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Alle drei Minuten eine Sternschnuppe

Sternschnuppenschauer im August - so gut sind die Perseiden in der Region zu sehen

Manuel Philipp aus Rimsting gibt Sterneführungen auf der Ratzinger Höhe sowie auf der Winklmoosalm und kennt sich mit den Perseiden sowie den Gestirnen am Firmament gut aus.
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Manuel Philipp aus Rimsting gibt Sterneführungen auf der Ratzinger Höhe sowie auf der Winklmoosalm und kennt sich mit den Perseiden sowie den Gestirnen am Firmament gut aus.
  • VonAnnette Romming
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In der ersten Augusthälfte flitzen die Perseiden über den Nachthimmel. Rund alle drei Minuten kann man dann eine Sternschnuppe sehen. Ihren Höhepunkt erreichen sie in der Nacht vom 12. auf den 13. August. So stehen die Chance, die Perseiden in der Region zu beobachten.

Rosenheim/Wasserburg/Mühldorf/Traunstein/Berchtesgaden - Schaulustigen und Sternenguckern wird ein Feuerwerk geboten: Die Sternschnuppen der Perseiden sind in der ersten Augusthälfte teils im Minutentakt am Nachthimmel zu sehen. Und die Voraussetzungen für einen Blick auf das Spektakel sind gut: „Dieses Jahr sind die Bedingungen besonders günstig, denn der Mond geht bereits am späten Abend unter“, heißt es bei der Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland. Damit helle sein Licht den Nachthimmel nicht auf und störe nicht den Blick auf die verglühenden kosmischen Staubteile. „Unter optimalen Bedingungen kann man so alle ein bis zwei Minuten einen Meteor über den Himmel huschen sehen.“

Leseraufruf: Perseiden: Schickt uns Eure schönsten Sternschnuppenbilder

Der Höhepunkt des Meteorstroms wird den Sternfreunden zufolge in den Nächten zum 12. und 13. August erwartet. Wer dann bei klarem Himmel nach Mitternacht in Richtung Osten schaut, könnte Dutzende Sternschnuppen pro Stunde sehen.

Nach dem bislang eher trüben Sommerwetter ist dem Deutschen Wetterdienst zufolge in Teilen Deutschlands der Blick in den Sternenhimmel in beiden Nächten nicht von Wolken versperrt. „In der Nacht zum Donnerstag sieht es vielerorts gut aus. Es ist wolkenfrei oder nur leicht bewölkt“, sagte eine Sprecherin in Offenbach. Die besten Chancen auf einen Blick auf die Sternschnuppen gebe es im Osten und Süden, wobei am Alpenrand im Laufe der Nacht Wolken und Niederschläge die Sicht zum Sternenhimmel vereiteln könnten.

Sternschnuppen der Perseiden, fotografiert im Sternenpark Winklmoosalm.

Gemeinsam Sternschnuppen beobachten mit der Sternwarte Oberreith

Am Freitag, den 13. August, bietet die Sternwarte Oberreith alles Interessierten die Möglichkeit im Wildpark Sternschnuppen zu beobachten. Bevor es dunkel wird ist ein Grillabend geplant. Ab ca. 22 Uhr kann man es sich in den vielen Liegen die im Park verteilt sind gemütlich machen und in den Himmel blicken. Dazu werden Sternführungen die Sternbilder erklären. Warme Kleidung und Decken werden empfohlen.

Lesen Sie auch: Die Perseiden-Nächte begeistern, „sie faszinieren jährlich mehr Menschen“

Auch die Sternwarte wird geöffnet sein. In der Sternwarte gilt ein coronakonformes Hygienekonzept. Es werden nur maximal 10 Personen in geschlosssen Gruppen in die Sternwarte eingelassen.

Was sind die Perseiden?

Die Perseiden scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, doch sie sind eine Wolke von Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle, in die die Erde jedes Jahr auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne eintaucht. Der Komet wurde nach Angaben der Sternfreunde am 19. Juli 1862 unabhängig voneinander von Lewis Swift und Horace Tuttle entdeckt und braucht für einen Umlauf um die Sonne rund 133 Jahre. Das nächste Mal dürfte er von der Erde aus im Jahr 2126 sichtbar werden.

Perseiden-Fall vor der Milchstraße zeigt dieses Foto von Markus Bauer.

Was in der Erdatmosphäre verglüht, sind dem Planetarium in Hamburg zufolge Brösel des Kometen, die er auf seiner Umlaufbahn verliert. Jedes Jahr im August kreuze die Erde diese kosmische Trümmerspur, und die Kometenpartikel fallen auf die Atmosphäre wie Regentropfen auf eine Autoscheibe.

Sie verglühen dann 100 bis 80 Kilometer über der Erdoberfläche. Einige Partikel seien hell genug, um sie selbst bei störendem Licht in Großstädten sehen zu können. Das Planetarium rät dennoch, einen dunklen Standort ohne störendes Licht aufzusuchen und auch Geduld mitzubringen. Die Sternschnuppen werden wohl in Schüben kommen, und die Augen müssten sich auch erst einmal an die Dunkelheit der Nacht gewöhnen. (mit Material der dpa)

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