„ROCkET“ bringt Ideen zum Fliegen

Das ROCkET-Team: Andrea Socher, Sarah Baumann, Gabriela Cumpanas, Stephanie Kapitza und Julia Gillesberger (von links).

Von der Geschäftsidee zum erfolgreichen Start-up ist es kein einfacher Weg.

An der TH Rosenheim gibt es zur Unterstützung von Gründer*innen seit Kurzem das „Rosenheim Center for Entrepreneurship“, abgekürzt ROCkET.

„Wir wollen die Gründungskultur an der TH Rosenheim stärken und so viele Menschen wie möglich zum unternehmerischen Denken und Handeln motivieren und befähigen“, erklärt Prof. Dr. Stephanie Kapitza, wissenschaftliche Leiterin des ROCkET. Konkret gehe es darum, aktuellen und ehemaligen Studierenden sowie Mitarbeitern der Hochschule in den Bereichen Ideenentwicklung, Vernetzung, Selbstständigkeit und Unternehmensgründung zur Seite zu stehen. 

„Wir helfen unter anderem dabei festzustellen, ob für eine Innovation überhaupt Bedarf vorhanden ist. Die Frage lautet: Gibt es für eine neue Lösung ein ungelöstes oder nicht gut gelöstes Problem?“, so Kapitza. Eine gute Idee reiche für sich allein nicht aus, man müsse damit schließlich auch Geld verdienen können, damit sie fliegt.

„Wir bringen dabei auch Leute zusammen, die sich gut ergänzen. Wenn jemand zum Beispiel technisch sehr geschickt ist, dem aber in Bezug auf die finanziellen Aspekte einer Unternehmensgründung das Know-how fehlt, dann braucht er dafür einen kompetenten Partner“, erläutert die BWL-Professorin.

Start-up-Gutscheinals Besonderheit

Das ROCkET kann Gründer*innen der TH Rosenheim auch finanziell unter die Arme greifen, beispielsweise bei der Herstellung von Prototypen oder bei der Anschaffung spezieller Maschinen. Eine Besonderheit stellt dabei der „Start-up-Gutschein“ dar. Dieser deckt alles ab, was eine Gründungsberatung normalerweise nicht leisten kann: „Das geht von der Bezahlung von Kinderbetreuung über Bereitstellung von Serverinfrastruktur bis hin zur Kostenübernahme für Beratungsstunden bei einem Notar“, erläutert Sarah Baumann, administrative Leiterin des ROCkET. „Wenn der Bedarf begründet ist, geht fast alles.“ Darüber hinaus berate man auch zu staatlichen Förderprogrammen.

Die ersten Monate waren angesichts von Corona nicht einfach, aber man habe das Beste daraus gemacht, so Kapitza. „Wir haben zahlreiche Beratungsgespräche und zwei Veranstaltungen online durchgeführt, aktuell betreuen wir 14 Gründungsteams. Wir sind schon stolz darauf, was wir trotz Corona erreicht haben.“

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