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Über die Feiertage

Wo in Rosenheim an Weihnachten noch Corona-Tests möglich sind

Der Corona-Test ist gemacht, aber das Ergebnis kommt nicht. Eine OVB-Leserin erlebte diese beunruhigende Situation. Wir fragten nach den Gründen.
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Coronatests sind auch über die Feiertage möglich. (Symbolbild)

Elf Corona-Testzentren verzeichnet das Landratsamt für die Rosenheimer Innenstadt auf seiner Internetseite. Auch über Weihnachten haben einige Anbieter geöffnet. Doch nicht jeder rechnet mit Blick auf die Feiertage mit einem Ansturm.

von Katja Schelle und Jens Kirschner

Rosenheim – „Wir gehen davon aus, dass wir an Weihnachten weniger Tests machen werden“, sagt Johannes Weidinger. Er ist der Teamleiter für die Testzentren des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Rosenheim. Seine Vermutung ruht auf der Feststellung, dass viele Leute die Tests für ihren Arbeitgeber benötigten. „Das fällt an den Feiertagen weg.“ Dennoch bietet das BRK an Weihnachten Testmöglichkeiten, wenn auch zu reduzierten Öffnungszeiten. Dies gerade für Personen, die ihre Verwandtschaft in Pflegeheimen besuchen wollen. „Es wird immer irgendwo eine Teststelle geöffnet sein“, verspricht Weidinger. Er rät grundsätzlich zu einem Test, bevor man sich mit anderen trifft.

Elf Corona-Teststellen verzeichnet das Rosenheimer Landratsamt für die Stadt Rosenheim.

Tests für Besuche in Heimen

Im Gegensatz hierzu erwartet Mediprime-Geschäftsführer Andrija Horvat einen „Weihnachtsansturm“ auf die beiden Teststationen des Unternehmens am Mediamarkt und am Ballhaus – gerade wegen anstehender Besuche zu den Feiertagen in Pflegeheimen. „Vor Weihnachten werden sich viele testen lassen, weil man ja trotz Impfung ansteckend sein kann und so Verantwortung trägt“, findet Horvat.

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Gerade in den vergangenen drei Wochen habe man einen kontinuierlichen Anstieg an Testungen verzeichnet. Das Personal habe man deshalb aufgestockt, um dem erwarteten Ansturm gerecht zu werden. Mit seinem Angebot, findet Andrija, leiste man auch einen Beitrag, um Personen mit einer Corona-Infektion „herauszufiltern“.

Nur eine Momentaufnahme

Aber wie oft sollte man tatsächlich einen Corona-Test machen, um niemanden zu gefährden? Grundsätzlich mache es natürlich Sinn, sich vor dem Familienbesuch testen zu lassen oder zu Hause einen Text vorzunehmen, sagt der stellvertretende Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamts, Dr. Michel Daneschnejad. „Doch auch der Test, egal ob Schnelltest oder PCR-Test, ist nur eine Momentaufnahme. Wichtig ist, bei Symptomen auf den Familienbesuch zu verzichten.“

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Wirksam verhindern lasse sich die Übertragung des Coronavirus durch die allgemein bekannten Hygieneregeln. „Dazu gehören gründliches Händewaschen, Einhalten der Husten- und Niesetikette, regelmäßiges Durchlüften, Abstand halten, Maske tragen, Kontakte beschränken sowie ein vollständiger und aktueller Impfschutz.“

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Bei Familienfeiern ließen sich selbstredend nicht alle Verhaltensregeln problemlos umsetzen. Das Risiko einer Infektion mit Corona lasse sich auch dadurch minimieren, nur in kleiner Runde zu feiern. Alternativ sollten Treffen mit Freunden oder Bekannten jenseits der Familie möglichst an der frischen Luft stattfinden. „Es gibt kein Patentrezept, nur die Möglichkeit, das Risiko einer Infektion, so gut es geht, zu minimieren.“

Beipackzettel beachten

Auch die Ärztliche Leiterin für Krankenhaushygiene am Romed-Klinikum, Dr. Birgitt Mergen, kann keine generelle Empfehlung abgeben, wie viele Testungen sinnvoll sind. „Da gibt es viele Punkte, auf die es letztlich ankommt: Gab es kürzlich engen Kontakt zu Infizierten? Wie ist der persönliche Status – geimpft, genesen, geboostert?

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Wie verwertbar ist der Abstrich? Wie zuverlässig ist der Hersteller des Schnelltests?“, sagt die Medizinerin. Grundsätzlich könne ein negativer Schnelltest zumindest für den Moment eine Beruhigung sein. Bei der Eigentestung sollten die Nutzer strikt nach der Anleitung des Beipackzettels verfahren. Zudem gebe es im Internet Videos, in denen die notwendigen Anatomiekenntnisse und die korrekte Vorgehensweise für einen Abstrich erklärt würden.

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Klar ist für sie jedoch: Nur PCR-Tests seien in der Lage, das Coronavirus sicher nachzuweisen. „Antigen-Schnelltests werden erst positiv, wenn die Viren sich bereits erheblich im Körper vermehrt haben.“ Dafür seien die Schnelltests einfacher zu handhaben. „Auch hinsichtlich der Qualität der Schnelltests gibt es deutliche Unterschiede. Je besser die Qualität des Schnelltests ist und je häufiger die Testungen durchgeführt werden, desto größer ist die Sicherheit.“

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