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VOR 25 JAHREN IN DER WASSERBURGER ZEITUNG

1996 kritisiert der TSV Wasserburg die „Notenkeule“ Leichtathletik

Ein Dauerthema im Mai 1996 war außerdem die Tatsache, dass die Poller auf dem Marienplatz ständig umgefahren wurden.
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Ein Dauerthema im Mai 1996 war außerdem die Tatsache, dass die Poller auf dem Marienplatz ständig umgefahren wurden.

Die Sorgen der Leichtathleten und der Start der Wasserburger Johanniter waren im Mai 1996 zwei Schwerpunktthemen in der Wasserburger Zeitung.

Wasserburg – Nach zwei fehlgeschlagenen Anträgen sind die Wasserburger Johanniter offiziell in das öffentlich-rechtliche Krankentransportsystem integriert. Die Wasserburger Leichtathletik blick auf viele Erfolge zurück – Sorge macht neben der Finanzierung jedoch auch der mangelnde Nachwuchs. Das waren zwei Schwerpunkte in der Berichterstattung der Wasserburger Zeitung vor 25 Jahren.

Sorge bereitet Konkurrenz durch Funsportarten

Wasserburg – Vielen Wasserburgern sind sie schon aufgefallen, die Krankenfahrzeuge mit den weißen Johanniter-Kreuz auf rotem Grund, die immer öfter unterwegs sind. Seit Dezember ist der Ortsverband Wasserburg der Johanniter-Unfall-Hilfe offiziell in das öffentlich-rechtliche Krankentransportsystem integriert.

Start nach einem Riesenkrach

Mit einem Riesenkrach hatte 1991 die Geschichte der Wasserburger Johanniter, einziger Ortsverband dieser Gruppierung im Landkreis Rosenheim, begonnen. Damals hatten sich rund 30 ehrenamtliche Helfer nach einem massiven Konflikt aus dem Wasserburger Bayerischen Roten Kreuz abgespalten und schließlich den Konkurrenzverband gegründet. Das nächste Ziel ist die Anerkennung für den Rettungsdienst und der entsprechende Ausbau von Fahrzeugen und Besatzung. Aktivitäten sind aber auch auf anderen Ebenen geplant. So wollen die Johanniter den sozialen Dienst mit Hausnotruf, Essen auf Rädern und ähnliche Angebote ausbauen. Konkurrenz zum Roten Kreuz sieht man bei den Johannitern nicht mehr. „Das hat sich beruhigt, im Krankentransport besteht eine gute Partnerschaft“, so der Kreisvorsitzende Albert Reiter.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Obwohl Alfred Schuhbeck nach nunmehr 30-jähriger Übungsleitertätigkeit auf viele Triumphe und Titel zurückblicken kann, macht er sich doch Sorgen um „seine“ Leichtathletik in Wasserburg. Sowohl die Anlage als auch die Geräte müssen ständig erneuert werden, die finanziellen Mittel hierfür sind aber nicht vorhanden. DieAnlage am Badria, die 1979 fertiggestellt wurde, bedarf einer Generalüberholung: Die Tribüne verschiebt sich nach hinten, die sanitären Anlagen sind nicht mehr in Ordnung. Und Schuhbeck könnte noch vieles aufzählen, was ausgebessert werden sollte – vor allem aber sorgt er sich um den mangelnden Nachwuchs. „Funsportarten“ würden die Leichtathletik immer mehr in den Hintergrund drängen. Allerdings sieht er auch, „dass die Freude an der Leichtathletik oft vom Schulsport zunichte gemacht wird.“ Die Ergebnisse könnten leicht in Noten umgerechnet werden – die Leichtathletik werde daher oft als „Notenkeule“ zweckentfremdet.

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Weitere Meldungen in der Woche bis zum 9. Mai 1996:

Essen – Nach einer Serie kleiner Sprengstoffanschläge von Erpressern auf den Discounter Aldi sind die zahlreichen Filialen des Unternehmens bundesweit unter Polizeischutz gestellt worden. Alle Polizeidienststellen seien gebeten worden, eigene Maßnahmen zu treffen, sagte ein Sprecher der zuständigen Polizei. Er forderte die Erpresser auf, mit den Behörden Kontakt aufzunehmen. Das Unternehmen selbst wollte zu dem Fall keine Stellungnahme abgeben.

Frauen dürfen Kampfflugzeuge fliegen

Paris – Die Französische Luftwaffe wird künftig auch Frauen Kampfflugzeug fliegen lassen, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der Paris bekanntgab. Im nächsten Monat könnten Frauen sich für einen Ausbildungsplatz bei der Luftwaffenakademie bewerben, allerdings gelte dies nur drei der 63 Plätze. Nach der dreijährigen Ausbildung könnten die Frauen Mirage 2000 und andere Kampfflugzeuge fliegen.

Berlin/Potsdam – Der erste Versuch einer Länder-Neuordnung nach der Deutschen Einheit ist fehlgeschlagen: Die Fusion der Bundesländer Berlin und Brandenburg wurde in einer Abstimmung durch die Mehrheit der Brandenburger Bürger abgelehnt. Nur in Berlin entschied sich eine Mehrheit für die Länderehe.

Moskaus Abgasproblem

Moskau – Große Ventilatoren sollten im Sommer die Autoabgase von Moskaus verstopften Straßen blasen. Im Auftrag der Stadt entwickeln Spezialisten derzeit Ventilatoren in Form hoher Röhren, die Abgase bis zu hundert Meter hoch in die Luft blasen können. Um ganz Moskau von Auspuffgasen zu befreien, sind mindestens 1000 solcher Ventilatoren nötig.

Metzgermeister Weltmeister im Spargelschälen

Zerbst – Mehrere tausend Besucher haben am Wochenende das Spargelfest in Zerbst besucht. Höhepunkt des Festes war die „Zerbster Weltmeisterschaft im Spargelschälen“. 20 Schälexperten, die meisten von ihnen aus Sachsen-Anhalt, gingen an den Start und mussten in fünf Minuten möglichst viel und möglichst sauber Spargel schälen. Sieger wurde Metzgermeister Richter mit zwei Kilogramm.

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