Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


VOR 25 JAHREN IN DER WASSERBURGER ZEITUNG

1996 Wahlkrimi in Wasserburg: „Wunder dauern etwas länger“

-
+
-

Nur knapp und mit einer recht kargen Wahlbeteiligung verläuft 1996 die Entscheidung über den nächsten Wasserburger Bürgermeister. Pünktlich zum kommunalen Wahlkrimi liefert die Polizeiinspektion ihre alljährliche Statistik zu den Straftaten.

Wasserburg – Der Bürgermeister von Wasserburg heißt auch in den nächsten sechs Jahren Dr. Martin Geiger. Der Jurist, der für den Wasserburger Block antrat, ist damit zum fünften Mal Chef der Stadtverwaltung. Der Ausgang war allerdings verhältnismäßig knapp: Geiger erhielt 53,86 Prozent der Stimmen, sein Gegenkandidat Michael Kölbl von der SPD 46,11 Prozent. Vor sechs Jahren hatte Geiger 74,7 Prozent erzielt. Die Wahlbeteiligung lag mit 62,4 Prozent um einiges niedriger als noch vor sechs Jahren und deutlich unter dem Landkreis-Durchschnitt. In einer ersten Stellungnahme war bei Dr. Geiger eine gewisse Enttäuschung über das knappe Ergebnis deutlich spürbar. „Ich möchte mich so engagieren wie beim ersten Mal“, versprach Geiger für seine letzte Amtsperiode. „Äußert zufrieden“ war dagegen Michael Kölbl. „Unmögliches erledigen wir sofort, Wunder dauern etwas länger“ – so fasste er sein Ergebnis zusammen.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

1513 Straftaten, und damit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, berichtet die Polizeiinspektion Wasserburg in ihrer Kriminalstatistik. Beim Diebstahl ist mit einer Zunahme von 51 Delikten eine Steigerung von 15 Prozent zu verzeichnen und Betrugsdelikte schnellen von 179 auf 363 Fälle nach oben. Beim Betrug habe das in erster Linie mit einer verbesserten Datenverarbeitung zu tun, so die Inspektion. Zudem seien die staatlichen Behörden wegen unberechtigt beanspruchter Sozialleistungen wesentlich sensibler als in den Jahren zuvor. Der Anfall von Straftaten konzentriert sich dabei auf die Stadt Wasserburg selbst, hier fielen rund 1000 Delikte an. Der Rest verteilt sich fast gleichmäßig auf die umliegenden Gemeinden. Laut Statistik entfallen in den zwölf zu betreuenden Kommunen auf 100 Einwohner vier Straftaten.

+++ Aktuelle Nachrichten und Artikel rund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite +++

Weitere Meldungen der Woche bis zum 14. März 1996:

Paris – Die Schach-Weltmeisterschaft zwischen Anatoli Karpow (Russland) und Gata Kamsky (USA) wird in der irakischen Hauptstadt Bagdad stattfinden. Am 1. Juli soll laut dem Präsidenten des Schach Weltverbandes, Iljumschinow, das WM-Match über 20 Partien im Land des Diktators Saddam beginnen. Iljumschinow betonte, Schach falle nicht unter die Embargo-Bestimmungen der UNO.

London – Ein winziger Teil des Schimmelpilzes, aus dem der britische Bakteriologe Alexander Fleming 1928 das Penicillin entwickelte, ist beim Auktionshaus Southeby’s in London für umgerechnet 52 000 Mark versteigert worden. Käufer war der amerikanische Pharmakonzern Pfizer, der nach Angaben eines Sprechers Fleming bei der Entdeckung unterstützt hat.

Bonn – Angesichts bedrohlicher Raketenmanöver der Volksrepublik China hat Taiwan den Wunsch nach der Lieferung neuer deutscher U-Boote zur Verteidigung bekräftig. Die U-Boot-Lieferung könnte für fünf Jahre 50 000 deutsche Arbeitsplätze sichern, darunter auch viele in Bayern, da die Werften Motoren und Ausrüstung aus Süddeutschland beziehen. Der bereits 1992 vorgetragene Wunsch nach Lieferung zehn deutscher U-Boote war vom Bundessicherheitsrat abgelehnt worden.

Den Haag – Hunderte von Kirchenorgeln in den Niederlanden sind durch den strengen Winter so verstimmt, dass sie vorerst nicht mehr bespielt werden können.

Dublin – Die irische Hauptstad Dublin hat ihren ersten Pub mit eigenem Kinderhort. Während die Eltern an der Bar Guinness trinken, können ihre Sprösslinge nebenan von Rutschen bis zu Computerspielen die kindliche Freiheit genießen. Für die „Aufbewahrung“ durch geschulte Kräfte zahlen die Eltern 1,50 irische Pfund – weniger als für ein Bier an der Theke.

Mehr zum Thema

Kommentare