Den „Gute-Laune-Akku“ aufladen

„Young Art Festival“ des Rosenheimer Stadtjugendrings geht später an den Start

Mit von der Partie: die Rosenheimer Band „Kaffkiez“.
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Mit von der Partie: die Rosenheimer Band „Kaffkiez“.
  • vonKilian Schroeder
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„Möglicherweise steht uns mit Corona ein schwerer Winter bevor. Mit dem Festival wollen wir den ,Gute-Laune-Akku‘ der Leute ein wenig aufladen.“ So beschreibt Abuzar Erdogan, Vorsitzender des Rosenheimer Stadtjugendrings, einen Grund für die Organisation das „Young Art Festival“.

Update 23. Oktober:

Young Art Festival wird verschoben

Das Young Art Festival vom 29. Oktober bis zum 7. November im Rosenheimer Lokschuppen wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Bereits gebuchte Tagestickets werden über Eventbrite zurückerstattet. Sobald sich die Lage stabilisiert hat, wird das Young Art Festival laut dem Stadtjugendring nachgeholt.

Meldung 15. Oktober:

Rosenheim – Der Festivalsommer war coronabedingt heuer eher mau. So war beispielsweise das Rosenheimer Sommerfestival der Pandemie zum Opfer gefallen. Der Stadtjugendring Rosenheim gibt sich aber nicht geschlagen: Am Donnerstag, 29. Oktober, startet das „Young Art Festival“ in den Räumen des Stadtjugendrings im Lokschuppen. Zahlreiche Künstler verschiedener Genres treten auf. Damit das Festival steigen kann, haben die Veranstalter ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt.

Jugendliche entwickeln Logo

„Es gibt jede Menge Jugendkultur in Rosenheim“, sagt Tanja Borsten. Die Sozialpädagogin organisiert das „Young Art Festival“ zusammen mit einer Gruppe Jugendlicher. Auch das Logo und die Social-Media-Präsenz wurde von Jugendlichen entwickelt.

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Das Programm ist gespckt mit jungen Künstlern aus der Region. Nicht nur Musiker sollen die Gäste unterhalten, auch Zauberer, Poetry Slammer, Maler, Modemacher, Akrobaten oder Stand-Up-Comedians zeigen ihr Können. Insgesamt treten über 30 Künstler an zwei Wochenenden auf. „Die Technik übernehmen auch junge Ton- und Lichttechniker aus dem Raum Rosenheim, denen natürlich über den Sommer Einnahmen verloren gegangen sind“, sagt Borsten.

Idee gärt schon länger

Die Idee für ein Festival zur Jugendkultur trägt sie schon länger mit sich rum. Bisher war dafür bei den vielen Veranstaltungen im Stadtjugendring über das Jahr weder Zeit noch Raum. In gewisser Weise gab Corona dann den Startschuss für das Festival: Da andere Events ausfielen, entstand Platz für das Angebot. Es soll bewusst trotz der Pandemie stattfinden.

„Wir wollen das machen, was möglich ist“, sagt Abuzar Erdogan, Vorsitzender des Stadtjugendrings. Die Entscheidung, das Festival durchzuführen, sei aber nicht leicht gewesen. „Es war eine wirklich schwierige Abschätzung. Aber wir haben ein festes Hygienekonzept, zum Beispiel dürfen in den Saal im Lokschuppen nur 50 statt 300 Leute.“ Zwei Punkte hätten schließlich den Ausschlag für das Festival gegeben: Ein kulturelles Angebot zu schaffen und die Künstler zu unterstützen. „Die Künstler brauchen natürlich eine Plattform. Die können wir ihnen geben“, sagt Erdogan. „Möglicherweise steht uns mit Corona ein schwerer Winter bevor. Mit dem Festival wollen wir den ,Gute-Laune-Akku‘ der Leute ein wenig aufladen.“

Alle Räume im Lokschuppen eingeplant

Die Gruppe „Luegstoa C“ tritt am Freitag, 6. November, auf,

Mit dem Festival will der Stadtjugendring die Rosenheimer Jugendkultur in ihrer ganzen Bandbreite zeigen – und natürlich das Publikum unterhalten. „Ich hoffe, die Leute gehen danach nach Hause und hatten einfach einen guten Abend“, sagt Tanja Borsten. Vielleicht wird in diesem Jahr ja der Festival-Herbst dafür richtig gut.

Um die Hygieneregeln einzuhalten, werden alle Räume des Stadtjugendrings im Lokschuppen genutzt. Ein Wegesystem führt durch die verschiedenen Veranstaltungen und Sicherheitspersonal achtet darauf, dass sich nicht zu viele Personen in einem Raum befinden und der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Wer kommen will, muss zuvor online die Tagestickets buchen und in den meisten Räumen werden feste Plätze zugewiesen.

Im Programm mischen sich Newcomer mit schon bekannteren Künstlern. Es gibt Zaubershows von den Magiern Adrian Kolakusic, Benedikt Hafner und Christoph Pross sowie Ausstellungen von regionalen Künstlern wie Corbinian Nicolai, Carmine Iacolare, oder Elias Brader. Außerdem findet eine Modenschau des lokalen Labels „Hic sunt leones“ statt. Dazu kommen Musikauftritte von Bands wie „Kaffkiez“, „Saguru“ „Luegstoa C“, als Headliner spielt „Django 3000“.

„Das ist für uns Künstler mega wichtig“, sagt Johannes Eisner. Der Frontmann der Rosenheimer Band „Kaffkiez“ freut sich auf das Festival. „Ich glaube, genau so etwas braucht das kulturelle Leben in der Stadt, sonst schläft alles ein.“ Seine Band gehört zu den Hauptacts des Festivals. In München haben sie schon ein Konzert unter „Corona-Bedingungen“ gespielt. „Wir waren ein bisschen nervös, aber die Leute feiern trotzdem. Auch wenn es im Saal viel weniger sind, ist das Publikum genau so laut“, sagt Eisner.

Finanzielle Unterstützung

Das „Young Art Festival“ findet über sechs Abende verteilt statt – von Donnerstag, 29., bis Samstag, 31. Oktober, sowie von Donnerstag, 5., bis Samstag, 7. November. Tagestickets gibt es online auf der Website des Stadtjugendrings. Um die Künstler und Techniker zu unterstützen, kosten sie symbolische zwei Euro. Die Karten müssen im Voraus gebucht werden.

Jugendkultur in ihrer ganzen Bandbreite

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