Bestens qualifiziert

Pädagogik der Kindheit: Erste Absolventinnen des Studiengangs in Mühldorf

Der Studiengang „Pädagogik der Kindheit“ am Campus Mühldorf am Inn ist sehr gefragt.
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Der Studiengang „Pädagogik der Kindheit“ am Campus Mühldorf am Inn ist sehr gefragt.

Seit vier Jahren gibt es am Campus Mühldorf am Inn der TH Rosenheim den dualen Studiengang „Pädagogik der Kindheit“, heuer haben die ersten Fachkräfte ihn erfolgreich abgeschlossen. Sie sind nun für Führungsaufgaben sehr gut vorbereitet.

Mühldorf – Zum Beginn des Wintersemesters 2016/17 waren 22 Studierende ins damals neue Studium gestartet. Mittlerweile sind rund 100 Student*innen parallel zu ihrer Erzieherausbildung oder ihrem Beruf im pädagogischen Bereich eingeschrieben, um sich vor allem für Führungspositionen in Kindereinrichtungen zu qualifizieren.

Besondere Kompetenzen gefragt

„Wir füllen die Qualifikationslücke im Wachstumsmarkt Kindertagesbetreuung“, erläutert  Studiengangsleiterin Prof. Dr. Sabina Schutter. Neben fundiertem pädagogischen Wissen brauchen Leiter*innen von Kitas ihren Worten nach auch zunehmend Management-Kenntnisse. „Immer noch sind Kitas das einzige Arbeitsfeld, wo Führungskräfte viel zu wenig Zeit für ihre Leitungsaufgaben erhalten. Gerade das erfordert besondere Fähigkeiten in Personalführung, Projektmanagement und Finanzierungsfragen – und die vermitteln wir“, so Schutter.

Eine der ersten Absolventinnen des Studiengangs „Pädagogik der Kindheit“ ist Julia Wörndl, die bereits im Laufe des Studiums bei ihrem Arbeitgeber in eine Führungsposition wechseln konnte. „Mich hat die Zusammenstellung der Studienfächer überzeugt. Sie sind sehr vielfältig und nah an der Praxis“, sagt sie.

Bedarf wird weiter steigen

Auch Venja Hain hat ihr Studium in diesem Jahr abgeschlossen. Sie profitierte während des Studiums davon, dass über aktuelle Problemfelder diskutiert wurde. „Besonders das kritische Hinterfragen bestimmter Themen hat nicht nur meinen Blickwinkel erweitert, sondern auch entscheidend Einfluss auf meine pädagogische Arbeit genommen“, so Hain.

Für die Zukunft erwartet die Studiengangsleiterin einen weiter steigenden Bedarf an Führungskräften, vor allem mit Blick auf den ab 2025 geltenden Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter. „Mit vielen Quereinsteigern werden bestens ausgebildete Fach- und Führungskräfte noch wichtiger, um die Qualität in den Einrichtungen zu sichern“, prophezeit Schutter.

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