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Ecke Küpferling-/Hubertusstraße

Wohnbauprojekt in Rosenheim soll in die Höhe wachsen statt in die Breite

An der Kreuzung Happinger-/Küpferlingstraße soll ein fünfstöckiges Wohngebäude nebst Café entstehen.
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An der Kreuzung Happinger-/Küpferlingstraße soll ein fünfstöckiges Wohngebäude nebst Café entstehen.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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An der Ecke Hubertus-/Küpferlingstraße soll ein fünfstöckiges Wohngebäude entstehen. Die Rosenheimer Wohnbaugesellschaft „Beck&Fraundienst“ will das Vorhaben im ehemaligen Eisenbahnerquartier verwirklichen. Dabei sollen auch Wohnungen für Bezieher mittlerer Einkommen entstehen.

Rosenheim - Insgesamt 56 Wohnungen will der Vorhabenträger auf einer Grundfläche von 1750 Quadratmetern errichten. So lautet zumindest die derzeitige Planung. Seit 2019 ist die Gesellschaft „Beck&Fraudienst“ Eigentümerin des Geländes, auf dem derzeit noch Wohngebäude aus der Zeit um 1925 stehen.

„Durchgreifende Sanierungsarbeiten sind vom Vorbesitzer nicht durchgeführt worden“, ist im Antrag des Bauträgers an die Stadt zu lesen. Daher sollen die Bestandsbauten weichen und mit einem „neuen, zukunftsorientierten Wohnkonzept“ überplant werden.

Zwei Geschosse für geförderten Wohnraum

Zu diesem gehört zum einen, dass die Planer in ihrem derzeitigen Entwurf auch geförderten Wohnraum vorsehen. Zwei Geschosse will der Bauherr für diesen Zweck vorhalten. Als Zielgruppe definieren die Planer „Haushalte mit mittlerem Einkommen“. Zu diesen zählen sie Personen aus Sozialberufen, Arbeiter und Angestellte, die mit ihrem Gehalt auf dem Rosenheimer Wohnungsmarkt Schwierigkeiten haben, eine geeignete Bleibe zu finden.

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Die Zuschnitte der Wohnungen sollen sich zwischen zwei und vier Zimmern bewegen, die notwendigen Stellplätze für die Anwohner unter der Erde entstehen, ebenso eine Fahrradgarage mit 180 Stellplätzen. Für das Dach plant der Bauträger neben Begrünung auch eine Fotovoltaikanlage. Eine Begrünung sieht die Planung auch für den Innenhof vor. Die Wärmeversorgung soll über das Fernwärmenetz der Stadtwerke erfolgen, das ebenso die Energie für Kühlsysteme liefern soll, um die Dachgeschosswohnungen zu klimatisieren. Ebenso plant der Bauherr ein „Service-Angebot“ für die künftigen Bewohner.

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„Zielgruppe sind dabei insbesondere ältere Mitbürger, die noch in großen Häusern auf großen Grundstücken leben und sich im fortgeschrittenen Alter eine sichere Alternative suchen“, ist im Antrag des Bauherren für den notwendigen Bebauungsplan zu lesen. Für das Erdgeschoss sieht die Planung ein Backshop nebst Café vorgesehen, das Bewohnern aber auch Anwohnern zudem eine Möglichkeit zum Einkauf bieten soll.

Die Bestandsgebäude auf der Fläche sollen für den Naubau weichen.

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Durch die Fraktionen hinweg signalisierten die Mitglieder des Stadtplanungsausschusses Zustimmung für das Projekt. Vor allem die Tatsache, dass mit dem Bau in die Höhe bereits versiegelte Flächen genutzt werden könnten, fand das Gremium sympathisch. Indes mahnte der Grünen-Stadtrat Franz Lukas, dass mit dem Gebäude ein Stilbruch in der Umgebung der historischen Eisenbahnersiedlung begehe, mit dem er jedoch leben könne.

SPD: Ein bis zwei Stockwerke mehr

Der SPD-Fraktionschef Abuzar Erdogan fand, man sollte das Konzept als Anfang nutzen, um das gesamte Areal neu denken zu können. „Rosenheim ist eine Stadt, die wächst, die Wohnraum braucht. Wo, wenn nicht dort?“, fragte er ins Plenum. Dennoch gaben die Ausschussmitglieder den Planern noch eine Hausaufgabe mit auf den Weg: Zumindest an der zur Straße gewandten Ecke des Gebäudes sollen die Architekten noch mehr in die Höhe gehen.

SPD: Weiter in die Höhe gehen

Zuvor hatte der SPD-Fraktionschef Erdogan den Wunsch geäußert, bei dem Objekt noch weiter in die Höhe zu gehen. „Wenn man noch ein bis zwei Stockwerke nach oben gehen kann, sollte man das machen“, fand der Sozialdemokrat und erntete damit einen Einwand der Grünen-Stadträtin Anna Rutz. Sie mahnte: „Rosenheim sollte nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ wachsen“.

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