KENNZAHLEN HAUSHALT

1770 Euro Pro-Kopf-Verschuldung in Schnaitsee

In drei Jahren
              wird nach den Prognosen der Kämmerei die Pro-Kopf-Verschuldung in Schnaitsee um über 900 Euro gesunken sein.OVB/Klinger
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In drei Jahren wird nach den Prognosen der Kämmerei die Pro-Kopf-Verschuldung in Schnaitsee um über 900 Euro gesunken sein.OVB/Klinger

Die jüngste Sitzung des Schnaitseer Gemeinderats leitete Franz Rieperdinger (ÜWG). Zum Beschluss eines Nachtragshaushalts erläuterte in der Sitzung Geschäftsleiter Thomas Perreiter korrigierte Zahlen.

Schnaitsee – Ein Nachtrag war notwendig geworden, da die Bürgschaft für den Waldhauser Schützenverein in Höhe von 30 000 Euro der Genehmigung des Landkreises bedurfte.

Corona: Ausgaben für Homeoffice

Im Verwaltungshaushalt gab es bei den Zuweisungen für die Kinderkrippe ein Plus von 18 130 Euro und bei der Erstattung für den Kindergarten Waldhausen ein Plus von 24 000 Euro. Bei den Ausgaben standen 2070 Euro bei den Wahlen, 28 690 Euro für Mehraufwand bei der Verwaltung und 21 000 Euro bei Sachverständigenkosten der Bauverwaltung zu Buche.

Die Ausgaben für die Tageseinrichtung Kindergarten verminderte sich um 9630 Euro.

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Perreiter erläuterte die Mehrausgaben bei der Verwaltung. Hier würden sich auch die Heimarbeitsplätze wegen Corona abzeichnen.

Im Vermögenshaushalt gab es zu den Ansätzen Einnahmenminderungen von 370 000 Euro bei den Investitionszuweisungen. Durch den Verkauf zweier Bauhoftraktoren konnten 52 200 Euro mehr eingenommen werden. Im Gegensatz zum Ansatz bei den Ausgaben wurden geplante Investitionen zunächst zurückgestellt. So etwa zum geplanten Kinderhaus (40 000 Euro), zum Behinderteneinstieg am Weitsee (29 000 Euro), zur Dorferneuerung „Chiemseestraße“ (190 000 Euro), beim Erwerb von Grundstücken zur Wohnungsbauförderung (200 000 Euro), für die Straße bei Mantelsham (140 000 Euro), für die Sternenkinder-Grabstätte (10 000 Euro) und für den Breitband-Ausbau (32 000 Euro).

Für den Bauhof wurden 109 000 Euro mehr ausgegeben und für den Erwerb von Grün- und Ausgleichsflächen und Verkehrsflächen 135 000 Euro. Alle diese Zahlen wurden in den Haushalt eingearbeitet. Der Rat stimmte dem geänderten Zahlenwerk zu und beschloss die Satzung einstimmig.

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Perreiter gab eine Übersicht über den Schuldenstand der Gemeinde. Ende 2020 beträgt dieser rund 6,5 Millionen Euro. Das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1770 Euro. Der Geschäftsleiter hatte Vergleichszahlen aus 2018 noch parat. „Damals waren es pro Kopf in Schnaitsee 1061, im Landkreis 471 und im Land Bayern 590 Euro.

In die Kitas und in Bauland investiert

Christian Huber (Offene Liste CSU) wollte in seinem Redebeitrag zur hohen Verschuldung festgestellt wissen, „dass im Haushalt nicht geprasst und nicht geschludert wurde. Wir haben in die Kitas investiert, wir haben das Dorfgemeinschaftshaus gebaut und wir haben für Bauland für unsere Bürger gesorgt.“

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