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Woche der Nachhaltigkeit

Rosenheims Energie im Fortschritt – Die Zeit ist REiF

Die Stadtwerke Rosenheim sind dabei, eine nachhaltigere Energiewirtschaft umzusetzen.
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Versorgungssicherheit für Kunden, unabhängig vom großen Markt, und gleichzeitig den Klimaschutz voranbringen: Die Stadtwerke Rosenheim sind dabei, eine nachhaltigere Energiewirtschaft umzusetzen.
  • VonViktoria Röckl
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Versorgungssicherheit für Kunden, unabhängig vom großen Markt, und gleichzeitig den Klimaschutz weiter voranbringen: Das sind zwei große Themen, die seit Jahren bei den Stadtwerken Rosenheim im Mittelpunkt stehen.

Rosenheim - „Als Energieversorger setzen wir alles daran, die Stadt sicher mit Strom und Wärme zu versorgen“, sagt Geschäftsführer Dr. Götz Brühl. Dass es genau diese Themen sind, die auch die Kunden bewegen, bestätigte die diesjährige Hausmesse der Stadtwerke, die unter dem Motto stand: Rosenheims Energie im Fortschritt, kurz REiF. Die Zeit ist REiF.

Mix an Energieformen

Eine sichere und unabhängige Energieversorgung ist nur durch einen Mix unterschiedlicher Energieformen möglich. „Je nach Bedarf und Verfügbarkeit müssen wir verschiedene Energiesysteme nutzen. Die Zukunft der Energie bedeutet deshalb vor allem auch Diversität“, erklärt Dr. Götz Brühl. Damit die Stadtwerke Energie liefern können, werden die innovative KraftWärme-Kopplung, die Fernwärme und die Holzvergasung ausgebaut und weiterentwickelt, es wird verstärkt Biomethan eingesetzt und auch vorhandene Energiespeicher werden besser ausgenutzt.

Darüber hinaus ist auch das Müllheizkraftwerk ein wichtiger regionaler Energieträger. Ob Energie sicher ist, hängt aber auch von weiteren Faktoren ab, allen voran, in welchem Tempo der Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze voranschreitet.

Unabhängig werden

Die Knappheit beziehungsweise die Verteuerung fossiler Brennstoffe zeigen, dass die Stadtwerke ihre Versorgung in Richtung erneuerbare Energien, beziehungsweise in unabhängigere Systeme lenken muss. Rosenheim ist bei der Stromund Wärmeerzeugung mit TÜV-zertifizierter CO2-neutraler Fernwärme, Kraft-Wärme-Kopplung oder Holzvergasung weder am Ende noch am Anfang, sondern mittendrin auf dem Weg in eine nachhaltigere Energiewirtschaft.

Aktuell erzeugen die Stadtwerke Rosenheim etwa halb so viel Strom, wie in der Stadt gebraucht wird. Das kann allerdings je nach Marktsituation schwanken und könnte dieses Jahr (2022) deutlich abweichen. Bis 2025 soll in Rosenheim aber bilanziell so viel Strom erzeugt werden, wie vor Ort im Jahr benötigt wird. „Eine autarke regionale Energieversorgung wäre zu kostenintensiv“, räumt Dr. Brühl ein. „Stattdessen ist es wirtschaftlich sinnvoll, vorhandene Überkapazitäten anderer Regionen zu nutzen. Dazu bedarf es aber auch einer verbesserten Netzinfrastruktur in Deutschland.“

Zu einem iKWK-System gehören drei Bausteine: Gasmotor, Elektrokessel und Wärmepumpe.

2025 nahezu CO2-neutral

Rosenheim setzt bei erneuerbaren Energien auf Wasserkraft, Biomasseheizkraftwerk und Biomethan sowie PV-Stromerzeugung. Bis 2025 möchten die Stadtwerke die Stadt Rosenheim nahezu CO2-neutral mit Strom und Fernwärme versorgen. Ein Baustein ist die iKWK. Die iKWK-Anlagen sind ein bedeutender Beitrag zum Umbau des Energiesystems, stärken die Versorgungssicherheit in Rosenheim und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung des Kohlenstoffdioxids (CO2).

Durch den flexiblen Einsatz der Anlagen, je nach Markt- und Versorgungssituation orientiert sich die bedarfsgerechte Wärmeerzeugung nicht nur am Verbraucher, sondern auch an der Belastungssituation des aktuellen Stromnetzes. Bei geringer Strommenge kann entsprechend mehr Strom in das Netz eingespeist werden, zu hohe Strommengen sind für die Wärmeproduktion nutzbar. Insgesamt sorgt das iKWKSystem somit für ein stabileres Stromnetz und verhindert die Abregelung beziehungsweise Reduzierung von Photovoltaik- und Windstrom.

Drei neue Wärmepumpen

Dieses Jahr wurde das Wärmepumpengebäude in der Schönfeldstraße fertiggestellt und drei neue Wärmepumpen konnten einziehen. Aus dem Rosenheimer Mühlbach wird thermische Energie mittels einer Wärmepumpe entzogen. Die Pumpe entnimmt dem Bachlauf Wasser und nutzt dessen Umweltwärme. Beim Durchlauf des Bachwassers durch die Wärmepumpe wird das Wasser abgekühlt und so die thermische Energie entnommen, bevor es wieder in den Mühlbach zurückgeleitet wird. Die gewonnene Energie wird über das Müllheizkraftwerk dem Fernwärmenetz zugeführt.

Der Standort für die Wärmepumpen an der Schönfeldstraße ist zudem strategisch gut gewählt. Die Nähe zum Heizkraftwerk der Stadtwerke Rosenheim und der angrenzende Bachlauf des Mühlbachs machen diesen Standort effizient und wirtschaftlich. Die Stadtwerke Rosenheim versorgen große Teile des Stadtgebiets mit klimafreundlicher Fernwärme. Als Energieversorger vor Ort liefern die SWRO die Heizenergie über Leitungen direkt ins Haus, ähnlich wie Strom oder Trinkwasser. Für Fernwärme-Kunden ist das sehr komfortabel, denn eine eigene Heizanlage ist nicht mehr nötig. Zudem übernehmen die Stadtwerke nicht nur die Wärmeerzeugung und -verteilung, sondern auch die Wartung und die Instandhaltung.

Mit dem eigens entwickelten Rosenheimer Verfahren zur Biomassevergasung kann der Energiegehalt von Holz effizient ausgeschöpft werden.

Aus Holz wird Gas mit dem Rosenheimer Verfahren

Seit Jahrhunderten ist Holz eines der wichtigsten Wirtschaftsgüter in der Region. Da liegt es nahe, diesen nachwachsenden Rohstoff auch zur Energieerzeugung zu nutzen. Allerdings nicht, indem Holz in einem Heizkessel oder einem Heizkraftwerk verbrannt wird – diesen Weg halten die Stadtwerke Rosenheim für nicht effizient genug. Stattdessen wurde ein Verfahren entwickelt, das den Energiegehalt von Holz deutlich besser ausschöpft: das ROSENHEIMER VERFAHREN zur Biomassevergasung. Damit wird aus dem Holz zunächst ein brennbares Gas gewonnen. Mit diesem Brennstoff erzeugen die Stadtwerke dann mit hoher Effizienz in modernen Gasmotoren Strom und Wärme.

Die Gasmotoren sorgen unter anderem dafür, dass diese Anlage deutschlandweit zu den innovativsten gehört.

Strom und Wärme aus Müll

Mit der kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme („Kraft-Wärme-Kopplung“, kurz KWK) gehört das Müllheizkraftwerk der Stadtwerke Rosenheim zu den deutschlandweit innovativsten Anlagen für die Abfallverwertung. Denn viele Müllverbrennungsanlagen erzeugen ausschließlich Strom; die Wärme entweicht ungenutzt in die Umwelt. „Mit unserer KWK Technologie dagegen kann die Energie, die im Müll steckt, fast vollständig verwertet werden“, betont Reinhold Egeler. Das ist nicht nur wirtschaftlich, sondern schützt zudem das Klima: Jede Tonne Müll, die im Heizkraftwerk verbrannt wird, ersetzt rein rechnerisch 250 Liter Heizöl oder 250 Kubikmeter Erdgas!

Pro Jahr verwandelt das Müllheizkraftwerk der Stadtwerke 65000 Tonnen Müll in Strom und Wärme. Das Müllheizkraftwerk hat dabei eine hohe Effizienz bei geringen Emissionen.

Geringe Emissionen dank moderner Filter

Das Müllheizkraftwerk der Stadtwerke verwandelt pro Jahr 65.000 Tonnen Müll in Strom und Wärme. Es zeichnet sich nicht nur durch eine hohe Effizienz, sondern auch durch geringe Emissionen aus. In der Vergangenheit wurde immer wieder in modernste, leistungsstarke Filter- und Reinigungssysteme investiert, um die Luftbelastung stetig zu senken. So ist das Müllheizkraftwerk unter anderem mit einer Entstickungsanlage und einer Rauchgasreinigung ausgestattet, die den Ausstoß von Feinstaub und anderen Schadstoffen auf ein Minimum reduziert. Auf diese Weise unterschreiten die Stadtwerke Rosenheim alle gesetzlichen Grenzwerte deutlich. Das belegen auch die Emissionsdaten, die jeden Monat und zusätzlich als Jahresbericht über die Website swro.de veröffentlicht werden. 

STADTWERKE ROSENHEIM

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