Wunsch nach Jugendherberge

Ehrungen beim Stadtjugendring: Für ihre langjährige Zugehörigkeit zeichneten Teamleiter Süd Markus Bundil (Mitte) und SJR-Vorsitzender Stefan Hofer (Zweiter von links) Isabelle Schweier und Happi Wörndl aus.
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Ehrungen beim Stadtjugendring: Für ihre langjährige Zugehörigkeit zeichneten Teamleiter Süd Markus Bundil (Mitte) und SJR-Vorsitzender Stefan Hofer (Zweiter von links) Isabelle Schweier und Happi Wörndl aus.

Rosenheim - Im kommenden Jahr feiert der Stadtjugendring sein 50-jähriges Bestehen. Die Planungen dafür haben bereits begonnen, wie bei der Herbst-Vollversammlung des Vereins deutlich wurde. Berichtet wurde auch über zahlreiche Aktivitäten in den vergangenen Monaten. Außerdem wurden Ideen für die Zukunft vorgestellt, so etwa eine Jugendherberge in der Stadt.

Für die Vorstandschaft des Stadtjugendrings (SJR) mit Stefan Hofer an der Spitze gab es seit Frühjahr dieses Jahres viel zu tun. Einen besonderen Planungsaufwand stellte dabei das Seifenkistenrennen am Wernhardsberg dar. "Der Aufwand hat sich gelohnt. Alles ist super gelaufen", freute sich Hofer. Im kommenden Jahr steht wieder das Jugend-Straßenfest auf dem Programm: "Dafür wünschen wir uns, dass möglichst viele Vereine mit ausgefallenen Aktionen teilnehmen."

Tätigkeitsberichte über das vergangene halbe Jahr gab es auch noch von einigen anderen Mitgliedern. Markus Bundil stellte beispielsweise die Arbeit des Jugendtreffs "Energy" in der Endorferau vor. "Dort verläuft alles völlig störungsfrei", freute er sich. Besonders hob er dabei das Fußballspiel zwischen deutschen und türkischen Anwohnern hervor: "Da ging es sehr friedvoll zu."

Einen enormen Andrang verzeichne man nach wie vor bei den sogenannten "U-16- Partys" für Jugendliche unter 16 Jahren. "Bei der letzten Veranstaltung kamen wieder über 400 junge Damen und Herren", wurde berichtet.

SJR-Geschäftsführer Markus Bauer hatte ebenfalls viel Positives zu vermelden. Man wisse zwar noch nicht, wie das finanzielle Budget für den Verein nach dem Auslaufen des Projekts "Soziale Stadt" aussieht. "Die Auswirkungen stehen noch nicht zu 100 Prozent fest. Aber wir sind auf einem guten Weg, unsere Jugendarbeit so weiterzuführen wie bisher", meinte er.

Derzeit denke man darüber nach, Gebäude auf dem Jugendfreizeitgelände mit Fotovoltaikanlagen zu versehen. "Bis jetzt hatten wir da ja noch nicht so viel Sonne, aber nach dem Unwetter in diesem Jahr hat sich das geändert", meinte Bauer mit Humor. Es gab aber auch ernste Worte über den schweren Sturm: "Dieses Ereignis hat gezeigt, dass der Spaß von einer Minute auf die andere vorbei sein kann. Dann kommt es nur noch auf das fachmännische und richtige Verhalten der Betreuer an. Das hat in diesem Fall funktioniert, und darum ist niemand zu Schaden gekommen."

Sorgen bereitet laut Bauer derzeit der Jugendtreff "Energy" aus baulicher Sicht. "Dieses Gebäude ist in einem sehr schlechten Zustand", berichtete er. Ersatz für diesen Treffpunkt sei unbedingt nötig. Bauer stellte auch noch eine Idee für die Zukunft vor. Zusammen mit dem Förderverein Jugendarbeit denke man derzeit darüber nach, eine Übernachtungsmöglichkeit für junge Menschen in der Stadt einzurichten. "Bei uns gibt es keine Jugendherberge oder ähnliche Angebote", so der Geschäftsführer.

Abgestimmt wurde bei der Herbstversammlung über einen Antrag des Kreisjugendrings Weilheim-Schongau. In diesem setzt sich der Bayerische Jugendring auf politischer Ebene dafür ein, dass anerkannte Träger der Jugendhilfe, aber auch Kindergärten und Schulen im Rahmen ihrer gemeinnützigen Tätigkeit für die Nutzung urheberrechtlich oder in sonstiger Weise geschützter Werke wie etwa Musik, Noten, Liedtexte, Filme und Fotos weder Gebühr, Abgaben oder sonstige Zahlungen leisten müssen. Der Antrag wurde einstimmig befürwortet.

Auf dem Programm der Versammlung standen auch zwei Ehrungen. Für langjährige Zugehörigkeit zum Stadtjugendring wurden Happi Wörndl und Isabelle Schweier ausgezeichnet.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

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