2020 ist trotz Corona ein goldenes Jahr für Theatergemeinschaft Schnaitsee

Diese Vorstandschaft mit Meinrad Reiter (hinten von links), Seppi Rieperdinger, Thomas Schachner, sowie mit Walter Scheitzeneder (vorne von links), Elisabeth Lamprecht und Franziska Edlmann lotst die Theatergemeinschaft durch die Corona-Krise.
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Diese Vorstandschaft mit Meinrad Reiter (hinten von links), Seppi Rieperdinger, Thomas Schachner, sowie mit Walter Scheitzeneder (vorne von links), Elisabeth Lamprecht und Franziska Edlmann lotst die Theatergemeinschaft durch die Corona-Krise.
  • vonJosef Unterforsthuber
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Trotz Corona bezeichnet die Theatergemeinschaft Schnaitsee das Jahr 2020 als goldenes Jahr. „Münchner Theaterg´schichtn“ heußt das erfolgreiche Stück, das dem Verein half, auf finanziell gesunden Beinen zu stehen.

Schnaitsee– Mit rund sechsmonatiger Verspätung zog die Theatergemeinschaft Schnaitsee eine großartige Bilanz der letzten Theaterproduktion „Münchner Theaterg´schichtn“ im Festsaal der „Taverna Ägäis“. Der Erfolg war auch an den Zahlen des Schatzmeisters Walter Scheitzeneder abzusehen. Während das Jahr 2019 noch einige Verluste einbrachte, war 2020 bisher ein goldenes Jahr für die Schnaitseer Theaterer.

Wie immer in erfolgreichen Zeiten zeigte der Verein auch seine soziale Ader und spendete für eine Typisierungsaktion, sowie für den Neubau des TSV Schnaitsee jeweils 2000 Euro. Die Lokalbahn in Obing bekam für ihre Unterstützung des Stückes „Erster Klasse“ einen Hunderter.

Leider musste die Gemeinschaft im vergangenen von der langjährigen Spielerin Rosa Obermaier und von Ehrenregisseur Franz Flötzl Abschied nehmen. Flötzl führte von 1975 bis 2001 in rund 30 Stücken Regie und prägte so die Anfangsjahre der Schnaitseer Theaterer entscheidend mit.

Zwei erfolgreiche Jahre

Im Rückblick auf die erfolgreichen zwei Jahre Vereinsgeschichte nannte Vorsitzender Thomas Schachner die Aufführungen zur letzten Jahreswende als absolute Höhepunkte.

Besonders gelobt wurden auch die Arbeiten hinter der Bühne „Wenn man bei anderen Theatern zuschaut, weiß man erst die eigene aufwendige Bühnenausstattung wieder schätzen. Es ist unglaublich, was unsere Kulissenbauer immer auf die Bühne zaubern.“ Als Beispiel für ihre Zauberstücke nannte er das Zugabteil im Stück von Ludwig Thoma „Erster Klasse“. Zudem lobte Schachner die Bühnencrew für den Prettnbau in Lichteneck. „Jetzt haben wir wieder viel Platz für unsere Bühnenteile“.

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Passend zum Rückblick auf Theatergeschichten trug Regisseurin Romy Kinzner eine Solokomödie in Form eines Filserbrief vor, speziell auf die Schnaitseer Theaterer gemünzt.

Schriftführerin Franziska Edlmann hatte viele Termine noch aus 1919 zu verzeichnen. „Aber ab März ist so, wie auch überall sonst, auch bei uns das Vereinsleben erloschen.“ Aber zumindest fand der Ausflug statt. Nasskalt war es bei der Bootstour auf der nach Baumburg. „Aber in Baumburg wurden wir fürstlich empfangen und alles war wieder gut.“

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Die anschließenden Vorstandsneuwahlen leitete Bürgermeister Thomas Schmidinger. Vorsitzender wurde Thomas Schachner, seine beiden Stellvertreter Meinrad Reiter und Elisabeth Lamprecht, Schriftführerin Franziska Edlmann und ihr Stellvertreter Seppi Rieperdinger, Kassier wurde Walter Scheitzender und als Revisoren wurden Alois Stöcklhuber und Thomas Schmidinger bestätigt.

Schmidinger hob hervor, dass die Gemeinde stolz auf so eine Theatergruppe sein darf. Besonders die generationenübergreifende Gemeinschaft hob er hervor. „Ihr seid ein Aushängeschild für unsere Gemeinde.“

Der neue Vorsitzende Schachner bemerkte, dass ein Ausblick in die Zukunft derzeit sehr schwierig sei. „Wir müssen abwarten, was die Zeit bringt. Aber zumindest wollen wir unseren Internetauftritt überarbeiten.“ In der Diskussion wurden noch die Spielstätte und eventuelle Ausweichorte besprochen.

Shirts liegen bereit

Zudem konnten alle Mitglieder die neuen Shirts des Vereins anprobieren und konnten auch gleich ihr Exemplar bestellen. Für alle die nicht anwesend sein konnten, liegen die Shirts noch zwei Wochen zur Anprobe im Autohaus Hauer bei Meinrad Reiter bereit.

Das Bühnenbauteam schickte in den „neuen“ antiken Kirchenstühlen Stoßgebete gen Himmel, dass es bald wieder weitergeht: (von links) Sepp Meisl, Patrick Konhäuser, Max Herbst, Fabian Emmerer, Martin Oberbauer und Peter Emmerer

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