„TRAUMFABRIK“ GASTIERT ERSTMALS IN ROSENHEIM

Zwei Stunden im Reich der Fantasie

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Im fast ausverkauften Kultur- und Kongresszentrum lud die „Traumfabrik“ die Zuschauer zum Staunen, Lachen und Träumen ein. Das „Showtheater der Fantasie“, wie sich die Produktion nennt, bot eine Mischung aus Musik, Tanz, Theater, Artistik, Comedy, Varieté und Cirque Nouveau.

Rosenheim – In neun Städten geht die „Traumfabrik“ jedes Jahr – von Weihnachten bis Ende Januar – auf Tournee. In diesem Jahr kam das 30-köpfige Ensemble erstmals nach Rosenheim. Gleich drei Aufführungen gab es im Kuko.

Rainer Pawelke ist künstlerischer Leiter, Choreograf und Produzent der preisgekrönten „Traumfabrik“. Unterstützt wird er von Maria Ruffing, Nicole und Ingo Pawelke. Letzterer führte auch als Moderator durch die Veranstaltung und zog die Zuschauer mit seiner charmanten und geheimnisvollen Art von der ersten Minute an in den Bann der „Traumfabrik“.

Mit einer La-Ola-Welle wurden die Zuschauer auf den Abend eingestimmt. „Wir laden Sie zu einer Reise in die Zukunft ein“, eröffnete Ingo Pawelke das Programm: „Werden Sie jetzt ein Teil in der Fabrik der Träume.“

Gestartet wurde mit der Szene „Die Mondlandung – wie es wirklich war“. Das Traumfabrik-Ensemble um Georg Sosani, Uta Keppler, Katja Knorr und Angelika Seebauer klärte die Zuschauer darüber auf, dass nicht nur die Amerikaner auf dem Mond gelandet sind, sondern auch – wie sollte es anders sein – die Bayern. Scheinbar schwerelos glitten die Astronauten beim Fußballspielen durch die Luft.

Abwechslungsreich ging es weiter. Der österreichische „Alpenjodler“ Sebastian Berger und seine Partnerin Christiane Hapt jonglierten mit brennenden Stäben. Sie wurden von einem mit alten Holzschuhen klappernden Mütterchen mit Wäsche in der „Geisterstunde“ abgelöst. Die Wäsche machte sich selbstständig und sagte am Ende – mit roten Riesenlippen – Nina Hagens „Es wird einmal ein Wunder geschehen“.

Lustig ging es zu im „Wartezimmer“, in dem eine Familie mit einer längenvariablen Wartebank kämpft. Die Nummer „Windballett“ ließ mithilfe von Ventilatoren Textilbahnen lebendig werden und entführte, verbunden mit Martina Spörls Geigenspiel, in eine Traumwelt.

Bei „Metamorphose“ war die Fantasie der Zuschauer gefragt und auch die Schwarzlicht-Gruppe „Elektric Vibes“ passte mit ihren tanzenden Lichtern und blitzschnellen Bewegungen perfekt ins Programm. In einem übergroßen Reifen überzeugte der Brasilianer Nildo Siqueira mit seiner Balancier-Ästhetik. Arthur Ivankovich aus Weißrussland und André Farstad aus Norwegen katapultierten sich mit einem Schleuderbrett hoch über die Köpfe der Zuschauer. Nach zwei Stunden ging der Ausflug in das Reich der Fantasie zu Ende: Wie schon seit 36 Jahren beendete auch in Rosenheim der Tanz der Bänder zu Smetanas „Die Moldau“ die „Traumfabrik“. hei

Das Großmütterchen mit seinen Holzschuhen trat im Akt „Geisterstunde“ auf.

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