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Aus der Bürgerversammlung

149.000 Euro zahlt die Gemeinde Schonstett für den Breitbandausbau aus eigener Tasche

Ehrung für verdiente Bürger: Bürgermeister Paul Dirnecker (links) mit Hanjo Mißner, Anna Aringer und Josef Fink (rechts). Foto 
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Ehrung für verdiente Bürger: Bürgermeister Paul Dirnecker (links) mit Hanjo Mißner, Anna Aringer und Josef Fink (rechts). 

Breitbandausbau, Schulstandort Eiselfing, Waldkindergarten und Feuerwehrhaus - das waren die wichtigsten Themen in der Schonstetter Bürgerversammlung. Der Kindergarten ist voll ausgelastet. Bis September 2022 soll ein neuer Träger gefunden werden, die ehrenamtliche Führung durch den Verein ist einfach nicht mehr zu stemmen.

Von Martin Voggenauer

Schonstett – Spärlich besucht war die Bürgerversammlung der Gemeinde Schonstett in der Mehrzweckhalle. Bürgermeister Paul Dirnecker klärte die Versammelten über die wichtigsten Themen in der Gemeinde auf er begrüßte auch seine Amtskollegen der Verwaltungsgemeinschaft, Regina Braun aus Halfing sowie Johann Murner aus Höslwang.

Kindergarten braucht dringend Träger

Zur Mittelschule Eiselfing erklärte Dirnecker, dass die Regierung von Oberbayern die Wirtschaftlichkeit einer Teilsanierung prüfe.

Der Kindergarten ist voll ausgelastet, seit 1. September gibt es eine Waldkindergartengruppe mit elf Kindern. Bis September 2022 soll ein neuer Träger gefunden werden, die ehrenamtliche Führung durch den Verein ist einfach nicht mehr zu stemmen, berichtete Dirnecker.

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Beim Feuerwehrhaus wird gerade die Bedarfsermittlung durchgeführt. Der Bauplan soll noch dieses Jahr eingereicht werden, Baubeginn ist für nächstes Jahr vorgesehen. Beim Regenwasserkanal soll 2022 mit der Planung der Sanierung begonnen werden.

Von den Besuchern gab es abschließend nur die Wortmeldung, von Kurt Eder. In Zillham werde die Ortsstraße immer wieder durch Oberflächenwasser aus Privatgrundstücken überflutet. Ob hier die Gemeinde nicht tätig werden könnte, da dies nicht zulässig sei. Geschäftsleiter Marco Binder und Bürgermeister Paul Dirnecker sagten zu, sich des Themas anzunehmen.

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Abschließend ehrte Dirnecker drei verdiente Bürger der Gemeinde. Anna Aringer ging nach über 30 Jahren als Reinigungskraft in ihren verdienten Ruhestand. Josef Fink erhielt die Auszeichnung als Altbürgermeister und Bezirkskaminkehrermeister Hanjo Mißner überreichte er eine Urkunde von Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber. Mißner beteiligt sich mit seinem Betrieb am Umweltpakt Bayern.

Einwohnerzahl liegt bei 1467

Viele statistische Zahlen hatte der Bericht von Bürgermeister Paul Dirnecker zu bieten. So stieg die Einwohnerzahl um zwei Prozent auf 1467. Acht Paare haben sich das Ja-Wort gegeben. 13 Kinder wurden geboren und elf Sterbefälle waren zu verzeichnen. Einen Anstieg gab es bei den Straftaten mit 19 gegenüber zehn im Vorjahresbericht. Unverändert hoch sind die Verkehrsunfallzahlen mit 38 davon drei innerorts.

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Zahlen aus dem Haushalt:

Geschäftsstellenleiter Marco Binder gab Auskunft über den Haushalt 2020 sowie den Haushaltsansatz 2021. Der Gesamthaushalt 2020 beläuft sich auf 520.0143 Euro. Davon entfielen auf den Verwaltungshaushalt 2.635.018 Euro und auf den Vermögenshaushalt 256.5125 Euro. Für dieses Jahr sind die Ansätze im Vermögenshaushalt um über 1 Million Euro höher und liegen bei 3.649.900 Euro. Der Verwaltungshaushalt dagegen sinkt geringfügig auf 2.426.900 Euro. Dies ergibt einen Gesamthaushalt von 6.076.000 Euro. Die bedeutendsten Einnahmen für Schonstett sind die Gewerbesteuer, die nach dem coronabedingten Einbruch im letzten Jahr mit knapp 700.000 Euro annähernd wieder das Niveau von 2019 erreicht, sowie die Einkommenssteuerbeteiligung, die mit etwa 750.000 Euro nur leicht unter dem Betrag von 2019 liegen dürfte. Letzteren Betrag „frisst“ die Kreisumlage wieder auf – sie liegt auf demselben Niveau. Die Kosten für die Kinderbetreuung verzeichnen einen stetigen Anstieg und werden in diesem Jahr 226.000 Euro betragen. Beim Dorfladen gab es Ausgaben von 202.150 Euro, von denen 123.300 Euro durch die Zuwendung vom Amt für Ländliche Entwicklung wieder hereinkamen. 58.600 Euro zeichneten die Schonstetter Anteile, sodass auf die Gemeinde ein Investitionskostenanteil von 20250 Euro entfiel. Beim Breitbandausbau im Zeitraum 2016 bis 2021 standen Ausgaben in Höhe von 745.100 Euro den Zuwendungen des Freistaates von 596.100 Euro gegenüber. Somit betrug der Anteil für die Gemeinde 149.000 Euro. Großen Ärger gab es dabei mit der ausführenden Firma, sodass sogar die festgelegte Vertragsstrafe geltend gemacht wurde. Die größten Investitionskosten entfielen mit 828.300 Euro auf die Erschließung des Baugebietes Schonstett Süd sowie die Erstellung der Grundstücksanschlüsse mit 120.900 Euro und der Straßenverlegung der Hauptstraße mit 138.700 Euro. Für die nächsten Jahre ist der Neubau des Feuerwehrhauses, der Geh- und Radweg von Helperting nach Wölkham sowie die Sanierung des Regenwasserkanals geplant. Der Schuldenstand zum 31. Dezember dieses Jahres beträgt voraussichtlich 466 Euro pro Einwohner und liegt damit unter dem Durchschnitt bayerischer Gemeinden mit dieser Größe von 592 Euro.

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