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Noch besser dual studieren

In der Absorberkammer der Fakultät für Ingenieurwissenschaften arbeiten sich Studierende praktisch ins Thema elektromagnetische Verträglichkeit ein.
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In der Absorberkammer der Fakultät für Ingenieurwissenschaften arbeiten sich Studierende praktisch ins Thema elektromagnetische Verträglichkeit ein.

Der Fachkräftemangel stellt auch die Unternehmen in der Region vor immer größere Herausforderungen. Mit dualen Studiengängen können sich Betriebe die Fach- und Führungskräfte von morgen sichern. Die TH Rosenheim macht die entsprechenden Studienangebote noch attraktiver.

Spätestens nach dem Abitur stehen viele Schülerinnen und Schüler vor der entscheidenden Frage: Ausbildung oder Studium? Beides ist heute mit Blick auf den Arbeitsmarkt eine sinnvolle Alternative – doch eigentlich müssen Schulabgänger*innen gar nicht zwingend wählen. Ein duales Studium verbindet theoretische Erkenntnisse aus einem Studiengang mit praktischen Erfahrungen aus einem Unternehmen.

Attraktives Angebot für Studierende

Dieses Modell hat für Studierende mehrere Vorteile: Das im Studium erlernte Wissen lässt sich rasch und regelmäßig im Unternehmen anwenden. Die Vergütung während des Studiums bietet ein Stück finanzielle Sicherheit, zudem bekommen sie neben dem Studienabschluss auch einen Ausbildungsabschluss. Alles in allem ergeben sich durch ein Verbundstudium hervorragende Voraussetzungen für den Berufseinstieg.

Wichtiger Zugang zu jungen Fachkräften

Doch auch Firmen haben bei diesem Studienmodell erheblichen Nutzen: Sie bilden hochqualifizierte Mitarbeiter*innen direkt bei sich aus, sodass sie sowohl vom Hochschulabschluss profitieren als auch von der praktischen Erfahrung und dem Wissen, das der oder die Auszubildende sich im Unternehmen angeeignet hat. Die Betriebe haben auf diese Weise Zugang zu qualifizierten Fachkräften, noch bevor sie auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind. Gleichzeitig werden die Studierenden nach den Ansprüchen und dem Bedarf der Unternehmen ausgebildet. Sie können nach dem Studium losstarten.

An der TH Rosenheim gibt es mehr als 20 Bachelor- und Masterstudiengänge, die sich nach diesem Modell studieren lassen. Vor allem im Bereich Technik ist das Angebot groß und entsprechend nachgefragt. „Wir verzeichnen seit ein paar Jahren einen deutlichen Anstieg bei unseren dualen Studienangeboten“, sagt Prof. Dr.-Ing. Martin Versen, Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften.

Um noch mehr Fachkräfte vor allem für die Unternehmen in der Region auszubilden, bietet die Fakultät ab dem Wintersemester 2022/ 2023 mehr Gestaltungsfreiheit in den dualen Studiengängen. „Bislang ist das fünfte Studiensemester fest für den Praxiseinsatz vorgesehen. In Zukunft wird es möglich sein, Praxisphasen stattdessen auch in die Semesterferien zwischen dem vierten und sechsten Semester zu legen. Dies ermöglicht ein sogenanntes Studium mit vertiefter Praxis, mit dem die Studierenden ihre Belastung individuell steuern und die Praxisphasen am Bedarf ihres Unternehmens ausrichten können“, erläutert Versen.

„Sind dann noch weniger verschult“

Möglich sein wird diese Flexibilität in den Bachelorstudiengängen Elektro- und Informationstechnik, Kunststofftechnik, Maschinenbau, Mechatronik und Medizintechnik. „Im Vergleich zu anderen dualen Studienangeboten, wie es sie zum Beispiel in Baden-Württemberg gibt, haben wir vergleichbare Praxisanteile und sind weniger verschult. Diese höhere Freiheit kommt Studierenden und Unternehmen gleichermaßen zugute“, so der Dekan.

Positive Reaktionen in ersten Gesprächen

Nach Versens Worten befindet sich die Hochschule bereits in Gesprächen mit hiesigen Unternehmen, um auf das neue Angebot für dual Studierende aufmerksam zu machen. „Die Reaktionen, die wir bisher bekommen, sind sehr positiv. Die Firmen erkennen, dass das duale Studium bei uns noch attraktiver wird.“

Auch Gerald Rhein, Vorstandsvorsitzender der regionalen Wirtschaftsvereinigung Seeoner Kreis, wirbt für ein Studium mit hohem Praxisanteil. „Vor allem Mittelständler suchen Fachkräfte auf allen Ebenen. Duale Studienangebote sind ein hervorragendes Mittel, um talentierte Abiturientinnen und Abiturienten frühzeitig für sich zu gewinnen“, so Rhein. So bekämen Unternehmen sozusagen „Nachwuchs nach Maß“.