100 Tage: Erhalt der Mittelschule Eiselfing ist Herzensanliegen von Schonstetts Bürgermeister

Paul Dirnecker hat sich nach eigenen Angaben gut eingearbeitet. Als Bürgermeister möchte er Schonstett weiter voranbringen.
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Paul Dirnecker hat sich nach eigenen Angaben gut eingearbeitet. Als Bürgermeister möchte er Schonstett weiter voranbringen.

Es gibt viel zu tun – er packt es an: Schonstetts neuer Bürgermeister Paul Dirnecker zeigt sich im Interview nach gut 100 Tagen im Amt energiegeladen.

Von Martin Voggenauer

Schonstett – Paul Dirnecker (Freie Wähler), Bürgermeister von Schonstett, ist erfahren in der Kommunalpolitik. Trotzdem hat sich das neue Amt als Herausforderung herausgestellt. Denn es stehen gewaltige Projekte an.

100 Tage Bürgermeister: Ist das Amt so, wie Sie sich es vorgestellt haben?

Paul Dirnecker: Es ist ehrlicherweise zeitaufwendiger, als ich es mir anfangs vorgestellt habe, ich bin gut gefordert. Trotz allem macht es mir sehr viel Spaß. Der tägliche Kontakt mit den verschiedensten Personen unserer Gemeinde macht es sehr abwechslungsreich.

Wie verlief die Übergabe beziehungsweise die Einarbeitung?

Dirnecker: Die Übergabe durch meinen Vorgänger verlief weitestgehend reibungslos. Durch meine Tätigkeit als Zweiter Bürgermeister konnte ich in den vergangenen sechs Jahren bereits viele wertvolle Einblicke gewinnen. Trotz allem ist natürlich vieles Neuland für mich, das aber durch ein kompetentes Verwaltungsteam, das mich toll unterstützt, wenn es nötig ist, gut zu bewältigen ist.

Welche Schwerpunktthemen stehen an?

Dirnecker: Die Realisierung der Dorfladeneröffnung steht momentan an erster Stelle. Das Inkrafttreten des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet Achen II (auch Standort des geplanten Feuerwehrhauses) sowie der Neubau des Feuerwehrhauses werden in den kommenden Jahren die gewaltigsten Herausforderungen. Darüber hinaus stehen in der aktuellen Legislaturperiode noch weitere wichtige Projekte an, unter anderem die Erneuerung des Regenwasserkanales. Hier muss sich noch zeigen, was finanzierbar ist. Dabei kommt die aktuelle Corona-Krise erschwerend hinzu. Momentan ist noch keine Aussage möglich, wie sie sich auf die Finanzlage unserer Gemeinde auswirken wird.

Gibt es ein Thema das Sie besonders bewegt?

Dirnecker: Der Erhalt des Mittelschulstandortes Eiselfing liegt mir sehr am Herzen. Die nun anstehenden Sanierungskosten müssen durch die Mitglieder des Schulverbandes, dazu zählt auch Schonstett, getragen werden.

Es gibt viele neue Gesichter im Gemeinderat, wie ist die Zusammenarbeit?

Dirnecker: Schonstett hat es geschafft, ein Drittel des Gemeinderates mit Frauen zu besetzen, was eher die Ausnahme als die Regel ist. Insgesamt wurde die Hälfte des Gremiums neu besetzt, was naturgemäß für frischen Wind sorgt. Meinen bisherigen Erfahrungen nach sind alle sehr engagiert dabei, um die Herausforderungen der nächsten sechs Jahre zu bewältigen und Schonstett in möglichst vielen Bereichen voranzubringen.

Interview: Martin Voggenauer

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