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VOR 25 JAHREN IN DER WASSERBURGER ZEITUNG

1996 in Wasserburg: Feuerwehr schafft Piepser an – Pipline muss Inn überwinden

Im Juni 1996 feierte die Wasserwacht – hier auf dem Inn – das 50-Jährige.
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Im Juni 1996 feierte die Wasserwacht – hier auf dem Inn – das 50-Jährige.

Mit modernen Anlagen wird die Feuerwehr effektiver und leiser alarmiert. In Rieden stellt sich die Verlegung der neuen Gas-Pipline einer bautechnischen Schwierigkeit: dem Inn. Das waren einige der wichtigsten Lokalnachrichten in der Wasserburger Zeitung vor genau 25 Jahren.

Wasserburg – Die Sirenen heulen durchdringend, von überall eilen die Mitglieder der Feuerwehr Wasserburg so schnell wie möglich zum Feuerwehrhaus. Bis 1978 war dies der Alltag, dann hielt die moderne Technik Einzug: Damals wurden zwölf Feuerwehrmänner mit Alarmempfanggeräten, auch Piepser genannt, ausgerüstet. Inzwischen sind 37 solcher Geräte im Einsatz und die Sirenen heulen immer seltener. Eigentlich hört man sie nur noch dann, wenn automatische Brandmeldeanlagen, wie beispielsweise im Kreiskrankenhaus oder bei einigen größeren Firmen, ausgelöst werden. Bei einer Feuermeldung über Telefon erfolgt die Alarmierung über die Zentrale der Feuerwehr in Rosenheim, die rund um die Uhr besetzt ist. Dort wird auch entschieden, welche Alarmstufe ausgelöst werden muss, das heißt auch, wie viele Einsatzkräfte nötig sind. Nur wenn die Zahl der Piepser-Träger nicht ausreichen würde, wird von Rosenheim aus zusätzlich die Sirene ausgelöst. „Wir arbeiten effektiver und stören niemanden in seiner Ruhe“, so Heinz Kurz. Technisch haben sich die Alarmempfänger kontinuierlich weiterentwickelt, sie sind kleiner und leistungsfähiger geworden. Bald, so glaubt Kurz, werde man den „Pieps“ sogar in eine Uhr integrieren können.

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Rieden – Der 300 Millionen Mark teure Bau der Bayerngas AG für die Erdgasleitung von Anwalting bei Augsburg über 135 Kilometer nach Schnaitsee hat bei Rieden den technisch anspruchsvollsten Abschnitt erreicht: den Inn. Auf einer Länge von 180 Metern muss die Pipeline dieses natürliche Hindernis überwinden. Mit Hilfe eines Spezialbaggers werden zwei etwa 14 Meter tiefe Gruben ausgehoben, um die notwendigen Vorrichtungen für die Flussdurchquerung einzubringen. Die Grubentiefe ergibt sich, weil die Pipeline unter drei Meter Wasserhöhe, drei Meter Schlickboden und drei Meter Sicherheitszone liegen muss. Bei der Durchpressung, die nun begonnen hat, werden Stahlrohre mit einem Durchmesser von 1700 Millimeter mit Hilfe von Druckluft durch das Erdreich gepresst. Wenn diese Leerrohre eingelegt sind, wäre es theoretisch kurzfristig möglich, einen Spaziergang unter dem Inn zu machen.

Lesen Sie auch: Festmärzen war den Besuchern des Wasserburger Frühlingsfests 1996 nicht zu stark

Weitere Meldungen in der Woche vom 14. bis zum 20. Juli 1996:

Manchester – Der Nordirland-Konflikt hat seinen Schatten auch auf die Fußball-Europameisterschaft geworfen. Bei einem Bombenanschlag wurden in Manchester mehr als 200 Menschen verletzt, als der in einem Kleinlastwagen versteckte Sprengsatz inmitten des Geschäftszentrums hochging. Der britische Premierminister machte die Irisch-Republikanische Armee, kurz IRA, für den Anschlag verantwortlich.

Bonn – Bundespräsident Roman Herzog sieht das deutsche Rentensystem auf Grundlage des Generationenvertrages akut gefährdet. Das Umlagesystem könne nur gerettet werden, wenn es Veränderungen gebe, so Herzog. Neben einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit und einer höheren Erwerbsbeteiligung der Frauen sei zur Rettung des Rentensystems auch eine aktive Einwanderungspolitik nötig, erklärte der Bundespräsident.

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London – Im Alter von 85 Jahren ist Sir Fitzroy MacLean gestorben, der Literatur und Film zur Figur des Agenten James Bond inspiriert haben soll. Bekannt wurde der Schotte durch seine waghalsigen Fallschirmsprünge hinter die deutschen Linien während des Zweiten Weltkriegs. Obwohl er stets bestritt, auch für den Geheimdienst gearbeitet zu haben, galt MacLean allgemein als Vorbild für James Bond – eine Romanfigur seines Freundes Ian Flemings.

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Frankfurt – Deutsche Touristen im EU-Ausland könnten nach Einführung der Eurowährung jährlich 1,8 Milliarden Mark beim Devisenumtausch einsparen. Dieses Geld könnte voll der Urlaubskasse zugutekommen, erklärte der Präsident des Bundesverbandes mittelständischer Reiseunternehmen, Klaus Laepple. Deutsche Touristen geben jährlich 60 Milliarden Mark im Ausland aus, im Schnitt fallen drei Prozent Umtauschkosten an.

Moskau – Die russischen Kosmonauten der Raumstation Mir haben ihren sechsten und letzten geplanten Weltraumspaziergang ihrer Mission begonnen. Juri Onufrienko und Juri Ussatschow sollen in etwa fünfstündiger Arbeit unter anderem einen fast sechs Meter langen Balken zur Befestigung von Apparaturen an der Außenwand der Mir anbringen. Die russische Crew war am 21. Februar ins All gestartet und soll bis zum 23. Juli in der Raumstation bleiben.

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