100 Tage im Amt: Albachings Bürgermeister Schreyer will, dass Gemeinde Corona-Krise so gesund wie möglich übersteht

Hofft, dass das Dorfleben in Albaching nach der Corona-Krise wieder vielfältig und bunt wird: Bürgermeister Rudolf Schreyer.
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Hofft, dass das Dorfleben in Albaching nach der Corona-Krise wieder vielfältig und bunt wird: Bürgermeister Rudolf Schreyer.

63,4 Prozent der Stimmen holte Rudolf Schreyer im März bei der Kommunalwahl für das Amt des Bürgermeisters. Nach 100 Tagen zieht er als Albachings Gemeindeoberhaupt Bilanz.

Von Irmi Günster

Albaching – 63,4 Prozent der Stimmen holte Rudolf Schreyer im März bei der Kommunalwahl für das Amt des Bürgermeisters. Nach 100 Tagen zieht er Bilanz.

Rudolf Schreyer:Sehr gut, es ist ein tolles Gefühl für eine Gemeinde wie Albaching Bürgermeister zu sein.

Ist das Amt so, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Schreyer: Ich hatte natürlich eine gewisse Vorahnung. Als Zweiter Bürgermeister war ich in viele Bereiche schon mit eingebunden. Und somit hatte ich auch eine Vorstellung von den Aufgaben des Ersten Bürgermeisters von Albaching. Albaching besitzt keine Gemeindemitarbeiter bzw. keinen Bauhof, so sind viele Aufgaben durch den Bürgermeister zu bearbeiten, zu klären und auf den Weg zu bringen. Dies bedeutet natürlich für mich viel Aufwand und kostet Zeit.

Schreyer: Nach der Übergabe durch meinen Amtsvorgänger Franz Sanftl wurde mir der Start der Arbeit in der Verwaltung der VG Pfaffing-Albaching sehr angenehm ermöglicht. Das Wissen und die Erfahrung als langjähriger Zweiter Bürgermeister und Gemeinderat hat mir selbstverständlich den Einstieg erleichtert.

Was waren Ihre ersten Schritte in Sachen Kommunalpolitik, die Sie eingeleitet haben?

Schreyer: Die Alltagsaufgaben habe ich versucht, in gewohnter Weise anzugehen und weiterzuführen. Durch die Situation mit dem Coronavirus hat sich der Einstieg ganz anders gestaltet. Es war nicht so, wie man sich Vieles vorgestellt hatte.

Schreyer: Ich habe es sehr bedauert, dass Tobias Langer sein Amt niedergelegt hat. Einen so langjährigen Gemeinderat mit seiner Erfahrung zu verlieren, ist schon sehr schade. Seine Entscheidung muss man aber einfach akzeptieren.

Können Sie schon Schwerpunkte benennen, die in Albaching anstehen?

Schreyer: Es gibt einige Maßnahmen, die in der Vorbesprechung und in der Planung sind. Eine konkrete Maßnahme ist die Umgestaltung der Ortsdurchgangsstraße (Hohenlindener Straße) vom Kreisverkehr (Pizzeria Roma) bis zum Kellerberg. Die Maßnahme soll im nächsten Jahr bereits zur Ausführung kommen. Eine weiterer Punkt ist der Umbau der Heizanlage im Schulgebäude. Hier laufen bereits Gespräche über eine alternative Heizmöglichkeit.

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Worin sehen Sie - abseits der Corona-Krise - die größte Herausforderung für Ihre Gemeinde?

 Schreyer: Im Augenblick heißt es, die Krise so gut und gesund wie möglich zu überstehen. Weiter gilt es, unseren Bürgern neue Wohnmöglichkeiten zu schaffen, unseren älter werdenden Bürgern ein altersgerechtes Seniorenwohnen anzubieten. Oder auch eine ambulant betreute Wohngemeinschaft zu schaffen. Noch besser wäre es natürlich, einen Bereich für eine Tagespflege zu haben.

Gibt es ein Thema, das Sie persönlich besonders bewegt?

Schreyer: Durch die Corona-Krise ist es in Albaching recht ruhig geworden. Mir ist es sehr wichtig, so gut es eben möglich ist, das Dorfleben wieder so vielfältig wie früher aufleben zu lassen.

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