Urlauber entdeckt scharfe Granate im Auerbach

Brisanter Fund: Spezialisten mussten die Raketen-Panzerbüchsgranate im Auerbach sprengen. reisner
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Brisanter Fund: Spezialisten mussten die Raketen-Panzerbüchsgranate im Auerbach sprengen. reisner

Oberaudorf – Einen Sprengkörper hat ein Urlaubsgast am Samstag im Auerbach in Oberaudorf gefunden – nahe der Auerbachbrücke wenige Hundert Meter flussabwärts im Bachbett.

Der verständigte Kampfmittelbeseitigungsdienst identifizierte das Fundstück, das im Bereich des Ortsteils Trißl entdeckt wurde, als eine Raketen-Panzerbüchsgranate (8,8 Zentimeter), gefüllt mit 700 Gramm TNT aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Granate wurde noch als explosionsfähig eingestuft und war deshalb nicht transportfähig. So legten die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes einen Sperrradius von 200 Metern fest.

Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei evakuierten Gebäude oder warnten Bewohner, Spaziergänger und Badegäste im betroffenen Bereich. Rund 60 Personen mussten kurzfristig ihre Häuser verlassen. Kreisbrandrat Richard Schrank richtete zusätzlich zu den mobilen Einheiten im Speisesaal der Klinik Trißl eine Einsatzzentrale ein, die zusammen mit Rettungsdienst und Polizei über das Vorgehen entschied.

Nachdem die Räumung des Gebiets abgeschlossen war, führte der Kampfmittelräumdienst aus Ingolstadt die kontrollierte Sprengung der Granate durch. Sie verlief erfolgreich und problemlos. „Es gab einen dumpfen Knall der Granate – und Einsatzende“, so ein Augenzeuge. Danach wurde der betroffene Bereich wieder freigegeben, die Bewohner konnten wieder in ihre Häuser.

Die Kiefersfeldener Polizei wies darauf hin, dass der gesamte Einsatz unter erheblichem Zeitdruck bewältigt werden musste, da auf das Team des Kampfmittelräumdienstes ein weiterer, zeitkritischer „Auftrag“ in Augsburg wartete. Die Spezialisten wurden deshalb von der Polizei mit Blaulicht über die Inntalautobahn A93 zu ihrem nächsten Einsatz in Augsburg eskortiert. jre/ls

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