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Die dritte Mission

Das Projekt LIAM ist ein Beispiel für gesellschaftsrelevante Forschung an der TH. Ein interdisziplinäres Team (im Bild die Mitglieder Peter Maurer, links, und Markus Pauli) tüftelt am E-Rollstuhl der Zukunft.
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Das Projekt LIAM ist ein Beispiel für gesellschaftsrelevante Forschung an der TH. Ein interdisziplinäres Team (im Bild die Mitglieder Peter Maurer, links, und Markus Pauli) tüftelt am E-Rollstuhl der Zukunft.

Die Bedeutung von Forschung und akademischer Lehre für die Wirtschaft und Gesellschaft nimmt stetig zu. Hochschulen bereiten die Welt sozusagen für die Zukunft vor. Vor diesem Hintergrund richtet die TH Rosenheim ihre Strategie für den Wissenstransfer neu aus.

Forschungsprojekte und die wissenschaftliche Ausbildung der Studierenden, die Lehre, gelten als die beiden Kernmissionen von Hochschulen. Doch eine dritte Mission, international als „Third Mission“ bezeichnet, ist im Laufe der vergangenen Jahre explizit hinzugekommen. Dabei geht es um den Auftrag, Hochschulen mit der Zivilgesellschaft und Unternehmen zu verknüpfen.

Zwei Schwerpunkte der dritten Mission

„Wir sehen die dritte Mission als aktive und bewusste Übernahme von Verantwortung für die Gesellschaft, in deren Auftrag wir arbeiten“, sagt Prof. Dr. Peter Niedermaier, der als Vizepräsident der TH Rosenheim den Bereich Forschung und Entwicklung verantwortet. Die Third Mission hat demnach zwei Schwerpunkte: Die gezielte Nutzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen für die vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen und den Transfer von Technologien und Innovationen in Form von Kooperationen mit der Wirtschaft. „Der interaktive Wissenstransfer steht im Zen trum sämtlicher Third-Mission-Aktivitäten“, so Niedermaier.

Gegenseitige Wechselwirkung

Angelegt ist die Third Mission somit als eine Erweiterung der ursprünglichen Tätigkeiten, doch ist es vor allem eine gegenseitige Wechselwirkung. Die Lehre und die Forschung wirken sich auf die dritte Mission aus, doch auch diese hat Auswirkungen auf die beiden anderen Kernaufgaben.

Die Lehre wird in die reale Welt verlagert, was sie wiederum interessanter macht und die Studierenden auf praktische Probleme vorbereitet. Durch Kooperationen mit Unternehmen in studentischen Projekten können sich Forschungsprojekte ergeben oder umgekehrt.

An der TH Rosenheim ist die dritte Mission im Zen trum für Forschung, Entwicklung und Transfer beheimatet. „Wir haben als Ziel, die richtigen Partner zusammenzubringen und dabei Synergien für den technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt zu schaffen“, erläutert der geschäftsführende Leiter Wolfgang Alversammer.

Das nationale und internationale Forschungsengagement umfasst seinen Worten nach fünf übergreifende Fachbereiche: Bioökonomie und Holztechnologie, Digitale Transformation, Gesundheit und Sozialer Wandel, Produkte und Produktion sowie Bauen, Planen und Energie. „Uns ist sehr daran gelegen, besonders auch kleine und mittlere Unternehmen für die von der EU, vom Bund oder von bayerischen Ministerien geförderten Projekte zu gewinnen“, sagt Alversammer.

Angebot wird neu ausgerichtet

Um die Rolle als Impulsgeber und Innovationstreiber für die Region künftig noch gezielter ausfüllen zu können, wird die Transferstrategie der TH Rosenheim derzeit zusammen mit der Wirtschaftsvereinigung Seeoner Kreis neu ausgerichtet. „Unser Angebot ist bereits sehr vielseitig. Wir wollen es künftig neu strukturieren und gezielt ausbauen, um die Kooperation mit den Unternehmen weiter zu verbessern“, erklärt Alversammer.

Transfermanager als neue Schnittstelle

In diesem Zusammenhang wurde, ermöglicht durch Mittel aus dem Technologieprogramm Hightech Agenda Bayern, bereits eine wichtige Position an der Hochschule neu geschaffen: Dr. Torsten Armstroff fungiert als Transfermanager als zentrale Schnittstelle zwischen allen Beteiligten, also in erster Linie Wissenschaftlern/innen, Studierenden und Unternehmen.

Zur Neuausrichtung der Transferstrategie gehört auch die erstmalige Vergabe des Innovationspreises der TH Rosenheim gemeinsam mit dem Seeoner Kreis in diesem Jahr. Nähere Informationen unter www.th-rosenheim.de/innovationspreis oder per E-Mail an torsten.armstroff@th-rosenheim.de. Allgemeine Anfragen beantwortet das Zen trum für Forschung, Entwicklung und Transfer: www.th-rosenheim.de/forschung-entwicklung

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