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Weg vom Wegwerfen

Prof. Dr. Jan-Diederich Lüken leitet ab Herbst den neuen Masterstudiengang Circular Economy am Campus Burghausen der TH Rosenheim.
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Prof. Dr. Jan-Diederich Lüken leitet ab Herbst den neuen Masterstudiengang Circular Economy am Campus Burghausen der TH Rosenheim.

Jahr für Jahr verbraucht die Menschheit weit mehr Ressourcen, als vorhanden sind. Dieser Raubbau führt zu gigantischen Müllbergen und immer knapper werdenden Rohstoffvorräten. Wie es anders geht, zeigt ab dem Wintersemester der berufsbegleitende Masterstudiengang Circular Economy.

Deutschland lebt seit dem 5. Mai auf Pump, zumindest ökologisch betrachtet. An diesem Tag waren rein rechnerisch die natürlichen Ressourcen für das laufende Jahr aufgebraucht. Global gesehen kommt dieser Tag im Hochsommer.

Deutschland ist sehrverschwenderisch

Der deutsche Ressourcenhunger liegt vor allem am hohen Energieverbrauch, dem hohen CO2-Ausstoß im Verkehr und in der Massentierhaltung sowie der Ver unreinigung von Böden, Luft und Grundwasser. Würden alle Menschen so verschwenderisch leben, bräuchte die Menschheit drei Erden, um den Verbrauch zu decken.

Um das zu ändern, braucht es einen gänzlich anderen Ansatz: Weg von der linearen Wirtschaft mit Abfallbergen und hohem Ressourcenverbrauch hin zu einer nachhaltig ausgerichteten Kreislaufwirtschaft.

Wohlstand wahren,Natur schützen

„Die zentrale Frage ist: Wie können wir den Wohlstand wahren, ohne die Erde kaputt zu machen“, erläutert Prof. Dr. Jan-Diederich Lüken, der Leiter des neuen Studiengangs Circular Economy am Campus Burghausen der TH Rosenheim. Es werde immer wichtiger, Produkte und Stoffe so lange und häufig wie möglich zu verwenden, sie in gleichen oder neuen Zusammensetzungen und Funktionen immer wieder zu nutzen und am Ende der Lebenszeit die Wertstoffe umfassend zurückzugewinnen und erneut in den Kreislauf einzubringen.

Eine Kreislaufwirtschaft strebt also die längst mögliche Nutzung von Produkten und Rohstoffen an. Praktisch heißt das, Abfälle durch Wiederverwendung und Reparatur bestehender Produkte zu vermeiden. Ist das nicht möglich, werden sie wieder in ihre Ausgangsstoffe, also Rohstoffe, zerlegt und diese wiederverwertet.

Solche Kreisläufe bringen auch ökonomische Vorteile „Circular-Economy Geschäftsmodelle sind betriebswirtschaftlich attraktiv  – sowohl auf der Ertrags- als auch über die Kostenseite“, sagt Lüken. Und hier geht es um riesige Summen: Experten schätzen, dass die europäischen Unternehmen durch einen Wechsel zur Kreislaufwirtschaft etwa 600 Milliarden Euro einsparen könnten. Ganz nebenbei werden auch noch große Mengen an CO2vermieden.

Für viele Betriebe ist das Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft erst einmal mit einem Aufwand verbunden. Immerhin ist es meist notwendig, althergebrachte Produktions- und Betriebswege innerhalb des Unternehmens aufzulösen und neu zu organisieren. Fest steht jedoch, dass die Vorteile auf lange Sicht deutlich überwiegen.

BWL-Kompetenzensind gefordert

„Mit dem Masterstudiengang Circular Economy wollen wir Fach- und Führungskräfte ausbilden, die Unternehmen bei ihrem Transformationsprozess zu mehr Nachhaltigkeit betriebswirtschaftlich und technisch voranbringen“, so Lüken. Da der Studiengang wirtschaftswissenschaftlich ausgerichtet ist, brauchen Absolvent*innen technischer Studiengänge betriebswirtschaftliche Kompetenzen in BWL-Grundlagenfächern.

Studium vor allemfreitags und samstags

Um die Vereinbarkeit von Studium und Beruf zu gewährleisten, finden die Lehrveranstaltungen vorwiegend an Freitagen und Samstagen sowie vereinzelt in Blöcken am Wochenende statt. „Wir setzen auch verstärkt auf Online-Lehrformate, um die Studierenden zu entlasten“, so Lüken. Die Module werden überwiegend von Professor*innen der Technischen Hochschule Rosenheim gelehrt, die auch für die Bachelorstudiengänge Betriebswirtschaftslehre, Chemieingenieurwesen, Chemtronik und Umwelttechnologie zuständig sind. Das Studium dauert fünf Semester und schließt mit dem Master of Science ab.

Mehr Informationen zum neuen Masterstudiengang Circular Economy unterwww.th-rosenheim.de/master-ce.html.

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