TH Rosenheim an Studien zu Auswirkungen der Corona-Pandemie beteiligt

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Auf dieser vom US-Forschungszentrum „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ (NIAID) zur Verfügung gestellten Aufnahme vom 13.02.2020 ist eine Zelle (rot) mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2, gelb) infiziert. Die Probe wurde von einem Patienten in den USA isoliert. (
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Auf dieser vom US-Forschungszentrum „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ (NIAID) zur Verfügung gestellten Aufnahme vom 13.02.2020 ist eine Zelle (rot) mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2, gelb) infiziert. Die Probe wurde von einem Patienten in den USA isoliert. (

Das Fachgebiet Pflegewissenschaft der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften unterstützt zwei nationale Studien zu Auswirkungen der Corona-Krise auf die pflegerische Versorgung.

Die Untersuchung RAPID-Care soll eruieren, vor welche Herausforderungen Pflegekräfte durch die Pandemie gestellt wurden und welche Entscheidungen sie zu treffen hatten. Die Studie führt die TH Rosenheim zusammen mit der Universität zu Lübeck und der Universität Halle durch. „Uns interessiert dabei, welche Folgen die Corona-Pandemie in Bezug auf die pflegerische Versorgung in Krankenhäusern nach sich zieht“, erläutert Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Martin Müller.

Damit verknüpft sei die Frage, welche Konsequenzen, aber auch Perspektiven im Sinne von Innovationen sich durch die Herausforderungen ergeben.  Um dies herauszufinden, werden Interviews mit Pflegedienstleitungen, Hygienebeauftragen und Pflegefachkräften geführt. „Basierend auf den Ergebnissen der Untersuchung soll ein Schulungsprogramm entwickelt werden, das künftig dabei helfen soll, kritische Entscheidungen im Pflegebereich reflektiert zu treffen, und das nicht nur im Zusammenhang mit einer Pandemie“, so Müller.

Das steckt hinter dem Projekt HEICO

Das Projekt HEICO (Pflegeheime in der COVID-19 Pandemie) wiederum betrachtet die Auswirkungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen auf die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen. Der Fokus der Studie richtet sich auf die Notwendigkeit, gesetzliche Vorgaben zum Infektionsschutz einzuhalten und zugleich die Pflege und die Versorgung von Heimbewohnerinnen und -bewohner zu gewährleisten.

Konsortium aus zehn Hochschulen beteiligt

„Geltende Prüfrichtlinien und Dokumentationspflichten wurden teilweise außer Kraft gesetzt. Zudem wurde die psychosoziale Situation durch die Kontaktsperre beeinflusst“, sagt Müller. Die damit einher gehenden Herausforderungen und Veränderungen in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen beleuchtet ein Konsortium aus zehn Hochschulen, an dem die TH Rosenheim beteiligt ist. Dafür werden Interviews mit pflegerischen Fach- und Führungskräften sowie Angehörigen von Pflegebedürftigen geführt. Koordiniert wird das Projekt vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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