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Vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung

1996 im Fokus: ein Beratungsloch, Sonnenenergie und Rollerskates

Ferienzeit in Wasserburg vor 25 Jahren: Die Jugend übt sich im Rollerskaten.
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Ferienzeit in Wasserburg vor 25 Jahren: Die Jugend übt sich im Rollerskaten.

In der Normandie ist eine Löwin entlaufen. In Wasserburg startet die Energiewende – Schlagzeilen in der Wasserburger Zeitung vor 25 Jahren. Die Jugend genoss die Ferien – auf Inlinern und Rollerskates.

Wasserburg – Ab Ende August 1996 wird es in Wasserburg keine Anlaufstelle für die Suchberatung mehr geben. Nachdem im April 1994 das Diakonische Werk seine Außenstelle in Wasserburg geschlossen hat, gibt nun auch die Caritas die Beratung von Alkohol- und Medikamentenabhängigen auf. Der Entschluss sei ihm schwergefallen, so Caritas-Geschäftsführer Albert Seitz. Doch sei das Angebot angesichts der ungeklärten Finanzierung nicht mehr aufrecht zu erhalten. 20 bis 30 Fälle im Jahr habe er betreut, so Seitz.

Besonders betroffen vom neuen „Beratungsloch“ in Wasserburg sind die Alkoholkranken. Während die Konsumenten illegaler Drogen häufig die Anonymität eines größeren Ortes bevorzugen und daher nach Rosenheim zur Beratung fahren, sind viele Alkoholabhängige auf wohnortnahe Betreuung angewiesen: Denn zum großen Teil haben sie keinen Führerschein mehr.

Arbeitgeber fordern Therapien

Die Nähe war aber auch für viele Firmen wichtig: Zunehmend so Seitz, gingen die Betriebe dazu über, von Mitarbeitern mit Alkoholproblemen konsequent eine Therapie zu fordern. Dabei erwies es sich als günstig, dass die Caritas oft kurzfristig für eine Beratung zur Verfügung stand.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

999 Watt meldete die Digitalanzeige und gab damit Peter Peltzer die nötige „Energie“ bei der Einweihung der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Realschule: Bis zu einem Kilowatt Strom werden ab sofort hier erzeugt. Die Anton-Heiligbrunner-Realschule ist eine von sechs Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim, die an dem Versuchs- und Demonstrationsprogramm „Sonne in die Schule“ der bayerischen Energieversorger teilnehmen. Aufgezeichnet werden die Daten der Solaranlage mit einem Computer, zehn Jahre lang sollen auf diese Weise die Erfahrungen den Energieversorgern zur Verfügung gestellt werden. Dafür haben diese – hier die Stadtwerke Wasserburg – den Großteil der Anlage finanziert. Der Materialwert liegt bei rund 15.000 Mark, den Zusammenbau und die Installation hat unter fachkundiger Anleitung eine Projektgruppe der Realschule übernommen.

+++ Weitere Teile der Serie „Vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung“ finden Sie hier. +++

Außerdem starten die Sommerferien. Groß in Mode bei der Jugend in Wasserburg: der rollende Spaß auf Inlinern und Rollerskates.

Weitere Meldungen in der Woche vom 2. bis zum 8. August 1996:

Bonn – Die Herstellung von deutschem Käse hat 1995 einen neuen Höchststand erreicht. Mit rund 1,6 Millionen Tonnen sei die Erzeugung des bisherigen Rekordjahres 1994 um 3,8 Prozent übertroffen worden, teilte die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle mit. Experten sprechen von einem Käse-Boom.

München – 29 Monate vor der Einführung der Euro-Währung unternehmen konservative FDP-Mitglieder einen Anlauf, um das umstrittene Projekt zu stoppen. Per Mitgliederentscheid soll die Parteiführung gezwungen werden, ihren Pro-Euro-Kurs zu revidieren. Dafür benötigen die Initiatoren 4000 Unterschriften, entsprechend fünf Prozent der Parteimitglieder.

Petz-Telefon in Großbritannien freigeschaltet

London – Die britische Regierung richtet eine zentrale Telefonnummer ein, über die anonyme Anrufer Betrügereien in der Sozialhilfe melden sollen. Die Kampagne soll zweistellige Millionenbeträge in einem ausufernden Sozialetat einsparen helfen. Ihr waren Pilotversuche in mehreren Regionen Englands vorausgegangen.

Verkehrsampel ruhen sich aus

St. Gallen – Während der Hauptferienzeit ruhen in St. Gallen die 42 Verkehrsampel: Sie werden eine halbe Stunde später als üblich eingeschaltet und haben eine dreiviertel Stunde früher Feierabend. Damit sollen Wartezeiten verhindert sowie Lärm- und Abgasemissionen reduziert werden. Das Sommerferien-Programm der Ampeln ist vor sechs Jahren entwickelt worden.

Dieppe – Eine entlaufende Löwin sorgt in der Normandie für Aufregung: 75 Gendarmen, Förster und Jäger beteiligten sich an der Jagd auf die Raubkatze und wurden dabei von einem Hubschrauber unterstützt. Die Herkunft der jungen Löwin ist nach wie vor mysteriös. Kein Zirkus, der durch die Gegend gekommen ist, hat eine Vermisstenanzeige aufgegeben.Laura Hofner

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