen und Schüler könnten stolz auf sich sein, gleichgültig, ob sie nun die Schule mit dem regulären, dem Qualifizierendem oder dem Mittleren Schulabschluss (MSA) [früher: Mittlere Reife] verließen. „Distanz -, Wechsel- und Präsenzunterricht, ihr habt alle Unterrichtsformen erlebt!“ Und sie forderte auf, das Positive zu sehen: „Vielleicht lag ja ein Vorteil der Pandemie darin, dass ihr selbstständig, aus eigener Initiative und flexibel handeln musstet. Solche Schlüsselqualifikationen werden euch sicher im zukünftigen beruflichen Leben helfen.“

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Als erfreulich bezeichnete Wichmann es, dass alle Schüler schon berufliche Zielsetzungen haben. Diese sind, wenn man beide Klassen betrachtet, in etwa gleich auf „soziale“, „technische“ Berufe und das „Handwerk“ ausgerichtet.

Etwas mehr als ein Viertel der Absolventen möchte weiterführende Schulen besuchen. Wichmann schloss mit den Worten: „Geht selbstbewusst in die nächste Phase eueres Lebens, zeigt was ihr könnt, haltet Widerstände aus, und lasst euch nicht unterkriegen!“

Mit Schlitzohrigkeit im Homeschooling

Den unterhaltsamen Höhepunkt der Feier bot zweifelsohne ein szenisches Spiel zum „Homeschooling“, das vor allem von witzigen Dialogen und Situationskomik lebte: Das höchst amüsierte Publikum konnte „live“ miterleben, wie das halbe Lehrerkollegium auf der Bühne mit den Tücken der Technik und so mancher Schlitzohrigkeit der im elterlichen Wohnzimmer per Distanzunterricht „beschulten“ Adressaten pädagogischen Bemühens zu kämpfen hatte.

Am Ende bekamen alle jungen Leute von ihren Lehrkräften persönlich ihre Zeugnisse überreicht, und eine (langstielige) Rose gab es noch dazu.

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Das sagen die 4 Besten:

Laura Hohenadler (16), 1,2 (Mittlerer Schulabschluss):

Für meinen Erfolg war mir wichtig, immer gut aufzupassen und auch viel zu lernen, dazu braucht man Ehrgeiz und Disziplin, und beides hatte ich. Ausgleich habe ich immer im Kontakt zu Freunden und im Sport gefunden, z.B. beim Volleyball, Skifahren, Schwimmen und Tennis. Nächstes Jahr gehe ich auf die Fachoberschule in Wasserburg, nach der Fachhochschulreife möchte ich zur Luftwaffe der Bundeswehr gehen.

Michael Seidl (15), 1,3 (Quali): Ich denke, um Erfolg zu haben, muss man sich Zeit nehmen und lernen können. Ich habe im Unterricht aufgepasst, so ist mir das Lernen leichter gefallen. Jetzt werde ich eine Bäckerlehre in Kraiburg machen und anschließend noch eine Konditorlehre. Beide Berufe will ich mit der Meisterprüfung abschließen und dann Berufsschullehrer werden, denn ich stelle es mir schön vor, Menschen zu helfen und ihnen etwas beizubringen.

Jonie Bucks (17), 1,3 ( Mittlerer Schulabschluss):

Zum Glück ist mir Lernen immer leicht gefallen und im Unterricht habe ich aufgepasst, dabei lernt man am meisten. Kontakte zu Freundinnen und Freunden habe ich trotzdem nicht vernachlässigt. Demnächst besuche ich die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung in Mühldorf. Nach dem Abschluss als Hauswirtschafterin möchte ich in München die zweijährige Ausbildung zur Fachlehrerin für Sport und Soziales absolvieren.

Elisa Zimmermann (16), 1,3 (Mittlerer Schulabschluss):

Zu meinen Erfolg kam ich durch intensives Lernen und ehrgeizig bin ich sicher. Lernen hat nicht immer Spaß gemacht, aber ich wollte gute Leistungen bringen und die Schule mit dem Mittleren Schulabschluss beenden. Zum Ausgleich bin ich in die Berge gegangen, um den „Kopf frei zu bekommen“. Bald werde ich mit der Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Molkerei Bauer in Wasserburg starten.

LauraHohenadler
Jonie Bucks
ElisaZimmermann
Michael Seidl

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