Bayerischer Bauherrenpreis für Rosenheimer Ingenieure

Zeitgemäßer Energiestandard und Denkmalschutz

Die Rosenheimer Duschl-Ingenieure freuen sich über die Auszeichnung mit dem Bayerischen Bauherrenpreis. Foto re

Rosenheim - Beim Bauherrenpreis für energieeffiziente Erneuerung der Bayerischen Landesregierung wurde ein Projekt der Siemens Wohnungsgesellschaft prämiert, für das Duschl Ingenieure aus Rosenheim die Gebäudetechnik geplant haben. Der Bauherrenpreis ist mit keinerlei Geldzahlung verbunden, gilt aber als prestigeträchtige Auszeichnung für nachhaltige Projekte. Damit zeichnet das Staatsministerium des Innern nach eigenen Angaben engagierten Bauherren und Architekten aus, die beispielhaft in Gebäude und Gebiete investiert haben, um den Ressourcenverbrauch und die von den Gebäuden verursachten CO2-Emissionen zu senken.

Die "Weiße Siemens Siedlung" in München, eine in den 50er-Jahren gebaute Wohnsiedlung, stellte besondere Herausforderungen bei der Sanierung. Ziel war es, die Anforderungen des Denkmalschutzes mit einem zeitgemäßen Energiestandard in Einklang zu bringen. Die schmalen Dachkanten und zurückhaltenden Profile lassen eigentlich nicht viel Raum für eine zeitgemäße, angemessene Dämmung. Die Jury lobte: "Die besonders schützenswerte, zeittypische Architektur der von Emil Freymuth entworfenen Wohnsiedlung wurde überzeugend mit modernsten energetischen Maßnahmen in Einklang gebracht. Zugleich wurde eine wenig ansprechende Sanierung der 80er-Jahre rückgängig gemacht."

Geschäftsführer Gerhard Duschl ist stolz auf seine Mitarbeiter, die dieses Projekt möglich gemacht haben: "Die Maßnahme erforderte besondere Kreativität. Wir sind neue Wege gegangen." Bei der "Weiße Siemens Siedlung" wurden seit Oktober 2005 drei Gebäuderiegel mit annähernd 80 Wohneinheiten saniert.

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